In der britischen Stadt Basildon, wo Depeche Mode 1980 zunächst unter dem Namen als „Composition of Sound“ gegründet wurden, wächst der Wunsch der Fans nach einer sichtbaren Anerkennung der Band. Darüber berichtet jetzt die BBC.
Aktuell weist lediglich eine kleine Gedenktafel an der James Hornsby School (ehemals Nicholas School) darauf hin, das die Band dort ihren ersten Auftritt hatte. Außerdem hängen einige Porträts der Bandmitglieder im örtlichen Towngate Theatre. Doch eine sichtbare städtische Ehrung im öffentlichen Raum fehlt.
Gegenüber der BBC fordert der Sänger der Tribute-Band „The Devout „, Barclay Quarton: „In Basildon sollte es eine Art Wandbild oder etwas anderes geben, das Touristen aus der ganzen Welt anzieht, um zu sagen, dass hier Magie geschaffen wurde.“
Tatsächlich zieht es jährlich Anhänger der Band aus der ganzen Welt in die Kleinstadt, die rund 40 Kilometer nordöstlich von London liegt. Für sie organisiert Deb Danahay, die in den Anfangsjahren den Depeche Mode Information Service leitete und mit Gründungsmitglied Vince Clarke liiert war, für Fans Touren durch das beschauliche Basildon. „Die meisten von ihnen denken, dass sie ins Stadtzentrum kommen und es dort Statuen der Band geben wird – sie sind wirklich schockiert, dass es keine gibt“.
Eine öffentliche Stellungnahme des zuständigen Basildon Council zur Forderung der Fans liegt trotz des BBC-Berichts nicht vor.
Laut BBC haben Dave Gahan und Martin Gore eher durchwachsende Erinnerungen an ihre alte Heimat. Gore werde mit den Worten zitiert: „Ich habe Basildon wirklich gehasst. Ich wollte so schnell wie möglich weg… Ich habe gehört, dass es heutzutage ein ziemlich schrecklicher Ort ist“, während Gahan es so ausdrücke: „Alles, an das ich mich über Basildon erinnere, ist, dass es schrecklich war.“
Ich finde den Aspekt interessant, dass Bands und ihre Lieder in Vergessenheit geraten können. Wir aus diesem Forum werden zum Glück nicht erleben, dass dM irgendwann einmal vergessen sein wird, aber während es vor zehn oder 15 Jahren noch eher die Ausnahme war, dass jemand dM nicht kannte, höre ich heute von den Jüngeren schon ziemlich oft den Satz „Depeche Mode – kenne ich nicht“… Gemeint ist damit oft „kenne ich nicht BEWUSST“, denn einige Songs und Melodien erkennen die meisten, ihnen ist aber oft nicht bewusst, WAS sie gehört haben. Welche Band und welche Songs.
Ich glaube, das ist das „Problem“ von heute. Dieses hat nicht nur mit dem Musikangebot von heute (andere Bands, andere Stile) zu tun, sondern auch mit der Art des Musik-Konsums. Alles ist schneller und kurzlebiger geworden. Jeder Song von jeder Band ist rund um die Uhr verfügbar. Musik wird austauschbar, Musik verliert ohne physische Tonträger etwas von ihrer Langsamheit und dem Bewusstsein, mit der man früher CDs oder LPs gehört hat. Man nahm den Tonträger in die Hand und war darauf fokussiert, was man hören würde und konsumierte die Musik konzentriert und bewusst. Das war eine ganz andere Form des Musik-Konsums als beim passiven Berieseltwerden aus dem Dudelfunk, dem Webradio oder der Playlist.
Während es heute bereits unzählige Songs gibt, deren Wiedergaben in Streaming-Diensten oder auf Video-Plattformen die Schallmauer von einer Milliarde Wiedergaben erreicht haben, werden dM dies in absehbarer Zeit wohl mit keinem ihrer Songs schaffen. Das ist nicht weiter schlimm, zeigt aber wie sich die Welt, der Musikkonsum und die Musik selbst in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewandelt haben.
Letzten Endes sollte man dM vielleicht ein besonderes Denkmal setzen, das mehrere Sinne erfasst und nicht nur physisch vorhanden ist… Dann könnte ihre Musik tatsächlich ewig weiterleben.
