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Dave Gahan singt auf Metallica-Tribute

Review: Dave Gahan covert Metallicas „Nothing Else Matters“

/ 5 Kommentare

Unsere Autorin hat sich Dave Gahans Coverversion von "Nothing Else Matters" noch einmal genau angehört und ihre Gedanken dazu aufgeschrieben.

Für diejenigen, die sich eigentlich heimlich ein Depeche Mode-Cover von Metallicas Klassiker „Nothing Else Matters“ gewünscht haben, sei vorweg gesagt: Es ist mehr Dave Gahan & Soulsavers als Dave Gahan in Depeche Mode.

Kurz kommt der verlockende Gedanke auf, wie sich Depeche Mode zu Zeiten von SOFAD an „Nothing Else Matters“ versucht hätten – der Traum von einer düsteren, draufgängerischen Version darf geträumt werden. Als Fan von Depeche Mode und Metallica ist man zu anfangs vielleicht enttäuscht, jedoch gehört Gahans Version zu jenen Songs, die ein wenig Zeit brauchen, um anzukommen. Denn das Original spielt allgegenwärtig im akustischen Gedächtnis.

Dave Gahan nimmt uns mit in seine fragile, ätherische Interpretation des Songs. Seine Stimme ist unverkennbar und einnehmend. Mit sanften Synthesizer-Sounds und leichtem Reverb auf der Stimme, ähnlich weitläufig und „spacig“ klingend wie bei Depeche Modes „Cover Me“ bekommen wir eine verträumte, zurückgenommene und puristisch anmutende Version des inzwischen fast dreißig Jahre alten Originals, das 1992 ausgekoppelt wurde.

„Nothing Else Matters“ von Dave Gahan ist auf The Metallica Blacklist“ erschienen. Anlässlich des 30. Geburtstags von Metallicas Klassiker „The Black Album“ wurde das Album neu remastert und ein üppiges Tribute-Album zusammengestellt. Insgesamt 53 Musikerinnen und Musiker wählten aus ihren Favoriten des Black Albums und steuerten ein Cover bei.

Metallica sagten im Interview mit Radio-Host Howard Stern, dass sie der Kreativität freien Lauf lassen wollten und sich daher eben mehr als eine Coverversion zu einem Metallica-Song auf dem Tribute befände. So finden sich unter anderem bekannte Namen wie Elton John, Miley Cyrus, St. Vincent, The Neptunes, Biffy Clyro, Phoebe Bridgers und der deutsche Pianist Igor Levit dort wieder. Auch etwas weniger bekannten Namen wie Rodrigo y Gabriela oder Mon Laferte haben beeindruckende Versionen abgeliefert.

Hier findet ihr das komplette Tracklisting zu „The Metallica Blacklist“.

Dave Gahan - "Nothing Else Matters" from The Metallica Blacklist
Dave Gahan „Nothing Else Matters“, The Metallica Blacklist.
Eleni Blum

"The only truth is music" (Jack Keruac)

5 Kommentare

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  1. Ich war zuerst auch etwas enttäuscht, denn beim „Heroes“-Cover hatte Dave viel eindrucksvoller gezeigt, wie vielseitig sich seine Stimme einsetzen lässt, und „Nothing else matters“ lebt im Original schließlich auch von dieser unterschwelligen Aggression, die sich immer wieder Bahn bricht. Dagegen ist Dave’s Version irgendwie „underwhelming“.

    Inzwischen habe ich aber die sonstigen Interpretationen von „Nothing else matters“ von anderen Künstlern gehört, und – nun ja – da ist Dave’s Fassung dann doch im Vergleich eine der besten. Und wenn man es sich ein paarmal anhört, gewinnt diese ruhige Version auch dazu. Unterm Strich daher: Nicht perfekt, aber Daumen hoch!

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  2. da wäre mehr drin gewesen

    da ich selber mich ein wenig mit stimme auskenne: ziemlich unemotional runtergeleiert finde ich . etwas mehr Action und Steigerung Inder 2. hälfte wäre toll gewesen : das potential ist ja da ! ha ha musikalisch habe ich fast 5 Minuten darauf gewartet das etwas passiert oder sich etwas steigert … ich kann dieses mal leider nicht wirklich sagen das es toll ist …. ich hoffe auf eine baldiges neues Album .wird zeit .

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  3. Zu viel der Worte

    Der Artikel lässt sich reduzieren auf folgende Rezension zum Cover-Remake: Öde, langweilig und völlig überflüssig schlechtes Cover!!!!! Keine Power, zum einschlafen.

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  4. Zitat: Es ist mehr Dave Gahan & Soulsavers

    Dem stimme ich 100% zu, und da ich Depeche Mode Fan bin und mit Soulsavers nicht allzu viel anfangen kann überzeugt mich das Metallica Cover auch nicht wirklich. Zu minimalistisch im Sound und Daves Gesang ist mir eine Spur zu monoton-gelangweilt und ruhig, da wäre Gesangstechnisch mehr drin gewesen. Und im vergleich zu Cover Me das ähnlich ruhig ist und getragen ist kommt hier Daves Stimme deutlich besser durch.

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  5. Für mich eine gute Cover-Version ist, wenn man versucht den Song neu zu interpretieren und nicht einfach verusucht das Original nachzuspielen. Das hat Dave sehr gut gemacht. Gefällt mir!

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