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Interview mit Victor Indrizzo

victor_photo.gifAm 11. Mai 2007 stehen Dave Gahan, Victor Indrizzo, Vincent Jones und Martyn LeNoble bei den „3rd Annual MusiCares MAP Benefit Concert“ in Los Angeles erstmals seit 2003 wieder zusammen auf einer Bühne.

depechemode.de sprach mit Drummer Victor Indrizzo über seine Arbeit, über die Band um Dave Gahan, den Auftitt in L.A., über eventuelle Solopläne von Dave und natürlich über Depeche Mode…

depechemode.de : Hallo Victor, schön dass du dir die Zeit genommen hast, ein paar Fragen zu beantworten. Wie geht es dir und was hast du seit Ende der „Paper Monsters“-Tour gemacht ?

Victor Indrizzo : Mir geht es gut, danke ! Ich habe Platten und Babies gemacht. Wenn man im Netz nach mir sucht, findet man einige Platten, auf denen ich gespielt habe.

depechemode.de : Wie kam es damals eigentlich zur Zusammenarbeit ? Kannte man sich als Musiker bereits vorher persönlich ?

Victor Indrizzo : Ich kannte Dave schon eine ganze Weile. Wir sprachen schon c.a. 8 Jahre davon, etwas zusammen zu machen. 2002/3 hat dann einfach alles zusammengepasst…

depechemode.de : Depeche Mode-Fans haben den Ruf ein kritisches, extrem loyales und bandfixiertes Publikum zu sein. Trotzdem war das Verhältnis zwischen euch als „neue“ Band von Dave und den Fans von Anfang an sehr herzlich. Habt ihr damit gerechnet und wie erklärt ihr euch das ?

Victor Indrizzo : Um ehrlich zu sein wusste ich nicht, was ich zu erwarten hatte. Was ich aber sagen kann ist, dass ich sehr viele wunderbare Fans von Dave getroffen und auch zahlreiche Briefe von ihnen bekommen habe.

depechemode.de : Am 11. Mai steht ihr in Los Angeles seit 2003 erstmals wieder zusammen mit Dave auf einer Bühne. Hattet ihr in der Zwischenzeit Kontakt untereinander ?

Victor Indrizzo : Wir sind alle in Kontakt geblieben, ja. Wir waren ja schon lange vorher miteinander befreundet und ich bin mir sicher, dass wir es auch in Zukunft bleiben werden.

depechemode.de : Laut Pressemitteilung ist Knox Chandler nicht mehr dabei, was ist der Grund dafür ?

Victor Indrizzo : Das würde ich so nicht sagen. Es ist nur etwas anderes, als auf einer langen Tour zu sein. Es ist sozusagen keine „echte“ Show und da es in L.A. stattfindet, spielen eben die Jungs aus L.A. Es wäre möglicherweise anders, wenn die Show in New York wäre.

depechemode.de : Chris Cornell wird bei diesem Event für sein Engagement im Kampf gegen Alkoholismus ausgezeichnet. Auch in Deutschland ist es gerade ein aktuelles Thema in den Medien, nachdem sich letzte Woche ein 15-jähriges Mädchen ins Koma getrunken hat. Wie kam es zur Teilnahme an diesem Benefiz-Konzert, wer hatte die Idee dazu und wie wichtig ist es euch, dort zu spielen ?

Victor Indrizzo : Jonathan Kessler rief uns an und fragte, ob wir Interesse hätten dort aufzutreten. Ich war natürlich erfreut, denn es ist ein guter Anlass, bzw. Grund dort zu spielen. Das ganze ist ein Thema, zu dem ich auch persönlich einen Bezug habe und welches mir sehr am Herzen liegt, denn ich bin selbst seit 10 Jahren trocken. Ich glaube mit besserer Aufklärung (weltweit) würde es weitaus weniger dieser Meldungen, wie du sie mir z.B. aus Deutschland berichtet hast, geben.

depechemode.de : Bei der Gala wird man auf den Ausschank von Alkohol verzichten. „Sex, Drugs and Rock´n´Roll“ galt andererseits seit jeher als typisches Aushängeschild für ein Musikerdasein. Hat dieses Modell ausgedient und wie ernst nimmt man deiner Meinung nach solche Veranstaltungen in Musikerkreisen?

Victor Indrizzo : Ich glaube es kommt darauf an, wen du dazu befragst. Für mich persönlich hat es ausgedient, es ist zu gefährlich. Es macht Spaß genug, Musik zu machen oder Sex zu haben, dazu braucht man keine Drogen.

depechemode.de : Wie wird euer Beitrag aussehen ? Gibt es ein kleines Konzert oder beschränkt sich der Auftritt auf einen oder vielleicht zwei Songs ?

Victor Indrizzo : Soweit ich weiß werden wir nur 2 Songs spielen. Ich wünschte aber, wir würden mehr spielen…

depechemode.de : Darfst du uns verraten, was ihr live spielen werdet ?

Victor Indrizzo : Um ehrlich zu sein : ich weiss es selber noch nicht, denn wir haben noch nicht darüber gesprochen.

depechemode.de : Dave hat sich damals auf „Paper Monsters“ erstmals als Songwriter verwirklicht. Auf dem letzten Depeche Mode-Album gab es wieder Songs aus seiner Feder. Was hältst du von seinen Texten ?