Du schreibst und denkst zu viel? Hast du keine Arbeit?
Huch, wo kommst du denn her, Mara…..????? Falsche Seite!!
Ja … genau alles entweder Bürgergeldempfänger oder
sozial vereinsamte Menschen.
So traurig:(
Der Prophet will vom eigenen Land nichts wissen und umgekehrt.
Ein Museum in den Hansa-Studios, nicht nur über DM, würde ich als sinnvoller erachten.
Pink Floyd hatten im Victoria & Albert Museum London eine eigene Ausstellung, Das Bowie Centre eröffnet demnächst in London.
Engländer lieben und würdigen ihre
Stars , auch Schauspieler haben in
England einen besonderen kulturellen Status , Sir Alec Guinness, Peter Sellers, Daniel Day Lewis wurde zum
Ritter geschlagen für seine Verdienste auch als Shakespeare Darsteller und
Hollywood Erfolge.
Ich würde den bekannten Spruch über den Propheten nicht pauschalieren, zumindest nicht wenn es um Engländer geht : )
Aber das mit dem Hansa Studio finde ich selbst ne starke Idee , sollte mMn
aufgegriffen werden, Vor einigen Wochen lief im Abendprogramm des RBB the Sound of Berlin, wo iS Hansa
Studio insbesondere Bowie und Iggy‘s
Berlinjahre gezeigt wurden. Leider blieben Depeche Mode unerwähnt
: ( aber auch U2. Die Hansa Studios
haben mMn einen kulturellen Wert.
Auch München und seine Aufnahme
Studio‘s und ihre Bedeutung für die
Musikszene sind erwähnenswert.
Beste Grüße
In mehreren Filmstudios Hollywoods gibt es Galerien, die erfolgreiche, vor allem Oscar-prämierte Filme darbieten. Die Ausstellung zeigt zum Beispiel den Oscar (als Kopie), Filmplakate oder besondere Filmrequisiten.
Ein Personenkult findet nicht statt.
Mit einer Ausstellung in den Hansa Studios in ähnlicher Form hätte ich auch keinerlei Probleme. Allerdings finde ich den hier zum Teil favorisierten Personenkult persönlich unangemessen. Es sollten die von Martin, Dave, Alan (und Vince) bisher geschaffenen Werke geehrt werden, nicht die Personen selbst.
Zumal ich überzeugt davon bin, dass die Vorgenannten einer Glorifizierung ihrer eigenen Person eher kritisch gegenüber stehen.
Und zum Thema Basildon:
Heimat ist und bleibt Heimat – auch wenn Dave und Martin sich vor Jahrzehnten eher abwertend gegenüber Basildon geäußert haben. Dort sind ihre Wurzeln, dort liegen die Anfänge von dem was sie heute sind: eine der erfolgreichsten Bands. Und vielleicht wäre alles anders gekommen, wären sie in einer anderen Stadt aufgewachsen. Wer weiß das schon.
An @Joel gerichtet:
Ich finde es ausgesprochen schade, wenn jemand hier der Meinung ist, das er sich für das Hören oder Schätzen anderer Musik und Künstler rechtfertigen oder sogar verteidigen muss.
Naja, Personenkult hat es ja schon immer gegeben (wie bereits hier geschrieben wurde). Findet auch zu Lebzeiten dieser Personen bis heute statt, in verschiedenen Formen (viele Fans himmeln ja nicht nur die Musik von DM an, grins). Für mich nicht zu trennen. Schade nur, dass viele Gedenken und Ehrungen erst nach dem Tod stattfinden und diese Personen es nicht mehr mitbekommen. Ok, sie selbst mögen es vielleicht anders sehen…..
Mit Sicherheit sehen sie es anders.
Depeche Mode hat immer betont, dass ihre Musik im Vordergrund steht. Sie haben es immer vermieden, sich selbst als alleinige Inspirationsquelle darzustellen. Wir alle wissen, dass ihre Texte vielschichtig sind. Oft genug gab es auf dieser Seite die unterschiedlichsten Interpretationen der Lyrics. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, dass sie jemals aktiv eine Verehrung ihrer Person gefördert hätten. Eher das Gegenteil ist der Fall. Depeche Mode fühlen sich als Teil einer Gemeinschaft von Musikliebhabern. Zudem Martin auch als ausgesprochen schüchtern und zurückhaltend gilt.
