Moby – "Last Night"

Während es bei den ersten beiden Tracks ooh yeah und I love to move in here noch entspannte Sounds zu hören gibt, die ein wenig an die 70er Jahre erinnern und dabei einen wohligen Chill-Faktor verbreiten, startet die „Letzte Nacht“ mit 257.zero so richtig durch. Geprägt von dem Sound eines analogen Synthies, bekommt dieses Instrumental seinen ganz besonderen Charme.
Mit „Everyday it’s 1989“ zollt Moby dann dem ‚Rave‘ der frühen Jahre Tribut und schafft es gleichzeitig, die dem Hörer doch so bekannten Sounds wieder in ein modernes Gewand zu kleiden, das irgendwo zwischen Vergangenheit und Jetztzeit liegt.

Ein echter „Moby-Ohrwurm“ darf natürlich auch auf „Last Night“ nicht fehlen. Mit der verträumte Midtempo-Nummer Live of tomorrow gibt es genau diesen Ohrwurm, bevor es mit Alice einen kurzen musikalischen Break gibt. Geprägt von Rap und einem schleppenden Beat blickt Moby hier kurz auf den auch schon in den 90er Jahren verbreiteten HipHop, bevor moderne Electrosounds bei I’m in love wieder das Steuer übernehmen und die „heiße“ Phase des Albums einläuten. Mit der Single Disco Lies und The Stars bleibt es clublastig, bevor die letzten vier Tracks das Tempo stark drosseln und „Last Night“ zum Ende hin in ein sphärisches Chill-Out Experiment verwandeln.

Moby hat es auf seinem Konzeptalbum Last Night geschafft, den Ablauf eines langen Partyabends in 60 Minuten Musik zu fassen. Zwischen die versprochenen Uptemponummern gesellen sich einige ruhigere Instrumentals, die die CD in ihrer Anordnung abrunden und dafür sorgen, dass der Spannungsbogen perfekt aufgebaut wird.
Im Großen und Ganzen ist „Last Night“ ein überzeugendes Album geworden, das einmal mehr die Wandlungsfähigkeit des New Yorkers beweist. Trotzdem wäre hier und da etwas mehr Material für die Tanzfläche wünschenswert gewesen.

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Letzte Aktualisierung: 6.4.2008 (c)

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Kommentare

  1. 20.9.2008 - 11:50 Uhr
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    Moby ist echt cool und motiviert nicht stehen zu bleiben,auch seine sozialen Aspecte machen Ihn symphatisch!Werde auch mal reinhören und wünsch Euch auch viel Spaß beim grooven;-)!Gruß vom Doc Matyl Project

  2. Andi
    7.4.2008 - 22:21 Uhr
    1

    Moby schafft es auf diesem Album, seine ungeheure musikalische Bandbreite zu präsentieren. Er lässt sich zum Glück nicht auf ein Schema pressen.
    Da müsste zumindestens für jeden Electro-Disco-Fan was dabei sein.
    „Last Night“ ist eine Nacht zusammengefasst auf 62 Minuten.
    Die Single „Disco Lies“ ist eine treibende Disco-Nummer mit ordentlich Hitpotential und einer mitreißenden Shayna Steele als Sängerin.
    Unbedingt kaufen!