TV-Tipp

MDR zeigt TV-Doku über „Depeche Mode und die DDR“

Anlässlich des 30. Jahrestags des legendären Konzerts von Depeche Mode in der Ost-Berliner Werner-Seelenbinder-Halle widmet sich der MDR mit einer Dokumentation dem Fankult in der ehemaligen DDR.

Depeche Mode genossen in der Ostrepublik eine riesige Popularität. Die Anhänger organisierten sich in zahlreichen Fan-Clubs, wo sie gemeinsam zur Musik der vier Engländer feierten und versuchten, den coolen Look ihrer Stars nachzuahmen.

Ein Autorenteam des MDR ist dem Fankult im Osten der 80er-Jahre jetzt in einer ausführlichen, fast 90-minütigen Dokumentation nachgegangen. Zahlreiche Zeitzeugen berichten von ihrem Fan-Dasein jenseits des eisernen Vorhangs. Historische, bislang nicht gezeigte Aufnahmen des Fan-Clubs Zwickau geben einen Einblick in die Fan-Kultur von damals.

Weitere Informationen zur Sendung findet ihr auf der Webseite des MDR

Depeche Mode und die DDR
Just can’t get enough

MDR, Sa 10.03, 22:45Uhr
Dauer: 89 Minuten

Letzte Aktualisierung: 2.3.2018 (c)

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

53
Kommentare

  1. Olaf
    3.3.2018 - 13:30 Uhr
    10

    Die Karten wurden damals ‚mit der Gießkanne‘ über Schulen und Berufsschulen in Ostberlin verteilt. Bei uns bekam jede Klasse 2 Karten und durfte selbst darüber entscheiden wer die letztlich bekam. Ich habe in der Halle keine FDJ-Hemden oder Stasi-Statisten gesehen. Und auf den wenigen Fotos die man im Netz immer wieder findet sieht es auch nicht danach aus, als wären dort überwiegend solche Gestalten gewesen. Insoweit war der Anteil der echten Fans wohl höher als beim letztjährigen Magenta-Event in Oberschöneweide…

    Und ja: People are People wurde gespielt.

  2. Depeche Mode Fanbase Germany 2018
    3.3.2018 - 11:25 Uhr
    9

    Coole Sache. Ich halte zwar nichts von diesen dritten Programmen, aber in dem Fall mache eine Ausnahme. ;)

    Es sollte allerdings meiner Meinung nach nicht nur der Kult und die Musik betrachtet werden, denn auch die politischen Rahmenbedingungen zu dieser Zeit haben dem ganzen den uns bekannten „Spirit“ verliehen.

    „I can’t understand
    what makes a man
    hate another man
    help me understand.“

    So heißt es in „People are people“. Ich finde, kein Lied von Mode trifft die Thematik besser als das. Keine Ahnung, ob es damals gespielt wurde – vielleicht war ja jemand hier dabei und kann berichten – aber in jedem Fall dürfte es in der DDR ein Willkommenes Geschenk gewesen sein.

    Dieses Konzert damals war eine einmalige Sache – und das ist auch gut so! Später kam zusammen, was zusammen gehört. Unrecht und Teilung nahmen ein Ende und schließlich konnte man sich als Teil einer gesamtdeutschen Fangemeinde sehen.

    Ich für meinen Teil finde, dass wir dankbar sein können. Menschen nahmen ihren ganzen Mut auf und haben sich eingesetzt für das, was wir in unserer Nationalhymne besingen, nämlich für Einigkeit und Recht und Freiheit“ – wohlwissend, dass es hätte unschön enden können. Stattdessen verlief die Einheit friedlich und glücklich – mit dem uns bekannten Ende – und darauf können wir stolz sein. ;-)

    Die Einheit ist ein Geschenk. Für uns und für kommende Generationen. Das sollten wir ehren und uns immer daran erinnern, wie gut es uns geht, denn anderen geht es nicht so. Schimpfen ist einfach, doch genießen wir Freiheiten, die anderswo mit Füßen getreten werden. Das sollten wir nie vergessen.

    Und bevor nun jemand sagt „Was hat das bitte mit Depeche Mode zu tun?“, dem empfehle ich, mal in den Texte zwischen den Zeilen zu lesen und öfters Nachrichten zu schauen. Denn Freiheit beginnt unter anderem darin, dass man selber entscheiden kann, ob man zu einem Depeche Mode Konzert geht oder „Spirit“ besser findet als „Violator“, nur so als Denkanstoß. ;-)

    • Nerv
      4.3.2018 - 1:01 Uhr
      9.1

      Was läuft bei dir schief, wenn du Freiheit damit definierst, selbst entscheiden zu können, ob du Depeche Mode hörst oder nicht. Und welche Nachrichten soll ich sehen? Staatsfernsehen, Bild-Zeitung u. Co., wo man täglich belogen wird? Aber es stimmt schon, einigen Menschen geht es noch zu gut und sie peilen nicht, was auf sie zukommt. Wehret den Anfängen, leider verpassen das Typen wie du. Aber gut, bei Kim herrscht natürlich weniger Freiheit … na denn…. Die einzige Freiheit, die du hast, ist hier ständig deinen Senf abzulierfern.

      • Depeche Mode Fanbase Germany 2018
        4.3.2018 - 11:09 Uhr

        Ach weißt Du, Rick… In diesem Fall nehme ich mir einfach die Freiheit, deine Beiträge für mich als minderwichtig zu deklarieren und nicht wirklich ernst zu nehmen.