Und wenn man/frau sich das vor Augen führt, dürfte es jedem schwerfallen, sich vorzustellen, das Depeche Mode Statuen oder womöglich sogar ein Denkmal enthüllen mit Figuren, die ihnen ähnlich sehen.
Ich bin zu 100 % davon überzeugt, das sie dies ablehnen würden.
Fakt ist Andrea, dass die Band Depeche Mode bedeutend ist und war, vor allem bei ihren Fans. Begriffe wie Personenkult und Denkmal lassen sich dehnen, gibt es, wie bereits erwähnt in verschiedenen Formen, nicht nur als „Bronzestatuen“. Manch einer bezeichnen die Mitglieder von DM sogar als Götter. Und nun??
Ist ja wohl alles subjektiv. Auch Meinungen darüber, ob sie Ehrungen, egal welcher Art ( Bronzestatuen inbegriffen) annehmen würden.
Explizit ablehnen tun sie es jedenfalls nicht oder habe ich was verpasst?
Und warum sie damals in GB diese eine Ehrung abgelehnt haben versteht sich ja von selbst. Alle anderen wurden angenommen, auch der Stern.
Auch wenn DM eine weitere „sichtbare Ehrung“ nicht wollten, gibt es genug Fans, die
sich freuen, dafür einsetzen und diese unterstützen würden. Dieses „Denkmal“ besuchen würden. Fordern würde ich es allerdings auch nicht (wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob „fordern“ die korrekte Übersetzung war).
Mögliche Übersetzungen:
– etwas fordern/für notwendig erachten (call for sth)
– eindringlich bitten (urge sb)
Stammt aus den englischen Artikeln (als weitere Info sind die
sehr interessant und ausführlich):
https://www.side-line.com/depeche-mode-fans-urge-hometown-tribute-basildon/
https://www.bbc.co.uk/news/articles/c4gzvvgyejpo
Ui Ui Ui … also mit der Bezeichnung
„Götter“ bin ich selbst äußerst zurück haltend. Die Götter auf dem Olymp waren alles andere als freundliche Onkels und Tanten. Die waren oftmals missgelaunt, launisch und unberechenbar. Da kommt ein cooler Typ, meint es gut mit uns Menschen, bringt uns das Feuer und wird dafür
an nen Felsen gekettet. Und täglich grüßte der hungrige Adler.
Nein, Musik selbst kann etwas „göttliches“
auf einen Menschen haben, irgendwie ein Wellness Programm für Seele und Psyche. Vielen hier bei Songs von DM, vielen ebenso aber auch bei Songs
anderer Bands und Künstler und vielen anderen ungeachtet von Genre und Musikstil.
MMn Andrea hat Recht iS „DM Denkmal“ aber nochmals jedem in unserer Republik ist es frei überlassen, ein „ Denkmal“ seiner Lieblingsband sich zuhause hinzustellen oder Räumlichkeiten wie ein eigenes DM Museum zu gestalten, gerne auch mit öffentlichen Zugang
( Gewerbe ). Aber was offizielle Denkmäler in der Öffentlichkeit betrifft bewegen wir uns in einer ganz anderen Kategorie, wie schon beschrieben und diskutiert.
BuLG
Statuen und Denkmäler im Zusammenhang mit DM finde ich Fehl am Platz. Diesem Empfinden von mehreren hier schließe ich mich an.
Ließt man mal den Text von Monument, so ist da was Wahres dran. „Work all of my days for this kind of praise. It fell down“ …Wenn ein Mensch alles dransetze, um angehimmelt und anerkannt zu werden, so sei es umso wahrscheinlicher, dass ihm dies dauerhaft auf die Füße fallen werde.
Also: Ein Denkmal! könnte eine Last im Bauch sein!
Es gibt zwar freundliche Denkmäler. Und freiheitliche Mahnmale. Aber eine Praxis von plastischen Abbildern ist wirklich aus einer anderen, vergangenen Zeit übriggeblieben. Statuen sind zu häufig Personenkult, weil idealisierend oder leider auch um einzuschüchtern. Götter ähnlich!
