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Querbeats – Roundup März 2020

Anfang März ahnte man vielleicht schon, dass der Welt einige Veränderungen bevorstünden. Aber sicher noch nicht das Ausmaß. Ende März war das anders. Doch währenddessen erschien noch eine Menge interessanter Platten. Hier der Schnelldurchlauf. Mit Fluqx, Islet, Woods Of Birnam, Fritz Kalkbrenner, Bumblebees, Ultraísta, The Slow Readers Club, Baxter Dury, Moaning, Låpsley, Gundelach und Hundreds.

Das Hamburger Label hfn music ist die beste Adresse für gute Musik aus unserem Nachbarland Dänemark (u. a. Trentemøller, Lydmor, Kaspar Bjørke) und mehr. Nun kommen Joel Krozer und Brian Della Valle – kurz Fluqx – aus Kopenhagen dazu, ein Elektronikproduzent und ein Sänger mit einer ohrenschmeichelnden Stimme. Ja, das klingt ähnlich wie bei Yeah But No. Auch klanglich gibt es da Parallelen, über den gemeinsamen Nenner Moderat womöglich. Macht nichts, denn „Monolith“ überzeugt auch an und für sich.


Die Waliser von Islet kann man gar nicht so leicht einordnen. Auf „Eyelet“, seinem dritten Album, streift das Trio gleich einen ganzen Haufen Genres und Stile. Da drehen die Synthies schon mal psychedelische oder trippige Schlieren, werden Tablas geklopft oder schiebt sich verdrehter Männergesang zwischen die sonst eher lieblichen Vocals von Sängerin Emma. Das hält diesen besonderen Dreampop aber stets interessant.


Hier haben wir uns ausführlich mit „How To Hear A Painting“, der neuen Großtat von Woods Of Birnam, beschäftigt.


Zum neuen Album von Fritz Kalkbrenner mit dem Titel „True Colours“ gibt es hier mehr zu lesen.


Auch in der geruhsamen Schweiz kann man Hummeln im Hintern haben. Obwohl diese Hummeln, also Bumblebees, dann doch eher wieder entspannte Vertreter ihrer Art sind. Auf „Dancing Dots In The Dark“ schwebt der Fünfer aus Lugano und Zürich mit seinen Synthesizern (plus Gitarren und Schlagzeug) jedenfalls größtenteils träumerisch leicht durch die Lüfte. Auch der Gesang schmeichelt sich fluffig in die Gehörgänge. Für diese Musik wurde das Wort watteweich erfunden.


Hier findet ihr die Rezension zu „Sister“ von Ultraísta.


Und hier die zu „The Joy Of The Return“ von The Slow Readers Club.


Das maulige und herrlich urbritische Organ von Baxter Dury hört man immer wieder gerne. Der nimmt kein Blatt vor den Mund und erzählt auf seinen kurz und knackig gehaltenen Songperlen – das neue Album „The Night Chancers“ überschreitet die heutzutage magische 30-Minuten-Grenze gerade mal so – die herrlichsten Schoten. Schwelgerisch instrumentiert, mit charmantem Duettgesang zwischen Baxter und wechselnden Sängerinnen. Dury ist und bleibt ein unterschätzter Meister.


Den Düsterwave von Moaning auf „Uneasy Laughter“ haben wir hier besprochen.


Holly Låpsley Fletcher hält man irgendwie immer für eine Skandinavierin, oder? Wegen des Namens, aber auch wegen des kühl elektronischen Sounds. Dabei ist sie Britin, aber das ist ja letztendlich egal. Mit „Through Water“ gibt es nun endlich den Nachfolger ihres großartigen Debüts („Long Way Home“, 2016). Der vielleicht an ein, zwei Stellen etwas mehr in Richtung Pop schaut, ansonsten aber wieder ein Musterbeispiel elektronischen Sounddesigns in Verbindung mit Låpsleys kraftvoller Stimme ist.


Geht ein Norweger in ein niederländisches Naturschutzgebiet und nimmt psychedelische Pilze. Kein Witz, sondern die Entstehungsgeschichte von „My Frail Body“, auf dem Gundelach also sowohl Natur als auch Körper nähergekommen sein will. Wie das klingt? Nun, nach angenehm schwebenden Elektroniksounds, angereichert mit naturnahen Field Recordings. Gastauftritt: Superelfe Aurora


Und unser Album des Monats März kam natürlich von den Hundreds. Die Besprechung zu „The Current“ findet ihr hier.


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Addison
Von Addison

Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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