Induction

Depeche Mode spielen live zur Einführung in die Rock & Roll Hall of Fame

Pressefoto: Sony Music/Anton Corbijn

Depeche Mode werden bei ihrer Einführung in die Rock & Roll Hall of Fame im Mai live auftreten. Das bestätigte Sänger Dave Gahan am Freitag gegenüber Moderator Shaun Keaveny bei BBC 6 Music.

Die Band habe hoch keine Pläne für das Event, verrät Dave (ab 1:44 h ). Offensichtlich sind Depeche Mode von der Aufnahme in die legendäre Ruhmeshalle ziemlich überrascht worden.

Alle fünf Musiker auf der Bühne?

Weil mit der Aufnahme alle Bandmitglieder von Depeche Mode, also auch die früheren Mitglieder Vince Clarke (1980 – 1981) und Alan Wilder (1982 – 1995), für ihre musikalischen Verdienste geehrt werden, hatte es in der vergangenen Woche Spekulationen über einen gemeinsamen Auftritt gegeben. Genährt wurden diese durch ein Interview mit dem britischen Autor und Band-Freund Michael Pagnotta. Pagnotta hatte mit Martin Gore über die Hall-Of-Fame-Klasse 2020 gesprochen Und er hatte die Möglichkeit skizziert, dass Depeche Mode mit allen fünf Musikern bei der Einführungszeremonie am 2. Mai in Cleveland auftreten könnten – schließlich redeten die beteiligten Personen (wieder) miteinander.

Offensichtlich nahmen einige Leute Pagnottas Wunschvorstellung zu wörtlich und/oder sie überhörten einen wichtigen Satz gleich zu Beginn seiner Aussage: „I have no insight knowledge.“ Pagnotta weiß von keinen Plänen der Band. Er hat dies auch nie behauptet, weil selbst Depeche Mode noch nicht wissen, wie sie die Live-Performance in Cleveland gestalten werden. Das dürfte nach dem Statement von Dave Gahan noch einmal deutlich geworden sein.

Live-Performance in Cleveland

Nach Abschluss der Welttournee im Juli 2018 machen Depeche Mode – wie nach jeder Tour – gerade Pause. Insofern wird die Band mit der Aufnahme in die Rock & Roll Hall of Fame vor eine für sie völlig ungewohnte Situation gestellt: Die Band wird bei der Einführungszeremonie einige Songs live performen müssen. Das war so nicht geplant. Hinzu kommt, dass die Zeremonie erstmals live über HBO übertragen wird, was den Druck im Jubiläumsjahr nicht gerade senkt.

Zum jetzigen Zeitpunkt weiß niemand, ob Depeche Mode ernsthaft darüber nachdenken, mit mehr als den aktuell drei Bandmitgliedern auf der Bühne zu stehen. Lediglich von Vince Clarke gab es vergangene Woche per Newsletter die Auskunft, dass eine solche Konstellation eher unwahrscheinlich sei.

Warten wir also ab. Die Band weiß selbst am besten, was für die gut ist, und wird mit allen Beteiligten über Optionen reden.

Letzte Aktualisierung: 26.1.2020 (c)

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

199
Kommentare

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  1. oeggi72
    31.1.2020 - 21:16 Uhr
    30

    Depeche im ZDF

    Am 07.02.2020 im ZDF Soko Leipzig ganz viel Depeche Mode Songs .Plakate hängen im Hintergrund und es geht um Konzertkarten in dem Fall.
    Jetzt schon in der Mediathek im ZDF zu sehen.

  2. Bowie1976
    30.1.2020 - 15:51 Uhr
    28

    Vince, martin und Andy haben Dave Gahan damals mit David Bowies Heroes singen gehört und das war schlussendlich die Entehung von Depeche Mode.

    Nun gibt es das Gesamtwerk MODE-Box mit dem einen unveröffentlichtem und quasi ersten und letzten Song, Heroes.

    Dann die Induction im 40. Jahr.

    Man sollte sich mit dem Gedanken anfreunden das es das gewesen ist.