…Nee, Danke! Ist zumindest meine Überzeugung.
Dagegen Museen an Orten mit Referenzen sind immer eine gute Idee! Stimme ich zu.
DM-assoziierte ‚Reliquien‘ und verschiedene Fotossteecken ausstellen! Mediales und Akustisches oder gerne auch Interaktives inbegriffen!
Selbstverständlich eignen sich insbesondere Metropolen für Museen, weil da eh Besucher zugegen sind, die aufgrund der vielfältigen(!) Möglichkeiten und Sehenswürdigkeiten
anreisen. Während eben anders in Basildon, wo der Ausflügler meist hinfährt wegen(!) DM. Genau.
…Aber! Basildon darf schon auch so ein Museum bekommen!!!
In manchen darüber erschrockenem Kommentaren wird teilweise getan, als müsste dafür der Musikinteressierte in die ganz tiefen Etagen von Coruscant sich wagen…
Deswegen habe ich mir mal Basildons Infrastruktur auf „Karten“ angeschaut: Heutzutage (man merkt, daß London und Handel nicht weit sind) finden sich Freizeitangebote, Seen, Parks und Grünflächen, Restaurants und Hotels in Basildon.
Also spielt wohl schon eine Rolle, wo in der Stadt genau man so eine Sehenswürdigkeit ansiedeln würde.
Bspw. große Modem-Art Portraits der Bandmitglieder hängen heute bereits im Towngate Theatre.
Es müssen in einer nicht-touristischen Stadt ja keine goldenen Hallen sein! Sondern gemütlicher. Und mit Café und Tee angeschlossen, für generelle Nutzung. Ein modernes Wandgemälde finde ich auch eine gute Idee.
Kunst zum Hinschauen und Entdecken! Vor allem: Eine Würdigung eben nicht aus Eitelkeit, sondern aus Bedarf.
Es geht -wie an jedem Ort- darum, diesen Bedarf festzustellen, dann einen Vorschlag auszuarbeiten, der kommunal machbar wäre und generellen Anklang finden könnte.
Irgendwas auf den Spuren der Geschichte der Band.
Klar, Basildon ist gewiß nicht posh oder flächendeckend reich wie z. B. ein königlich inspiriertes Escott. Gibt’s ja nix wegzudiskutieren.
Jedoch sind die normalen Lebensstandards in England -in vielen Regionen bzw. vielen Stadtviertel- bekanntlich sehr viel niedriger als auf dem (west)europäischen Festland.
Wiederum Depeche Mode sind aus Basildon weggegangen und fühlten sich woanders wohl—weil sie das Geld dazu hatten, in die allerbesten Gegenden zu ziehen! Man kann -im Umkehrschluss- schnell auch in Grgenden in Kalifornien oder in Paris, London oder NYC etc. deutlich eingeschränkt oder in Armut leben müssen!
…Worum es im Zusammenhang mit Würdigung aber nur am Rande geht. Sondern es geht darum, die Situation zu verbessern, daß bisher kaum was in der Heimatstadt öffentlich auf DM hinweist.
Wobei ich nochmal aufgrund teilweise der hektischen Aufregung hier
es nachgelesen habe und versichern kann:
Nein, da fordert selbstverständlich niemand, daß wegen einer sichtbaren Würdigung nun Martin und Dave nach Basildon zurück umziehen sollten. Daher, alles sehr fair und kein Grund, gleich irgendwas zu ächten!
Also! Die Heimatstadt der Band -was immerhin ein Alleinstellungsmerkmal ist, sehe ich auch so-
sie wird logischerweise von Depeche Mode Fans(!) aufgesucht, weil die einfach mal dort gewesen sein wollten
oder wenn sie gerne ihren Horizont erweitern möchten. Mit eigenen Augen was ansehen! Da ist an sich doch nix verkehrt dran!
Es muss ja nicht immer gleich—negativ—eine Verherrlichung sein. Da kann durchaus es
—positiv—um Miteinander gehen, kulturellen Austausch und ein Interesse an Menschen!
