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Interview

Stadtrundfahrten für Depeche Mode-Fans zu den Berliner Konzerten

In Berlin werden Stadtrundfahrten für Depeche Mode-Fans angeboten Wenn Depeche Mode Anfang Juni zu ihrem Auftritt nach Berlin reisen, dann kehren Dave, Martin und Fletch auch zu den Anfängen ihrer Karriere zurück. Die Band verbindet mit der deutschen Hauptstadt weit mehr als die Aufnahmen zum Album Construction Time Again. Wo Depeche Mode in Berlin gewirkt haben und welche Spuren die ehemals geteilte Stadt in der Geschichte der Band hinterlassen hat, können Fans jetzt bei speziellen Stadtführungen erfahren.

Vor einigen Tagen erhielt ich einen Anruf von Christian. Christian veranstaltet zu den Depeche Mode-Aufritten in Berlin Stadtrundfahrten. Ich dachte zunächst an einen Geschäftsmann, der mit einer cleveren Idee noch schnell am Depeche Mode-Hype teilhaben wollte. Doch im Laufe des Gesprächs wurde schnell klar, dass am anderen Ende der Leitung ein eingefleischter Fan sprach. Jemand, der mit Herzblut den Besuchern der Berlin-Konzerte Berlin aus einer anderen Perspektive als die üblichen Sightseeing-Touren zeigen. „Let me show you Berlin in my Eyes“, könnte das Motto seiner Stadttouren sein. Das Berlin von Depeche Mode.

Was Euch auf einer Depeche Mode-Stadtrundfahrt erwartet, wird Euch Christian gleich selbst erzählen. Hier zuerst die Hard-Facts: Die zweistündigen Stadttouren finden am 8. und 9. Juni, sowie vom 24. bis. 27. November mehrmals täglich statt. Der Preis beträgt 28 Euro pro Person, ab sechs Personen wird es günstiger. Alle Informationen sowie Bestellmöglichkeiten findet ihr im Netz unter www.dmtour.de.

Interview mit Christian Haase

Stadtführer Christiandepechemode.de: Christian, Du veranstaltest zu den Depeche Mode-Konzerten in Berlin spezielle Stadtrundfahrten für Fans. Was müssen wir uns darunter vorstellen?

Christian: Hallo Sven! Vor genau 30 Jahre kamen Depeche Mode nach West-Berlin, um in den Hansa-Studios ihr Album „Construction Time Again“ abzumischen. Seit jener Zeit entwickelte sich eine enge Beziehung zwischen der Band und Berlin. Grund genug, eine Sightseeing-Tour auf den Spuren von Dave, Martin, Andy und Alan zu unternehmen. Denn es gibt zahlreiche Orte, die mit der Band in Verbindung stehen. Diese wollen wir uns im Rahmen einer zweistündigen Bustour anschauen – als Einstimmung auf die bevorstehenden Konzerte. Im Mittelpunkt stehen hierbei Geschichten und Anekdoten aus dem Berliner Alltag von Depeche Mode, aber auch die musikalische Unterhaltung und der Spaß sollen während der Rundfahrt nicht zu kurz kommen.

Können sich Fans auf Geschichten und Anekdoten freuen, die sie noch nicht kennen?

Absolut! Ich werde das Rad zwar nicht neu erfinden, aber es gibt jede Menge zu erzählen – und ich bin mir sicher, dass auch für eingefleischte Fans das eine oder andere Aha-Erlebnis dabei sein wird.

Hast Du Dir für die Rundfahrt ein musikalisches Programm zurecht gelegt? Gibt es bestimmte Depeche Mode-Stücke an bestimmten Stationen der Rundfahrt zu hören?

Ganz klar, zu einer richtigen Depeche Mode-Rundfahrt gehören auch die zeitlosen Songs unserer Helden. Ich will noch nicht zu viel verraten, aber es wird auf jeden Fall die eine oder andere Überraschung geben. Und wer weiß – vielleicht bringen wir der Band ja sogar ein Ständchen vor Ihrem Hotel. Das wär doch mal was: 50 Leute, die „Reach out and touch faith“ brüllen, bis Dave aus der Badewanne klettert…

Auf welche Stationen der Stadtführung freust Du Dich besonders bei den Rundfahrten?

Eigentlich auf alle. Besonders spannend finde ich die unterschiedlichen Konzertstätten, wo Depeche Mode in den letzten drei Jahrzehnten zu Gast waren – angefangen vom Metropol-Theater über die Waldbühne bis hin zum Olympiastadion. Oder die Plätze, an denen die Video-Clips für „Everything Counts“ und „Stripped“ entstanden sind. Ein Highlight ist in meinen Augen auch die Charlottenburger Wohnung, wo Martin Gore zwischen 1984 und 1986 zahlreiche Songs geschrieben hat.

Depeche Mode haben Mitte der Achtziger zwei Alben in der Hauptstadt aufgenommen, Martin hat sogar einige Zeit dort gelebt. Die Teilung der Stadt war auch prägend für den Sound. Kann man das heute noch in einer historisch aufgeräumten Stadt auf einer Stadtrundfahrt vermitteln?

