Depeche Mode-Konzert am 01.11.2020 in Stuttgart, Mercedes Benz Arena

Erstaunt

DepecheMode030613-031Sechs Uhr morgens – hellwach!
Das endlose Warten hat sich auf ein paar Stunden reduziert.
10.00 Uhr – Abfahrt / Berner Oberland (Schweiz) – 4.5 Stunden Autofahrt vor uns
10.05 Uhr – Erste Panne – Wo sind die DM-CDs?
Umkehren Neustart
10.15 Uhr und los geht’s…..
Dank nicht funktionierendem Leit-Park-System oder wie das auch heisst, haben wir uns in Stuttgart (da haben wir uns eine kleine übersichtliche Stadt vorgestellt) zirka 3x verfahren und wurden schon langsam nervös, es war ja schliesslich schon 15.30 Uhr – endlich die „Arena“ erhebt sich aus dem Nichts, so und jetzt Parkplatz suchen….und noch andere schweizer Nummer-Schildern finden (aha der Exodus aus der Schweiz hat eingesetzt :-))
Mein Göttergatte (Baujahr 1969, ich übrigens auch) „Ooch wir sind viel zu früh“, denkste – 15:45 Uhr Eintrittsbereich FOS, der Black Swarm ist schon gelandet und es stehen schon mindestens 300 Leute vor verschlossenen Türen. In Anbetracht meiner 1.56cm RIESENGRÖSSE sofort anstehen um doch noch einen guten FOS-Platz zu kriegen….
Erstmals Kaffee-Pause….
16:55 – Mein Puls rast, kann nicht mehr der coole Devotee spielen und muss jetzt da anstehen egal wie lange das noch dauert. O.K.
17.00 Warten – es nieselt erinnert uns an „Scotish Mist“ – also nicht so schlimm – 18.00 Uhr das Tor zum Himmelreich ist immer noch nicht offen, was ist da passiert, 18.15 Uhr endlich geht’s los – stopp – warten – sind schon zu viele Leute drin?, hinter mir – „Oh manno ausverkauft kommt keiner mehr rein..“.Herzinfarkt – nein das darf doch nicht…Entwarnung – wir werden doch noch eingelassen – und jetzt wird’s ziemlich zäh…Stage-Bereich bis dritte Reihe schon eingenommen – keine Chance, O.K. wir ziehen uns zurück zur Absperrung Innenraum – nicht gerade ein Traumplatz, denn ich bin noch keinen cm weitergewachsen, was soll’s – ich bin an einem DM-Konzert, ich will die Musik genissen, ich will diesem kalten, nassen Sauwetter die Stirn bieten und meine Laune NICHT verderben lassen.
Der komische DJ Sound (fand den gar nicht so schlecht..) endlich vorbei.
Die Nerven liegen blank, war doch ein Bierechen zuviel ich muss zur Toilette – nein da steigt Rauch auf das heisst…
Und so war’s dann – 20.15 Uhr und ich ging in einem Sturm der Emotionen unter, ich sang jedes Lied (ziemlich falsch) aber ohne jede Peinlichkeit mit!
Arme hoch bis zum Abwinken – dann war’s vorbei.
Grosse Leere! Das Adrenalin zieht sich zurück und ich bemerke die Kälte erst jetzt, vielleicht nicht nur die Wetterverhältnisse.
Grossartige Stimmung und nette Leute (hallo Du, kenn Deinen Namen nicht, ich bin die mit dem Nacken-Tattoo, war toll mit Dir zusammen zu schwärmen ;-))
23.00–24.00 Uhr Parkplatz Stuttgart – das kann ja heiter werden.
04.00 Uhr – zu Hause angekommen, totmüde aber überglücklich !

Aus objektiver Sicht gesehen – das Konzert und der Sound (war überrascht, hatte mir das viel lauter vorgestellt) und die Stimmung im FOS-Bereich war super, ich verstehe die ewige Nörgelei einfach nicht.
Und ein zu spät kommen, an einem DM-Konzert einfach unvorstellbar!
Und ehrlich – früher (zerreisst mich in der Luft) konnte in einem Konzert keinen einzigen Fehleinsatz bemängelt werden, gestern schon, Dave hat sich da schon 3-4x vertan, auch mein abgöttisch verehrter Mister Martin Lee Gore verpasste einen Einsatz, kleinkariert sicherlich, aber eben doch da…und ein Jammern auf hohem Niveau.
Aber ganz ehrlich, die jahrenlangen Parties, Drogenmissbrauch, Alkoholismus haben unsere Götter doch gezeichnet, Dave war nach den zwei Stunden völlig ausgepumpt und der Martin hat auch schon mal frischer ausgesehen.
Die „Basildon-Boys“ haben die fünzig überschritten, und das – ganz ehrlich – hat man/frau gestern den beiden angesehen. Bei Fletch konnten wir das nicht feststellen, das ist vielleicht der Grund, warum er nur noch mit dunkler Brille auf die Bühne kommt.
Fazit – GROSSARTIG und das Beste kommt am Schluss
07.06.2013 – es gibt ein Wiedersehen im „Stade de Suisse“ – Autofahrzeit : 35 Minuten ;-)