In dem Sinne: Irgendwann, um die 2020er Jahre rum, las ich ein amerikanisches Interview mit Dave, wo er berichtete, wie er mit seinen NYer Kindern Jimmy und Stella—als sie noch jünger waren, nach Basildon gereist war. Weil er ihnen zeigen wollte, wo der Daddy in ihrem Alter gelebt hat.
Also, den Gedanken weitergeführt: Darum geht‘s!
Eine Attraktion aber könnte sich prima sowohl um Geschichtliches, als auch ums lebendige musikalische Schaffens drehen!
Und damit wirklich wenig um Götzen. Aber das versteht sich doch sowieso von selbst…
…Was Unbeschwertes und Informatives wäre passend.
Es wären dann die Initiatoren gefragt, daß sie mit Augenmaß vorgehen (anstatt mit kitschigem Pathos, hoffe ich). Ich drücke wirklich die Daumen, daß es ihnen gelingen wird!
Aber selbst falls die Stadt ablehnte, drehte sich die Welt natürlich weiter.
LG in die Runde
und schön, was Udo hierzu gesagt hat.
Schönes Wochenende @all
partytime is here again, z.B. bei Rhein in Flammen :-))
Ein Denkmal für Udo – DW – 16.05.2015 https://share.google/DXZGUGA5wBHXUl4FE
Jeder Mensch assoziiert sicherlich anderes mit Denkmälern oder Statuen.
Es ist gut, das wir alle unter sein dürfen.
„Hinterm Horizont geht‘s weiter…“
stimmt auf jeden Fall :)
LG!
Edit: Es ist gut, daß wir alle unterschiedlich …
Dann lies aber auch die anderen Artikel. Udo Lindenberg ist Ehrenbürger seiner Heimatstadt Gronau und hat dort sehr viele Projekte finanziell unterstützt und tut das auch heute noch. Und sonderlich begeistert war er anfangs von dieser Idee auch nicht.
Natürlich ein wichtiger Hinweis, Andrea. Trotzdem zeigt dieses Beispiel, dass vieles möglich ist zu Lebzeiten – hinterm Horizont ;-)
Macht nichts Harald,
Carpe Diem
Eine unsichtbare Ehrung wäre eh viel cooler.
Irgend wo ein Lautsprecher der 24/7/365 DM spielt.
Na wenn schon, dann ein 5.1 Soundsystem. ;-)
Und im Hintergrund 5 Bronzestatuen. :)
Dachte eher an einen Orangen Bong 13 :-)
Wo genau liegt denn Basildon?
Ich war mal in Basildon und ich kann nur berichten, dass dort fast keiner die Gruppe dort kennt oder auch nur jemals gehört hat.Alles hatte seine Zeit und wenn unsere Generation weg ist, werden auch DM vergessen werden, ich kenne keinen einzigen jungen Menschen der DM hört.
Alles hat seine Zeit und die Musik unserer Generation wird verblassen und verpuffen.
DM beeinflussen das Erbgut, für viele hier sind die Shows deswegen inzwischen ein Familien-Event. Dann scheint das ganze auch noch ansteckend zu sein: 2023 nach Berlin reiste außer unserer Tochter (damals 19) auch extra noch ihre Freundin aus Heidelberg an.
Die beiden hören DM seit kurz vor Where´s the Revolution, die Überlegungen gingen sogar schon in Richtung Tattoo…
Und mal ganz ehrlich. 1982 kannte ich außer mir auch nur einen einzigen anderen jungen Menschen, der DM gehört hat. Hat sich also kaum was geändert.
Das kann ich nur bestätigen. Ich war 2022 in Basildon und kann absolut nachvollziehen, dass die Jungs dort weg wollten. Schön, ist was anderes!!! Wahr ist auch, dass dort fast niemand die Band kennt. Ich dachte, ich bin im falschen Film!!! Verzweiflt hab‘ ich dort auch eine Touri-Info gesucht. Vergebens…gibt’s dort nicht. Dann hab‘ ich in der Innenstadt in einem Pub zwei Bier getrunken, das war schon interessant, oder anders…eher gruselig. Viele Menschen dort haben auch wenig bis ganz wenig Zähne. Egal…Jungs, ihr habt alles richtig gemacht!!!
