

Man kann schnell heraushören, mit wie viel Mühe und Detailarbeit die Sounds hier zusammengefrickelt wurden. Dafür wurden drei Jahre lang Ideen und Trackskizzen gesammelt, damit herumexperimentiert, gesampelt, gejammt, geloopt, bis ein angenehm organisches Ganzes und ein ganz eigene Interpretation von elektronischer Musik (die Begriffe „Listening Techno“ oder „Techno Tenderness“ passen ziemlich gut) entstand.
Dabei bekommt die Elektronik öfter mal jazzige Elemente beigefügt (wie im atmosphärischen Opener „Put Castle“), mal geht es tanzbar („Loveboat“, „Ischias“, „Nano Spinacio“), mal düster-cool („Moon“) zu, mal rückt der Gesang stärker in den Vordergrund („Dogsled“) – und den (einzigen) Hitkandidaten hebt man sich lässig bis zum Ende auf („Drug Dilling“) – 8 von 10 bestimmten Artikeln

Ob es an ihrem Nebenprojekt FFS liegt, bei dem sich die Herren vor zwei Jahren mit den schottischen (vergleichsweisen) Jungspunden von Franz Ferdinand zusammentaten? Möglich, denn auch jene gingen erfrischt daraus hervor, wie man in Kürze auf deren kommendem Album hören wird. Doch wie auch immer, so viel Spaß wie die 15 Songperlen auf „Hippopotamus“ machen im Jahr 2017 nur wenige Alben.
Da werden in gewohnt hinter- und scharfsinniger, augenzwinkernder oder auch glatt dadaesker Weise die Vorzüge der „Missionary Position“ oder von „Scandinavian Design“ besungen, unglaubliche Reime auf das titelgebende Flusspferd gefunden, das Thema Religion bekommt eine ordentliche und verdiente Portion Fett ab, Fragen wie „So Tell Me Mrs. Lincoln Aside From That How Was The Play?“ werden gestellt, Familie Macbeth bekommt eine Reality-TV-Show, und das Leben an sich eine neue Hymne namens „Edith Piaf (Said It Better Than Me“. – 8 von 10 Rentenerhöhungen für Künstler

Doch trotzdem passt das hier genau ins Bild professioneller skandinavischer Popkunst. Eingängiger Synthiepop, der durch diverse Singles berets vor dem Album schon reichlich Streams, Klicks, Views, Blogs und andere Hipsteranerkennungsmerkmale gesammelt hat. Nun kommt das alles auf „Lovers“ nochmal geballt und mit voller Zuckerportion.
Die zehn Songs sind so gut wie allesamt single- und radiotauglich. Und ja, natürlich kann das hier für manchen Hörer auch zu viel des Guten, zu cheesy, alles zu ähnlich sein. Aber Frau Lotterud hat eine Stimme, die diese Musik erdet und trägt. Und der Großteil der Songs – wie „Moving On“, „Someone“, „Lovers“ oder „Money“ – sind eben einfach auch gut. – 7 von 10 Zuckerstangen
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