Von Irène Trachsel
Wohnort: Wimmis, Berner Oberland

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4
Kommentare

  1. Irène
    5.6.2013 - 7:54 Uhr
    4

    Danke Nobbi
    Mit einem Pseudonym zu schreiben ist immer einfacher, so erstaunt es mich schon, dass Du Deine berechtigte Kritik abschwächst.
    Früher hatten die Leute Angst vor dem Telefon, weil sie die Gesichtsregungen des Gegenübers nicht sehen konnten…Und jetzt ist Narrenfreiheit angesagt, weil man/frau auch die, vielleicht sarkastischen oder ernst gemeinten Zwischentöne, nicht hören können.
    Schreiben ist nun einmal eindimensional, Rückschlüsse können nur über den Schreibstill oder Grammatik gezogen werden. Selbst diese Kriterien können gefälscht werden, und ich kann die Lebensumstände des Schreibers nicht 100% nachvollziehen.
    So finde ich Kommentare wie „stimme Dir hundertprozentig bei“ immer ein bisschen schwierig und frage mich „ist mein Kommentar gelesen oder nur überflogen worden“.
    So stimmt es mich doch manchmal ein wenig nachdenklich,wenn bei gewissen Beiträgen, ohne mit der Wimper zu zucken ein Schreiberling in den Boden gestampft wird.
    Ich wäre gespannt wie sich die sogenannte Nettikette durchsetzten würde, wenn die Kommentare ohne Phantasienamen gepostet würden.
    Und vielleicht ist es für mich als Schweizerin eh schwieriger das Wesen der Deutschen zu verstehen und ich meine „angeborene“ Neutralität unter gar keinen Umständen aufgeben will.
    Sven Plaggenmeier gibt uns Fans, hier auf dieser Homepage, eine Plattform zum Austausch, und wir können unser gemeinsames Fantum länderübergreifend zusammen ausleben und das finde ich doch am wichtigsten.
    Ich habe mir lange überlegt, ob ich nun wirklich einen Fan-Report einstellen soll, meine langjährige Liebe zu dieser aussergewöhnlichen Band hat mich dazu getrieben.
    An alle, die sich bei den nächsten Konzerten aufhalten, ich wünsche Euch viel Spass, Herzrasen, ein unvergessliches Abenteuer und Dankbarkeit dass Ihr diese tolle Musik noch live miterleben dürft!

  2. Nobbi
    4.6.2013 - 18:39 Uhr
    3

    @ Irène (Fan-Report-Schreiberin)

    Mein Kommentar ist natürlich nicht persönlich gemeint.
    Ich stelle mir nur manchmal vor, wie es den guten Dave mittlerweile nerven muss, in jedem 2. Interview auf seine Drogenvergangenheit angesprochen zu werden – die liegt nämlich – GOTT SEI DANK – auch schon fast 20(!!!) Jahre zurück.
    Und ein paar Falten sollte man einem 51-Jährigen schon zugestehen. Wobei:
    Costa Cordalis ist älter – und immernoch faltenfrei (hat ja auch keine Drogen genommen – außer vielleicht Ouzo). ;)

  3. Sandra
    4.6.2013 - 17:52 Uhr
    2

    @nobbi
    Danke. Tolle Worte. Schließe mich dem 100%ig an. Man muss die Vergangenheit auch mal ruhen lassen. Sind wir froh das es unseren Jungs so gut geht.

  4. Nobbi
    4.6.2013 - 16:40 Uhr
    1

    Ozzy Osbourne sieht man den Drogenmissbrauch an...

    Ich wette, als du 20 warst, wärst du nach einer solchen Show mindestens genau so ausgepumpt gewesen wie es Dave heute ist. Der Mann steht 2 Stunden lang unter beobachtung von hier ca. 36.000 Leuten, tobt und tanzt und singt sich die Seele aus dem Hals. Da wäre einfach jeder hinterher kaputt. Das immer auf den weit weit zurück liegenden Drogen- und Alkoholmissbrauch zurückzuführen ist einfach nur lachhaft.
    Und dass Gore mal ein, zwei Einsätze verpasst ist nur menschlich, er ist schließlich kein Roboter.
    Sicherlich ist er heute auch nervöser bei seinen Solos als zu der Zeit als er noch alkoholisiert aufgetreten ist.
    Und dass der Mart heute ein paar Falten mehr im Gesicht hat kann genauso gut an seiner Wahlheimat Santa Barbara liegen – die haben ein paar Sonnentage mehr im Jahr als Stuttgart.
    „Vom Drogenmissbrauch gezeichnet“ sind die beiden meiner Meinung nach überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil! Ich kenne wenige, die mit ihren 51 ähnlich fit sind. Vielen ist nicht klar, wie viel Energie eine solche Show kostet.

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