Diese Musik wird nie verblassen. Warst Du irgendwann mal auf ein Konzert? Mittlerweile sitzen die Kids, die unsere Enkel sein könnten, auf den Schultern unserer „Kinder“ .
Da irrst du dich aber. Mein Sohn (24 Jahre) ist, genau wie ich, Riesenfan.
Er erkennt sämtliche Stücke nach wenigen Takten und wsr auch schon auf diversen Kpnzerten.
Du warst bestimmt in dem Pub, wo Martin sich mal mit seinen alten Kumpels treffen wollte und vergessen hatte, vorher seine Nägel zu entlacken. Der Abend war für ihn wohl eher unentspannt…
Du schreibst, dass du die Aufstellung von Wachsfiguren in Berlin angeregt hast. Von Depeche Mode? Und was war die Antwort? Hast du in deinem post leider nicht ausführlicher beschrieben, würde mich noch interessieren und eine Antwort freuen.
Viele Grüße
fordern so etwas sicher nicht. Fans kennen die Bandgeschichte…..
Den Jungs Denkmäler in Basildon zu verpassen, ist zwar vielleicht eine nette Idee
aber passt so überhaupt nicht zu den Jungs und der Bandgeschichte.
Sie haben Basildon gehasst, klar, dort sind ihre Wurzeln, aber auch der Startpunkt ihrer Flucht, Basildon ist für die Jungs keine Heimat, sondern eine Erfahrung, die sie zurückgelassen haben.
Es wäre wie ein schlechter Witz, an dem Ort, wo sie nie sein wollten, jetzt auch noch Statuen fordern.
Ich denke, die größte Ehre für DM ist einfach, wenn man ihre Kunst lebt, nicht indem man sie in Stein meißelt.
Ja, genau so hast du die Situation von Depeche Mode mit ihrer Stadt beschrieben: Es gefiel ihnen nicht und sie verließen die Stadt, um woanders nach etwas Besserem zu suchen.
Ich stimme dir zu.
Genauso sieht es nämlich aus. Sie waren froh sich von dem Ort gelöst zu haben. Das der Vorschlag von einer Tributband kommt ist schon ziemlich schräg, wenn BBC davon berichtet noch schräger. Kommt eher wie „Fake-News“ rüber. Vor allem dieses „Fans fordern“…dieser Slogan erinnert an diese sich wiederholend wöchendliche Überschrift „Politiker fordern“. Man darf gern herzlich um etwas bitten aber zu fordern hat hier gar keiner auch nur irgendwas.
I can feel depression all around…
Stand Basildon nicht Pate für diese Zeilen? Glaube nicht, dass sie Lust haben auf ein Denkmal in einer Stadt, derer sie einst entkommen wollten…
hmm …. wenn man das so liest, dann muss Basildon wirklich ein ganz schlimmer Ort gewesen sein… Oder ?
Basildon war bzw ist ein Trabanten
Städtchen, geplant und erbaut irgendwann 50- 60er Jahre Nachkriegszeit wie viele andere Städte als „Speckgürtel” nähe Großstadt London. Mit Sicherheit „langweilig“ was man als Jugendlicher sagen würde, der in Deutschland ebenso in ähnlicher Region aufwuchs, Kleinstadt oder Dorf würde man sagen. Um 8 Uhr werden die Bordsteine hochgeklappt und Ruhe ist. „Pampa“ zu gut deutsch und wenn immer ich selbst am Wochenende das Glück hatte in angesagte Clubs in Mannheim oder Frankfurt zu gelangen, kam das dortige Publikum , bis auf wenige Einheimischen, mindestens zu 70%
ebenso aus Pampa, einer verschlafenen small town irgendwo.
Man selbst war doch auch immer irgendwie „Hänschen“ oder „Liesel“
Klein , nur weit weg in die Weite oder am Liebsten in die Anonymität einer Großstadt, oder ?
Ich selbst bedauere irgendwie die damals gesprochenen Worte von Dave und Mart, „Hass“ ist ein ziemlich
hartes Wort wie ich finde das allzu oft schon inflationär benutzt wird. In England gab es zu derzeit mMn schlimmere Orte , Manchester, Liverpool, Sheffield.. sehr stark betroffen von Jugendkriminalität und Perspektivlosigkeit.