Victor Indrizzo : Ich liebe seine Texte. Dave ist ein wundervoller Mensch und das zeigt sich für mich in allem, was er tut…

depechemode.de : Die letzte Depeche Mode–Tour lief weltweit mehr als erfolgreich, die Konzerte in Europa waren innerhalb von ein paar Minuten ausverkauft. Hast du die Band 2005 einmal live gesehen ?

Victor Indrizzo : Ja, ich habe sie gesehen. Unglaublich !!!

depechemode.de : Ich nehme an, du kanntest Depeche Mode bereits vor deiner Zusammenarbeit mit Dave. Was macht deiner Meinung nach den anhaltenden Erfolg von Depeche Mode aus ?

Victor Indrizzo : Großartige Songs, großartige Performer und großartige Fans…

depechemode.de : Euer gemeinsamer Auftritt in L.A. gilt vielen Fans im Moment als Indiz auf eine weitere Zusammenarbeit bzw. auf ein neues Soloalbum von Dave. Gibt es derzeit Planungen diesbezüglich ?

Victor Indrizzo : Dazu kann ich derzeit noch nichts mit Sicherheit sagen, aber ich hoffe es…

depechemode.de : Wir bedanken uns herzlich für das kurze aber informative Interview. Einen herzlichen Gruß senden wir an dieser Stelle aus Deutschland an Dave und die Band.

Victor Indrizzo : Ich danke Euch und entschuldigt bitte, dass es so lange mit der Beantwortung gedauert hat. Mein jüngstes Kind hält mich derzeit auf Trab…

Bis dann, Victor

Interview : Dennis Burmeister (dm.de) | Übersetzung : J. Hauck / S. Buurmann

Sven Plaggemeier

Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

22 Kommentare

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  1. ja richtig ebb. verteidige deine band!! das kann ja icht angehn. hahaha. ihr seid alle so köstlich.

  2. Ich habe selten so einen Mist gelesen, wie die beiden letzten Beiträge hier. Und manchmal muss man sich als Fan wirklich schämen! Nicht der Band wegen, sondern eher wegen solch dummen und unqualifizierten Auftritten von angeblichen Fans. Der Erfolg gibt der Band Recht! Und den musikhistorischen Wert der Band Depeche Mode an „Robbie Williams“ oder „Tokio Hotel“ zu messen, ist an Dummheit und Unwissenheit kaum zu übertreffen.

  3. ich meine hallo wo sind daves drogen wo sind die pläna für die zukunft wo sind die skandale jetzt ist es echt ruhig geworden schade!!!!!!!!!!!heute hat williams und tokio hotel das sagen zum kotzen!!!

  4. leute ich finde dm klasse aber das ist nicht mehr das selbe wie die devotional tour oder ultra!!!!!!!!!! leider sind die jungs in die jahre gekommen und seit 98 ist von damals nix zu spühren

  5. Informatives Interview, Danke dafür!

    Ein kleiner Kritikpunkt allerdings: der Fall das sich ein 15-jähriges Mädchen ins Koma getrunken hat, ist wohl so nicht richtig recherchiert. es handelte sich dabei um einen 17-jährigen Jungen! ;-)

  6. „The Pain is stripped my down to the bone
    The reality is my painful truh,
    the reason is you
    It’s like an open wound,no forgivnes
    an no sound“

    Pain and Harmonie

  7. hallo leutz….

    hier mal ne neue nachricht: dave hat in new york ein restaurant aufgemacht….

    http://www.thebitterapple.com

    Welcome to the bitter apple

    grand opening – June 7th, 2007 (closed to the public – watch depechemode.com for chances to win admission)

    opening night entertainment – Guest DJ sets from Martin Gore and Andrew Fletcher.

    Dave Gahan, lead singer of the band Depeche Mode, widens his artistic expression on June 7th, and opens up his first restaurant. Named “the bitter apple”, after Gahan’s song “Bitter Apple” (from his first solo album, “Paper Monsters”), the restaurant opens the door for Dave to express his culinary side. “I’ve always wanted to open up a restaurant, but with obligations to Depeche, as well as my solo career, I never had the time. Now is the time.”

    Taking over the restaurant site formerly known as Poetessa, the bitter apple promises to be one of the cooler restaurants in the NYC area. With a small sound stage in the back of the restaurant, owner Dave Gahan promises to “have the joint rocking”.

    the bitter apple
    92 2nd Ave (Cross Street: Between 5th Street and 6th Street)
    New York, NY 10003-8313 – view map
    Directions: 6 at Astor Pl; F, V at 2nd Ave

  8. „VÖ etwas früh“aufgrund derVeröffentlichung der Nachricht vom 23.03 und Tracklist statt…

  9. @all:

    Ich habe mit Mute Kontakt aufgenommen. Die haben mir bestätigt, dass es sich um einen April-Scherz gehandelt hat bzgl. der Best of Volume 2. Naja, mit VÖ etwas früh, aber bei der Trecklist schon nachvollziehbar.

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