    Es begann mit Heroes und es endet mit Heroes.

    • Elysium 🎹
      30.1.2020 - 16:40 Uhr
      28.1

      Bevor man das Ende einer Band einläutet sollte man sich an die Fakten halten!

      https://www.rollingstone.de/depeche-mode-dave-gahan-zukunft-1888845/

      Auf die Frage, wie das nächste Album von Depeche Mode klingen könnte, sagte Gahan: „Keine Ahnung. Ich kann die Frage ehrlich nicht beantworten. Es ist sehr wahrscheinlich, dass es eine weitere Platte geben wird, aber es gibt dazu noch keine neuen Pläne.

      https://www.rollingstone.de/depeche-mode-dave-gahan-zukunft-1888845/

      Also wird definitiv mindestens noch ein Album erscheinen, aber es gibt noch keine Pläne weil Martin als Hauptsongschreiber noch keine neuen Songs in Arbeit hat, und erst dann kann man auch ins Studio geht, den Produzenten aussuchen usw.

      • Axelander
        31.1.2020 - 11:11 Uhr

        Ahem...

        Ja, man sollte sich an die Fakten halten…:
        Wenn Dave sagt, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass es eine weitere Platte geben wird, dann bedeutet das NICHT, dass (wie Du schreibst) „definitiv mindestens noch ein Album erscheinen“ wird.

        Also, bitte…!

      • Violation 2020 🖤
        31.1.2020 - 12:32 Uhr

        Dave

        Zumal zwischen „sehr wahrscheinlich“ und „definitiv“ nur ein sehr minimaler Unterschied besteht und Dave sicherlich weiß, was er da sagt. Ich gehe daher auch davon aus, dass noch etwas kommt.

        Gleichzeitig denke ich aber auch, dass von nun an jedes Album das letzte sein kann.

        Erstmal freue ich mich aber auf neues Material von Dave zusammen mit den Soulsavers. 🙂

      • Bruce Wayne
        2.2.2020 - 3:33 Uhr

        Neues Album

        Naja, wie das nächste Album klingen wird, dürfte doch allen Fans klar sein: Nichts Neues, alles bleibt wie gehabt (Delta Machine, Spirit). :-(

    • Elysium 🎹
      31.1.2020 - 11:27 Uhr
      28.2

      @Axelander, für mich bedeutet es eindeutig das nach Aussage Gahans ein weiteres Album erscheinen wird, sonst hätte er auch sagen können wir wissen noch nicht ob wir weiter machen…

      Nur da die neue Songs noch nicht geschrieben sind (Martin/Dave) oder gar schon erste Demos existieren, kann man auch noch nicht ins Studio gehen.

    • Clean2017
      1.2.2020 - 15:59 Uhr
      28.3

      Die Aussagen Gahans in Interviews und auch Äußerungen der Band gegenüber Fans, die man in anderen Foren nachlesen konnte, klingen so wie jedesmal nach einem Album: Wir wissen noch nichts Genaues, aber es kommt noch was. Darauf konnte man sich bisher immer verlassen, und es dürfte 90% sicher sein, dass die Gruppe demnächst wieder beisammensitzt und darüber berät, wer ein geeigneter Produzent für das nächste Album sein könnte. Jedenfalls sehr viel wahrscheinlicher als irgendwelche Mutmaßungen, die aus Zahlen und Namen herauslesen wollen, alles sei vorbei…

      Ich finde es zwar schade, dass zum 40. Geburtstag nicht mal ein neuer Song erscheint oder irgendeine Überraschung in der Pipeline liegt, aber so ist es eben bei Depeche Mode seit über 20 Jahren. Alles geht in Ruhe den immer gleichen Gang.

      • Elysium 🎹
        1.2.2020 - 17:01 Uhr

        Zitat: dass die Gruppe demnächst wieder beisammensitzt und darüber berät.