Vielen Dank für das Gespräch.
Zugegeben, es ist nicht einfach, das Gefühl der Achtziger zu transportieren, schließlich hat sich Berlin seit dem Fall der Mauer drastisch verändert. Aber – genau wie die deutsche Hauptstadt – stehen Depeche Mode ja auch für Veränderung. Und ich denke, dass es viel Spaß machen wird, sich anhand von Erinnerungen, Musikstücken und Bildmaterial in die Atmosphäre der damaligen Zeit zurückzuversetzen.

Wie bist Du überhaupt auf die Idee gekommen, Stadtrundfahrten zu Depeche Mode zu veranstalten?

Ich lebe nun schon seit geraumer Zeit in Berlin. Irgendwann ist mir bewusst geworden, dass es in der Stadt ziemlich viele Dinge gibt, die an Depeche Mode erinnern – seien es nun die ehemaligen Domizile und Lieblingsclubs der Band, ihre musikalischen Wirkungsstätten oder die ausgeprägte Berliner Fankultur. Und da ich in der Tourismus-Branche tätig bin, habe ich meine Leidenschaft in diesem Jahr kurzerhand zum Beruf gemacht. That’s it!

Es war sicherlich ein großer Aufwand, alle Informationen zur Stadtrundfahrt zu recherchieren. Wie lange haben die Vorbereitungen für die Tour gedauert?

Nun, als Fan würde ich sagen, dass die Vorbereitungen auf die Tour mittlerweile 28 Jahre dauern – seit ich den ersten, wehmütigen Klängen von „Shake The Disease“ hinterhergerannt bin. Aber Spaß beiseite! Es war natürlich ultraspannend, mit Interviewpartnern wie Gareth Jones oder den Verantwortlichen für das DM-Konzert in Ost-Berlin zu plaudern. Insofern haben sich die letzten Monate für mich auf jeden Fall gelohnt! Hinzu kommt, dass ich mich sehr darauf freue, endlich auch anderen Fans die „Hauptstadt von Depeche Mode“ zeigen zu können.

Sven Plaggemeier

Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

27 Kommentare

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  1. Haben depeche mode nicht 3 Alben in Berlin aufgenommen ?Construction Time Again – Some Great Reward – Black Celebration

  2. Na upps das kenn ich doch....

    Die Idee klingt mir sehr vertraut.

    Nee ich bleibt beim Original

  3. Bequemer zum Olympiastadion geht´s nicht

    So, habe mal eben für den 9.6. von 17-19 Uhr gebucht. Also ganz ehrlich: noch bequemer kommt man ja nun wirklich nicht zum Olympiastadion. Auf das Verkehrschaos sowie die Parkplatzsuche kann ich getrost verzichten. Da stelle ich mein Gefährt doch lieber am Hauptbahnhof ab und lasse mich mit erstklassiger musikalischer Untermalung dm-technisch durch Berlin karren und gleich vor Ort pünktlich zum Konzert absetzen.
    Ist denn rein zufällig jemand von hier dabei?

  4. @Karpfen

    Du könntest aber auch die Tour von 20 bis 22 Uhr mitmachen. Dann säßen wir sozusagen im selben Boot … äh Bus. ;o)

  5. ach mensch ist das doof, würde ich ja auch zu gerne mitmachen. habe mich aber auch schon für die führung durch die hansa-studios angemeldet und weiß noch nicht, in welcher gruppe ich bin – 10 – 12.00 uhr oder 16 – 18.00 uhr.

    muss ich mir wohl die depeche-rundfahrt für november aufheben …

    lg karpfen

  6. bin auch dabei und versuche gerade über FB und WKW nen Trüppchen für den 08.06. (am liebsten nachmittags) zusammen zutrommeln!

    geniale Idee – danke Christian! (und Sven) ;)

  7. Mehr Depeche Mode geht kaum noch

    Kurze Rücksprache mit meiner Begleitung und Tickets sind gebucht. Nun freuen wir uns auf ein absolut depechiges Wochenende.

    Samstag Nachmittag: Besuch der Depeche Mode-Ausstellung http://www.rollingstone.de/news/meldungen/article399642/depeche-mode-ausstellung-in-berlin-das-erste-demotape-und-ddr-memorabilia.html
    Samstag Abend: DM-Stadtrundfahrt und anschließend DM-Party
    Sonntag: Abfeiern im Olympiastadion

    Ick freu mir wie Bolle!!! :o))

  8. Da lohnt es sich ja einen Tag eher nach Berlin zu kommen! Und da der Christian ja scheinbar auch echter Touri-Tourguide ist, lohnt sich das für mich doppelt. Kompliment an ihn auch für die Tourseite! Ich habe Tickets bestellt und freue mich auf den Besuch der deutschen Hauptstadt unserer Götter…

  9. Hibbel Hibbel

    Gebucht und dabei …. Wirklich eine wahnsinnig geniale Idee.. So kommen auch wir nicht Berliner in den Genuß mal die Wirkungsstätte der Jungs kennenzulernen . Freu freu freu … Danke an Christian für diese geniale Idee.

  10. Wie cool ist das denn!!!

    Da wird unser Depeche Mode-Wochenende gleich nochmal so schön.
    Die Freude steigt! ;o)))

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