Andere dort aufgewachsene Künstler
schienen mit Basildon weniger Probleme zu haben.
Und wenn dem wirklich so ist, dass es keinerlei Bindung zu ihrem Heimatort mehr gibt, von Dave und Mart, dann sehe ich ebenso die Diskussion um eine Würdigung von DM in Basildon als erübrigt an , ohne selbst jetzt Major o.ä. von Basildon zu sein.
Irgendwie dennoch schade.
Beste Grüße
ich liebe deren Musik und die Sympathie der Gruppe zu ihren Fans…es sind sympathische Bandmitglieder-auch die Ex-Mitglieder…
aber manchmal kommen sie mir so verloren vor wie zu Größen wie David Bowie…Bowie hatte auch Flopzeiten ..aber irgendwie kommt er mir größer wie Depeche Mode vor..mit dem Saxophon am Mund, die Show, die Stimme…
warum… weiß ich auch nicht..
selbst Depeche Mode hatten zu ihm den größten Respekt. Die wohnten sogar ziemlich eng beieinander, hatten aber keinen Kontakt zueinander..
Pink Floyd, oder „Sir“ Elton John-leider haben die Jungs in Großbritannien immer das Pech, erst später genannt zu werden…
liegt vielleicht auch an den Medien.
Sag mal @Joel, was hast du denn in letzter Zeit immer mit David Bowie, Pink Floyd und nun Sir Elton John? Das war mir bisher gar nicht bewusst, das du dich für die Musik dieser Künstler derart stark interessierst. Ist das neu oder wurde das mit Perwoll aus der musikalischen Versenkung gewaschen?
Interessiert mich wirklich.
@Violation1968
Ausgezeichnete Idee: Bruce mit Eddie und Trooper flag. Eine Statue von mindestens 3 m (Eddie) + Sockel von 1,60 m Höhe. Das gäbe der Zeil die Wertigkeit zurück, die die Einkaufsmeile vor Jahren an Ramschläden verloren hat. Mit dem jetzigen Oberbürgermeister dürfte ein solches Vorhaben allerdings zum Scheitern verurteilt sein. Da muss ich wohl warten bis der jetzige OB durch Neuwahlen ersetzt wird.
Die Pommesgabel … echt süss. Danke dafür !-!
ich wollte zuerst antworten, habe ich dann aber wieder rausgelöscht, und hatte schließlich keine Lust mehr, da irgendwas zu verteidigen.
Damit wäre die Frage wohl abgeschlossen. :D
Bezaubernd wie sich bestimmte Leute hier wieder so künstlich ereifern.
Die Welt ist eine Bühne, das Leben ein Schauspiel.
‚Nein tun wir doch gar nicht !‘ LOL
Ha ha – macht weiter, das Sommerlich ist noch lang.
Ich wäre für 5 übergroße Statuen (Dave, Martin, Andy, Alan und Vince), die von der Größe her der Christus-Statue in Rio de Janeiro entsprechen. Und wo sollen sie stehen? Natürlich das Matterhorn, als gleichzeitige Hommage an Construction Time Again.
Alternativ könnte man dort die Köpfe der 5 Herren in den Berg einmeißeln, ähnlich dem Mount Rushmore in den USA.
Think big!
Und Dorian: Eine Meinung ist eine Meinung ist eine Meinung. ;-)
Und Recht ist Recht, also so what ?
Was will die DM „Hardcore“ Gemeinde vorbringen an Argumente, um ein öffentliches Denkmal für Depeche Mode in Deutschland an einem öffentlichen Platz oder Gebäude zu beantragen? Was? Kulturelle Bedeutung? Ja, PopKultur. Haben aber x hundert andere Bands auch, ist deren Fangemeinde nicht von Belang?
Ich habe bewusst Modern Talking erwähnt, nicht aus Ironie, eher
„boshaft“ , des Teufels Advokat ; )
Mann Mann Mann, hier geht es um
ihren Heimatort Basildon, ausnahmsweise mal nicht um Deutschland. Also , weshalb sollte Basildon die Jungs würdigen und
wenn ja, wie bitte ?
