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Review: Christine And The Queens – Chaleur Humaine

Christine-Cover-ChaleurHumaine_01Vom Pop hat Heloise Letissier, die sich künstlerisch angemessen schizophren Christine And The Queens nennt, offensichtlich mit großen Löffeln genascht. Die Dame hat mit ihrem Debüt in ihrer französischen Heimat sechsstellige Verkaufszahlen erzielt, wie schön wäre es doch, wenn auch hierzulande viel mehr Menschen „Chaleur Humaine“ hören würden!

Denn hier findet sich mal wieder jemand mit einem ganz eigenen Stil, in dem sich Electropop, moderner R’n’B, französische Chansonkunst und mehr wie selbstverständlich vereinen. Damit sich der geneigte Leser aber erst einmal einen Eindruck verschaffen kann, schauen wir uns zunächst das wundervoll choreografierte (und geschickt getrickste) Video zu „Saint Claude“ an:

CHRISTINE AND THE QUEENS - Saint Claude directed by J.A.C.K

Ja, davon war nicht nur Shootingstar Lorde hellauf begeistert. Und das ist nur eine der schillernden Facetten, mit denen dieses Album die von drei Vorab-EPs gestreuten Erwartungen (über)erfüllt. Da wäre der Opener „iT“, in dem Geschlechterrollen gleich einmal zu süßen Popsounds durcheinander gewirbelt werden. Oder die Single (und davon gibt es hier einige) „Christine“, die mit charmantem Francopop – Letissier singt auf dem Album mal auf Französisch, mal auf Englisch – inklusive Flüstereinlage bezaubert.

Da die Künstlerin ganz offensichtlich auch eine halbe Tänzerin mit großem Bewegungsdrang ist, sind viele der Songs überaus tanzbar und stark elektronisch geprägt. Wie die spacigen Sounds bei „Science Fiction“ unterstreichen, der flotte Beat, der sich durch „Ugly-Pretty“ zieht, oder die satten Bässe und Synthies, die das überaus einprägsame „Narcissus Is Back“ unterstützen.

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Die Christine kann aber auch Drama und Melancholie: „Paradis Perdus“ oder „Nuit 17 a 52“, die sich irgendwie beide von anfänglichen Balladen zu erhabenen Popgrößen aufschwingen, könnten auch die Fans einer Miss Del Rey begeistern, durch die Synthieballade des Titelstücks huschen plötzlich gar Streicher, und mit dem eindringlichen „Here“ setzt die Französin einen starken Schlusspunkt unter ein beeindruckendes Debüt.

Depechemode.de-Wertung:
★★★★★ (4/5)

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www.christineandthequeens.com
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Addison

Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

1 Kommentar

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  1. Radio

    Ich hörte als francophiler bereits 2014 im Juli den Song St. Claude…die Pladde mußte her…ein tolles Album…Electro-Pop…Christine mag Björk und The Knife…also kein Wunder, dass manche Stücke in diese Richtung gehen…leider nicht alle…bin gespannt wie das weiter geht…teilweise koketiert Sie – ACHTUNG – mit den Attitüden von Michael Jackson – kein WITZ!

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