

Denn selbstverständlich shouten sie auch auf „Ease My Mind“ keineswegs loud out, was ihnen durch die Gedanken fliegt. Stattdessen wird gutes, altes, klassisches Songwriting betrieben, Gitarren und Synthies kreisen um den Gesang und die Stimmung mischt sehr geschickt frühherbstliche Melancholie mit spätsommerlicher Euphorie.
Und sie fügen ihrer Diskografie ein paar schöne, neue Songperlen wie das luftige „Jumbo Jet“, das zerbrechliche „Porcelain“, das die 80er streifende „No Logic“, das entspannte Titelstück oder das schmissige „Oh Oh“ hinzu. – 7 von 10 Gutelaunemachern

Denn „Ununiform“ ist bereits sein 13. Soloalbum. Eines, das sich in einer imaginären Rangliste ganz bestimmt nicht in der hinteren Hälfte einordnen lässt. Der in Berlin lebende und arbeitende Tricky hat dazu wieder reichlich Gäste (Altbekannte wie Francesca Belmonte, alte Lieben wie Martina Topley-Bird, Genregrößen aus anderen Medien wie Asia Argento, neue Sterne wie Mina Rose…) eingeladen – und ist für vier Tracks sogar nach Moskau gefahren und hat mit russischen Größen wie Scriptonite, Vasiliy Vakulenko und Smoky Mo aufgenommen.
Herausgekommen ist ein Album, das klassischen Trip Hop, frischen Hip Hop, saftige Grooves, lockere Beats, eingängigen Synthpop und mehr vereint. Hier nur ein paar von ziemlich vielen Anspieltipps: „New Stole“, „Dark Days“, „The Only Way“, „Running Wild“, „When We Die“. – 8 von 10 Ununiformierten

Das beginnt mit dem Albumtitel – nach dem Debüt „1977“ (seinem Geburtsjahr) und dem Nachfolger „1983“ geht es nun, richtig, ins Jahr „1989“. Während das Debüt noch diverse Tracks versammelte, von denen einige, v.a. die clubbiger-technoiden, schon vorher Singles waren, ist aus Kölsch nun durchaus ein richtiger Albumkünstler geworden, der gern Autobiografisches in den Sound einfließen lässt.
Demnach war 1989 ein graues Jahr in der Hippiekommune Christiania, gleich drei Tracks tragen diesen Titel (auf Dänisch, Englisch und Deutsch). Größte Neuerung ansonsten: In die mal chillige, häufiger aber doch echt tanzbare Elektronik mischen sich Streicher. (Etwas) Melancholie und Leichtigkeit gehen eine gelungene Verbindung ein (äh, siehe oben, jaja, diese Nordlichter). Und einen echten Hit gibt es mit dem von der wunderbaren Aurora gesungenen „In Bottles“ auch noch. –8 von 10 Endachtzigern
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