        Spätestens zur Preisverleihung der Hall of Fames sehen sich die drei ja, und da wird sicher auch darüber geredet werden (nichtöffentlich, unter sich) ob man ein neues Album in Angriff nimmt 2021. Dieses Jahr wird sicher noch nichts kommen, auch keine Ankündigung bezüglich eines neuen Depeche Mode Albums da Dave erst mal wieder mit den Soulsavers arbeitet.

  3. Violation 2020 🖤
    29.1.2020 - 20:39 Uhr
    27

    Mal was anderes...

    Wäre es theoretisch denkbar, dass Depeche Mode mit Playback auftreten? Das war ja oftmals (wenn nicht sogar immer) die gängige Handhabe bei TV-Auftritten… Was denkt ihr?

    Ich für meinen Teil hoffe ja, dass die ihre Instrumente auch wirklich spielen und nicht nur als Deko verwenden…

    • MLG
      30.1.2020 - 0:20 Uhr
      27.2

      In den 80ern war’s Playback, aber seit Ultra + Exciter waren die Vocals von Dave immer live bei TV Auftritten (TOTP Dream On etc., It’s No Good sämtliche TV Auftritte, Late Night Talk -Letterman,..- Auftritte mit IYR usw.).

      • R Tour
        30.1.2020 - 0:58 Uhr

        Wrong

        Also wenn Wrong beim Echo live war fresse ich einen Besen.

      • Karsten Bier
        31.1.2020 - 12:07 Uhr

        Bei Echo war „Wrong“ Vollplayback.
        Man darf aber nicht vergessen, dass das ja die Weltpremiere war. Vorher wurde der Titel noch nirgends gespielt. Und die Live-Version kann mit der Studioversion kaum mithalten.

      • Violation 2020 🖤
        31.1.2020 - 12:37 Uhr

        Heaven

        Heaven wurde 2013 bei Wetten, dass…? auch im Playback gespielt.

      • MLG
        31.1.2020 - 19:19 Uhr

        Hmm, ja gut. An die (ganz neuen) hab‘ ich gar nicht gedacht bei Großveranstaltungen, eher nur an die in einem kleineren überschaubaren, intimeren, daher für die Jungs beherrschbarerem Rahmen / Bühne (u. zumidnest z.T. nicht live on air die Sendung, sondern mit Aufzeichnung dazwischen) – Late Night, TOTP.

      • MLG
        31.1.2020 - 19:37 Uhr

        …+ bei Wrong ging es ja auch um die allererste Präsentation / VÖ des Songs an sich in der Single Version.. .
        Bei Heaven dasselbe vom Zweck her, der lässt sich ebenfalls nicht ‚mal eben live toll -wie im Studio gewollt- präsentieren. Auf Konzert (oder meinetwegen) auch in einem Konzertausschnitt-Pattern in ’ner Show ist das etwas ganz anderes.

        Anders als z.B. bei It’s No Good, der lässt sich besser live wiedergeben. Da bringt etwaiges Kratzen (wie bei RTL Samstag Nacht, beim Franze Sender seinem Auftritt aber nicht) in der Stimme eher noch etwas Farbe in den Track. Schadet dem weniger als anderen Vocals, so kleine Unperfektheiten. Die bei dem auch gar nicht groß zustande kommen können, da wie gesagt einfacher vom Ablauf her (schneller einbrennbar für den Sänger).
        Die Jungs suchen sich dann natürlich auch nur die Tracks aus, die live (u. auf intimer Bühne) gut od. eben sogar noch ‚besser‘ funktionieren. Wie eben auch IYR.
        U. sicher auch nur wenn es Dave will / möchte, einen Ansporn dazu hat diesen oder jenen Track unbedingt live zu versuchen und zu lernen/proben.

      • In the name of Bono
        1.2.2020 - 19:59 Uhr

        Im Gegensatz zu U2 ist bei DM alles Playback. Wird jeweils vor einer Tour eingespielt

      • 52er
        1.2.2020 - 20:44 Uhr

        At: In the name of Hohlbirne

        Na klar spielen die die Vocals vor der Tour ein, inklusive der Patzer, die Dave ab und zu mal raushaut. