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Post-Hardcore trifft "Some Great Reward"

Shudder to Think veröffentlichen Cover von „Something to Do“

Wenn andere Bands Songs von Depeche Mode covern, dann sind es meistens Welthits wie „Enjoy The Silence“ oder „Personal Jesus“. Eine Neuinterpretation von „Something to Do“ ist dagegen ungewöhnlich. Die US-Post-Hardcore-Band „Shudder to Think“ hat sich den Song vorgenommen und erklärt auch gleich, warum.

Kurz zur Band, die wahrscheinlich nur wenige von euch kennen: „Shudder to Think“ wurde 1986 gegründet und war vor allem zum Ende der 80er sowie in den 90er Jahren aktiv. Die Band verband Hardcore-Punk mit komplexen Songstrukturen, Art-Rock sowie ungewöhnlichen Pop-Elementen und wurde für ihren eigenwilligen, experimentellen Stil bekannt. Nach ihrer zwischenzeitliche Auflösung im Jahr 1998 kehrten „Shudder to Think“ vor einem Jahr mit neuer Musik zurück.

Am heutigen Freitag erschien ihre neue E.P. mit dem Titel „Who sent you“. Darauf zu finden: die besagte Coverversion von „Something To Do“. Wieso, weshalb, warum – dazu gleich mehr. Hier bekommt ihr erstmal den Song zu hören , den ihr natürlich auch auf den Streamingportalen findet (z.B. Spotify und Amazon).

In einem ausführlichen Statement erklärt die Band, warum sie ausgerechnet diesen Song von Depeche Mode neu interpretieren wollte:

„Für einige von uns stellt das Album Some Great Reward von Depeche Mode den Höhepunkt ihrer Genialität und Kreativität dar.

Nicht, dass sie danach keine unglaublich großartige Musik mehr gemacht hätten – sowohl Singles als auch Alben. Aber SGR war der Höhepunkt ihrer ersten Phase: Unvergessliche Pop-Hooks trafen auf die Synthesizer-Experimente von Kindern im Süßwarenladen, während unstillbares Verlangen sich unbeholfen an den BH-Verschlüssen der schwärzesten Schlafzimmer-Melancholie zu schaffen machte. Danach wurden ihre Alben reifer und ausgefeilter, weniger chaotisch.

‚Some Great Reward‘ besitzt eine geradezu provokante Dreistigkeit, die perfekt den Soundtrack für eine bestimmte Art von Vorstadt-Teenager abgab: innerlich völlig wild, kurz vor dem Explodieren, missverstanden, verdammt romantisch.

Der Song ‚Something To Do‘ eröffnet das Album. Im Vergleich zu anderen Depeche-Mode-Singles ist er ein etwas in Vergessenheit geratener, unterschätzter Kracher über Jugend, Frust, Langeweile und Geilheit (‚put your leather boots on‘) in einer alten, heruntergekommenen Industriestadt. 

Als wir das neue Shudder-Album aufnahmen, lief ‚Something To Do‘ im (Satelliten-)Radio und weckte bei Craig Erinnerungen an seine Jugend: an einen Familienurlaub in Israel, mit sechzehn, verliebt und gleichzeitig voller Hass auf jeden und alles, während er in seinem Walkman ständig zwischen der Kassette von Some Great Reward, XTCs English Settlement und den großartigen Dukes Of Stratosphear hin- und herwechselte. Ein Mädchen namens Robin und ein Mädchen namens Julie …

Wie auch immer: Wir MUSSTEN den Song covern.“

Mehr zu Shudder Of Think unter www.shuddertothinkofficial.com

Sven Plaggemeier

Hi, ich bin Sven und betreibe als Gründer die Webseite depechemode.de. Hauptberuflich leite ich ein Team von Content-Spezialisten bei einem Telekommunikationsunternehmen. Vernetze Dich gerne mit mir bei Facebook, LinkedIn oder Xing.

16 Kommentare

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  1. Sehr gut!

    Mir gefällt das Cover! Und diese Pressemitteilung muss man sich erstmal ausdenken, herrlich!

    Antworten
  2. Danke Sven

    Auch ich möchte Sven, hier endlich mal , danke sagen ,für seine Mühen uns diese Seite zur Verfügung zu stellen.
    Ich lese hier die Dinge die mich als 43 lage Jahre anhaltender Fan intressieren .

    Dinge die ich nicht lesen möchte ,muß ich doch nicht lesen.

    Also bitte alle ständig Nörgle geht doch einfach nicht mehr auf diese Seite.

    Danke Sven

    Antworten
    • Cultivated Bimbo haben „Something To Do“ 1992 auch schon gecovert, mit Female Voice.

  3. Nicht übel.
    Mal was anderes, als diese vor Jahren üblichen Cover mit Piano und Frauenstimme.

    Antworten
  4. Kann man machen...

    … ist aber eigentlich entbehrlich. Offen gestanden: „Shudder To Think“ fand ich in den späten 90ern etwas „künstlich schwierig“. Man hörte dann aber auch lange nichts mehr von denen. Sie fehlten mir nicht. Vielleicht ist ihnen nach 20 Jahren das Geld ausgegangen, so dass es sie wieder ins Studio trieb…. Die Story mit dem Familienurlaub in Israel ist ja schon rührend – aber vielleicht brauchten sie ja auch einfach nur einen Cover-Kracher für ihr Album, der etwas mediale Aufmerksamkeit generiert.

