Depeche Mode-Konzert am 22.10.2020 in Erfurt, Messehalle

Advent, Advent und Erfurt rennt…

Erfurt-23… Richtung Bühne, auch wenn wir das nicht sollen. Hasst ihr das auch so, wenn sich euch die Security in den Weg schmeißt und schreit: “Nicht rennen!“ Hallo, die Zeiten vom Schulhof sind vorbei, ich renne wann und wo ich will. Und wenn da eine Bühne steht, auf der in wenigen Stunden meine Lieblings-Band stehen wird, dann renne ich dahin! Ich stell mich doch nicht umsonst stundenlang in die Kälte um dann gemütlich durch die Halle zu schlendern, während sich der Raum vor der Bühne füllt!

Nun ja, es war zwar der 1. Advent, aber Scheiß auf Ruhe und Besinnlichkeit und Weihnachtslieder! Wer will schon daheim vor einer dussligen Kerze hocken und Kekse und Stollen mampfen. Pah, völlig überbewertet. Ungefähr 12.000 Menschen in Erfurt waren derselben Meinung wie ich und fanden sich zur „Black Celebration“ in der Messehalle ein. Ich gehe mal davon aus, sie waren über diese Entscheidung genauso glücklich wie ich. Die Stimmung ließ daran jedenfalls keinen Zweifel.

Nachdem der Support-Act überstanden war, wurden die Umbauarbeiten auf der Bühne mit Argusaugen beobachtet. Als endlich das Licht ausging und das Intro einsetzte, zeigte das Publikum erst mal, wie laut es schreien kann. Und glaubt mir, das war laut. Sogar die Band schien freudig überrascht. Das Set war exakt das gleiche, wie in den Shows davor, aber niemand störte sich daran. Nicht einmal ich.

Woran das lag? An der genialen Stimmung , die vom Publikum ausging und an der Spielfreude, die Depeche Mode zeigten. Im Vergleich zu Berlin ging es extrem entspannt und lustig zu. Da wurde auf der Bühne gegrinst, gelacht, sich gegenseitig ein bisschen geneckt… es war herrlich. Dave wirkte zwar streckenweise etwas müde, aber das tat seiner guten Laune keinen Abbruch. So wurde Peter Gordeno als er bei „A Pain That I’m Used To“ Bass spielte, einfach mal ein bisschen geschubst. Dave Gahan, der Mann mit dem Schlitz im Ohr.

Auch der Catwalk wurde ausgiebig bedient und sehr intensiv mit dem Publikum interagiert. Inspiriert von Dave’s Rumgehopse ließ sich sogar Martin zu ein paar Powacklern hinreißen. Kurzum, ich habe den Abend in vollen Zügen genossen und bereite mich nun auf Bremen vor…

Von Jessica Gernandt
Wohnort: München

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Kommentare

  1. Stefan
    2.12.2013 - 16:05 Uhr
    2

    Genau – „Schulhof“ :)

    Ich mein ich versteh die Jungs und Mädels der Sicherheit ja aber wo liegt das Problem die Bühne schnellen Schrittes zu entern? Wenn ich durch den Wald jogge brauche ich doch auch keinen Aufpasser. Ich geh mal davon aus dass jeder ganz gut selber gradeaus gehen kann und wenn man doch fallen sollte doch dann nicht den Veranstallter dafür Verantwortlich macht.

    Danke für den Konzert-Check Jessica.

  2. Sandrah
    2.12.2013 - 8:55 Uhr
    1

    Super zusammen gefasst. Genauso habe ich es auch empfunden. Das Publikum war einfach klasse.

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