Vielleicht sollte man sich mal erkundigen, wie andere britische Bands und Künstler mit ihren Heimatort oder England im allgemeinen verbunden sind. Die Engländer sind „stolz“ auf ihre Rock und Popkultur, keine Nation brachte mE die letzten Jahrzehnte solch innovative, stilprägenden, Avantgardisten hiervor die Nachhaltig
die Popkultur beeinflusst. The Beatles, LedZeppelin, the Stones, Pink Floyd , David Bowie , RoxyMusic, Paul Weller, Brian Eno… many more
und auch Depeche Mode. Nur hatte ich schon als Teenager den Eindruck, warum verflixt nochmals die Jungs gegenüber der britischen Musikszene
und England und ihrem Wohnort so distanziert und manchmal ablehnend
gegenüber standen ? Kennst du de Interview’s ? Ich kenne sie, hab damals alle Ausgaben des Smash Hits gelesen, eine englische Musikzeitung die ich am Bahnhofskiosk erwarb und viele der Aussagen sind auch über diverse Biografie Bücher von DM dokumentiert.
Und nochmals… ich liebe diese Band und ihren Sound, aber bei aller Liebe der Band gegenüber, habe ich mir selbst meine eigenen persönlichen Geschmack, Stil und Ansicht und auch Kritikfähigkeit stets bewahrt, so gut wie möglich…
Devote ist schön… Hingabe ( obwohl ich mich als Fan nie als Devotee bezeichnen würde) …. aber bitte keine “Unterwerfung” überspitzt geschrieben, wenn du verstehst was ich meine.
Meine persönliche Meinung
und jetzt könnt ihr mich alle mit
Katzen GaGa bewerfen
Ich bin für Wacken-Schlamm :-)) solange er noch matschig an den Autos klebt.
Und hätte gerne Bruce Dickinson (Iron Maiden) lebensgroß auf der Zeil stehen. Muss unbedingt mal mit dem Sheriff – äh – Bürgermeister reden.
Für die Spendenwilligen habe ich noch eine Idee – nur sofern man sich nicht auf einen Standort einigen kann – Sven’s Vorgarten bietet sich an (ich hoffe, er hat einen).
Mann oh Mann, lasst doch bitte Basildon machen, was sie für richtig erachten. Ich will auch niemandem seine Träume vorschreiben und wenn die „Denkmal“-Fraktion meint, etwas diesbezüglich tun zu müssen, dann bitte, versucht euer Glück. Rennt zu den Behörden und (ver)argumentiert eure Sicht der Dinge. Könnt uns anderen dann ja von euren Erfolgen berichten.
@MDMGA!’s Kommentar verbuche ich unter „witzig“. Und meinen möchte ich auch in großen Teilen so verstanden wissen.
Dave ist immer noch in Griechenland …
@MDMGA!
„Alternativ könnte man dort die Köpfe der 5 Herren in den Berg einmeißeln, ähnlich dem Mount Rushmore in den USA.“
Una bellissima idea!!! ;)
Hey Andrea,
Wenn schon Bruce Dickinson dann aber Arm in Arm mit Eddie und Trooper Flagge.
!-! ( soll ’ne Pommesgabel sein)
Na wäre bestimmt ne coole Sache….auf jeden Fall hätten sie einen Platz im
Madame Tussauds Berlin verdient!!!! ….
DM Grüße aus Weimar ??
Ja!!!!
Und hier ein Video, nicht nur für Tina.
https://youtu.be/BtQ528B73kw?feature=shared
Danke für das tolle Video, Sabine.
Es ist sehr interessant und berührend, sie alle vom Beginn ihrer Karriere an zusammen zu sehen :)
Ciao e buona giornata.
man sollte auf den Boden der Tatsachen kommen.
Depeche Mode sind halt nicht David Bowie, Deep Purple, oder Pink Floyd.
Die Band, Depeche Mode, selber: in unserer Heimat, in England, taten wir uns immer schwer….
mehr gibt es dazu nicht zu sagen…. Depeche Mode sind halt immer noch ein Stück besondere Fangemeinde, und Alternative Musik…
… des Kaisers Bart hier. Ein kurioser Thread zum Ausdrucken und Rahmen.
I love it! Danke, Sven für den Impuls zur Sommerloch-Füllung.