Touch faith!

Reach out: „Personal Jesus“ feiert 25. Geburtstag

Personal Jesus

Wer hätte Mitte der 80er-Jahre gedacht, dass Depeche Mode einmal einen amtlichen Beitrag für die Hall of Fame of Gitarrenriffs hinlegen werden. Ist aber so passiert. Am Freitag feiert einer der größten Welthits der Band sein 25. Jubiläum: Personal Jesus.

Das Lied ist während einer US-Tour der Band entstanden. Songwriter Martin Gore nimmt sich in dem Song in humorvoller, aber bissiger Form amerikanische TV-Prediger vor, die den Menschen schnelles Seelenheil versprechen, wenn Sie nur zum Telefonhöher greifen und sich bekehren lassen. Selbstredend, wir hier nicht von kostenlosen Servicehotline reden. Den Geistlichen ging es um etwas sehr Weltliches nämlich um das schnöde Geld.

Die musikalische Umsetzung des Themas war für Depeche Mode zur damaligen Zeit sehr untypisch. Zu monotonen, stampfenden Beats dominierte die Blues-Rock-Gitarre dominierte derart stark im Vordergrund, dass auch die Rockwelt aufwachte und auf die Electroband aufmerksam wurde. Unter ihnen war auch Country-Rocklegende Johnny Cash, der Personal Jesus einige Jahre später auf seinem Album American IV coverte.

Das Video zu Personal Jesus wurde von Anton Corbijn gedreht. In den USA lief eine leicht geschnittene Version des Clips, weil MTV einen anstößigen Zusammenhang zwischen der Darstellung eines Pferdes und den „Ohs“ und „Ahs“ von Martin Gore in der nächsten Szene entdeckt haben wollte. Nun ja.

Noch einmal zurück zum Gitarrenriff vom Anfang: Wer es einmal selbst erlernen will, den sei dieses Video empfohlen.

Letzte Aktualisierung: 29.8.2014 (c)

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

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Kommentare

  1. Lilian
    1.9.2014 - 16:14 Uhr
    13

    Personal Jesus – ein absolut toller Song auf einem absolult genialem Album.Violator hat mich damals sofort überzeugt! War damals nach 101 mein zweites DM Album – ich höre erst seit ca. 1991 DM.

    Auf Personal Jesus habe ich auch schon eine Dressurreitkür einstudiert – ein dafür wirklich ausgesprochen passender Song!

  2. zero815
    31.8.2014 - 2:44 Uhr
    12

    Das waren noch Zeiten...

    .. die letzte Single von DM in den 80ern.
    Ich saß damals vorm Radio und hatte Gänsehaut. Vielleicht, weil ich schon damals ahnte, dass hier ein ganz großer Song geboren wurde.
    Und die Zutaten stimmten: Geiler Song und Text von Martin, geile Stimme von Dave und der Sound, perfekt auf den Punkt gebracht von Alan.
    Hört euch das Lied mal genau an, da stimmt echt alles: da sitzt jeder Sound auf die 100stel Sekunde genau. Alle Effekte sind genau dem Songtempo nach berechnet und wirken an der Stelle, wo sie sollen.
    Es gibt nur eine Person auf dieser Welt, die die Gabe hat, Martins Songs, Daves Stimme und den elektronischen Sound so zu einem Meisterwerk zu vereinen, dass es ein Hit wird: Alan Wilder.
    Und genau deswegen ist Personal Jesus auch zu einem Meisterwerk von DM geworden. Alles passt perfekt zusammen.