        Bis morgen. ;-)

  3. Daniel
    3.3.2018 - 9:23 Uhr
    8

    Ja da werden ganz viel Erinnerungen wach
    An eine Zeit und auch ein Land das schon lange Geschichte ist!
    Um im Herzen und Gedanken doch immer noch so nah!
    D?M

  4. PTA
    2.3.2018 - 18:46 Uhr
    7

    am 7.3.

    wird auf Grund des Jahrestages 1988 auf mdr jump den ganzen Tag Depeche Mode gespielt ?

    • Cora
      2.3.2018 - 20:11 Uhr
      7.1

      Sehr geil !

      Danke für Deine Info!

    • Matthias
      3.3.2018 - 19:49 Uhr
      7.3

      Das glaube ich erst...

      …wenn ich es mit eigenen Ohren höre! Es war immer ein Graus, wenn dieser Sender die Konzerte in Sachsen präsentiert hat und ihren „Musikwagen“ vor dem Tor aufgebaut hat. Dann wurde man nämlich den ganzen Tag mit Mainstream-Müll zugespielt!

      • Frieda
        3.3.2018 - 20:06 Uhr

        Bleib ganz entspannt. An diesem besagtem Tag werden auf Jump stündlich ein dM Titel gespielt!!! Ist halt ein Mainstreamsender….und das allgemeine Volk macht man mit Musik von depeche Mode nicht wirklich glücklich!!!

  5. boosht
    2.3.2018 - 18:24 Uhr
    6

    Verdammt...

    …bin ich doch schon 56? Hatte mich all die Jahre 10 Jahre jünger ausgegeben. :-)

  6. Frieda
    2.3.2018 - 17:21 Uhr
    5

    Das ist ja stark. Da werden viele Erinnerungen wach. Dankeschön, cooler Tip!!!
    @schuelbe: Genau, wir haben ALLES nachgeholt, es ging ab Oktober 1990 mit der World Violation Tour los und zog sich bis Januar 2018 Spirit Tour!!! Einfach irre!!!!

  7. Dresden72
    2.3.2018 - 17:11 Uhr
    4

    Es gab

    .. viel mehr als dieses eine Konzert.. ma sehn wie gut die Doku wird. (Soweit ich mich erinnere, kannten die wenigsten von uns ‚Just can‘ t geht enough‘ – das nur am Rande)

  8. schuelbe
    2.3.2018 - 16:06 Uhr
    3

    Lang, lang ists her u viele, wenn nicht sogar alle Karten gingen damals an Linientreue, die gewöhnlich mit DM nix zu tun hatten u den paar wirklichen Fans sei es gegönnt, dabei gewesen zu sein!

    Im Prinzip wie bei Fussballspielen zwischen Ost u West!

    Aber wir konnten dann ja alles NACHHOLEN!!!

    • Matthias
      5.3.2018 - 13:04 Uhr
      3.1

      Es gab ...

      … schon immer diese Gerüchte über „Linientreue“ die Karten bekommen haben und alle richtigen Fans haben in die Röhre geguckt. Was für ein Unfug!
      Richtig ist, dass es für jede Berliner Schule Karten gab und diese darüber bestimmt haben, wie diese verteilt wurden. Wie es dann vor Ort in der Schule geregelt worden ist, war sicher sehr unterschiedlich und sicher hat nicht jeder, der Fan war eine Karte bekommen (Wie auch, die Halle war ja nicht besonders groß). Aber diese Märchen mit nur „Linientreuen“ im Blauhemd zum Konzert gehenden Menschen sind totaler Schwachsinn.
      Ich habe jedenfalls kein einziges Blauhemd in der Werner-Seelenbinder-Halle gesehen. Schon damals stand eher ein „Black Swarm“ vor der Halle.
      Mein erstes Depeche Mode Konzert bleibt mir sicher auch aufgrund der Begleitumstände unter denen dieses Konzert stattgefunden hat immer in Erinnerung :-)

    • 52er
      6.3.2018 - 13:54 Uhr
      3.2

      Dieses hirnlose Geseiere über Linientreue geht einem ...

      gewaltig auf den Sack.

      Wo war denn die Linientreue in den 80er Jahren der DDR hin? Sie war da längst im Selbstauflösungsprozess begriffen. Jeder hat halt brav seinen Job gemacht, die wenigsten haben sich nen Kopp über gesellschaftlich notwendige Veränderungen gemacht und die meisten haben sich irgend ne Nische gesucht, um es sich abseits des täglichen Broterwerbs irgendwo gemütlich zu machen.

      FDJ & Co. wurden doch damals schon längst nicht mehr ernst genommen. Lediglich das Problem mit der freien Meinungsäußerung, das war wirklich ein Problem. Das konnte für jeden persönlich unangenehm werden. Und ja, die wenigsten hatten das Kreuz, sich den Scheiß anzutun.

      Und das DM – Konzert war eines der Pflaster, welches ausgepackt wurde, um der DDR – Jugend zeigen zu können, dass man in der Lage war, auch große Stars in die DDR zu holen. Das war mit Springsteen und Co. auch nicht anders. Das war der untaugliche Versuch, die DDR – Jugend noch für den Laden bei der Stange zu halten.

      Wer an das Ammenmärchen glaubt, dass beim DM – Konzert in der Werner – Seelenbinder – Halle nur Funktionarios waren, scheint tatsächlich noch an den Osterhasen und den Weihnachtsmann zu glauben und kann kaum in der damaligen DDR groß geworden sein.

      Grüße
      Jens

  9. Anja
    2.3.2018 - 13:33 Uhr
    2

    30. Jahrestag!?

  10. Tom Krabbes
    2.3.2018 - 13:33 Uhr
    1

    Ich glaube das sind eher 30 Jahre ?. Da es DM „erst“ 38 Jahre gibt und das Konzert außerdem 88 war