    Ja, so ist das in Zeit der sauren Gurken: Wir suchen oft nach den verbliebenen süßen Früchten der Vergangenheit. Aber es es gibt ja auch jede Menge Neueres, das man interessant finden kann (aber natürlich nicht muss…. ): Releases von Thylacine, Max Cooper, Kovacs (neue Single sehr synth-souly/downbeat), Trentemøller, Agnes Obel, Ane Brun, etc… – ‚open your eyes/ears‘. Das Magazin von Sven bietet hier ja auch manchmal ganz gute Anregungen, während die Shudder-Jungs im Hintergrund wieder etwas machen „MÜSSEN“ ;-)

    Antworten
    • ja, seit Monaten nur Belangloses und Uninteressantes hier…

    • Belanglos…

      bin mir sicher, Sven würde nichts lieber tun als uns über neue Songs von Dave, Mart und Co. zu informieren, über die gemeinsame
      Arbeit im Aufnahme Studio für ein neues Album.
      Aber bedauerlicherweise derzeit nicht
      … letzte Information und News von Mart waren diverse Fotos mit anderen
      Künstler, Charity Projekte und Interview Gast für eine DAF Doku.
      Und Dave ging shoppen… in
      London (?), neue Schuhe weiße Slipper und dazu passend rote Socken mit totenköpfchen : )
      Kann man auch hier berichten, ist
      mMn doch eher für SN Fanpage’s
      mit Klick und Likes.
      Und spekulatives oder reißerisches
      a la Yellow Press like
      „ Frau drehte Mann durch Fleischwolf, wir sprachen mit der Frikadelle“
      hat hier nix verloren ( genauso wie
      politisches). Hier geht’s um Musik, Kunst , Kult(Ur) um Depeche Mode.
      Und Sven investiert Zeit (und auch Geld) um uns über News von und um
      DM ( und Co) zu informieren.
      Und wenn es mal nur um Cover geht,
      Sven bezieht sich in seinem Forum auch meistens auf das Original von
      Depeche Mode und mMn ist die Ansicht vom Künstler und Interpreten
      hierzu ( also zu Songs und DM) interessant und manch User entdeckt vielleicht Gemeinsamkeiten .. How ever… wir leben in Zeiten des
      Club sterbens, Ticket Verkäufe sind allgemein rückläufig wie ich zuletzt las.
      Nicht unbedeutend für junge Bands die vielleicht auch den Pop Olymp wie DM erklimmen wollen. Und wenn immer ein Künstler seine Inspiration im Sound von Depeche Mode findet dann freut mich dies, hierüber zu
      lesen … und hoffe natürlich auf ein baldiges „See you….“ von Depeche Mode.
      Ist nur meine Ansicht hierzu, vielleicht auch „belanglos“ ,
      dennoch danke @Sven und Team die Page aufrecht zu halten und danke hierfür für diesen kleinen und feinen virtuellen Fan Treffpunkt zum Austausch von den vielfältigen Ansichten von DM Fans.
      Beste Grüße

    • Danke Dorian, genauso ist es.
      Weiter so, Sven, auch wenn manche hier meckern.
      Happy Release -Day to „Condemnation“ vor genau 33 Jahren.

  5. Habe schlimmeres erwartet, kann man sich mal anhören ohne gleich Ohrenbluten zu bekommen. Aber das wars dann auch…

    Antworten
  6. Schön zu lesen das Statement der Band. Definitiv auch mein absolutes Lieblingsalbum von Depeche Mode. Auch rauf und runter gehört damals, heute allerdings ohne People Are People und Master And Servant.
    Dieses Cover gefällt mir nicht (tue mich da allgemein schwer), sympathisch sind sie mir aber :-))

    Schönes Wochenende @all

    Antworten
  7. Something to do

    „… Soundtrack für eine bestimmte Art von Vorstadt Teenager, innerlich
    völlig wild , kurz vor dem Explodieren, missverstanden, verdammt
    romanisch (!)“

    Bäng ! Was für eine 100%zig treffende
    Umschreibung von SGR und
    zutreffend allemal für
    „Something to do“, diesen
    Synth-Industrial-Rockabilly Kracher
    als opening Song.
    Und was mMn ein hörenswerte und
    gelungene Coverversion von
    der US Alternativ Rock Band
    Shudder to think ( kannte ich vorher nicht, aber bei googeln entpuppen sich die Jungs als Fan von Glam und ArtRock, Punk, Postpunk und
    NewWave und insbesondere Depeche Mode).
    Ha.. da fühlt man sich beim Anhören
    wieder wie dieser etwas wilde, stets missverstandene jugendliche
    Hitzkopf und ewigen Romantiker.
    : )

    Thank you „Shudder to think“
    für diese ge…le Coverversion und Verneigung vor dem Song und der
    Band.

    Antworten
    • Edit

      romanisch… tztztz
      „romantisch“ natürlich
      : )
      ( Auto Korrektur… Seufz)

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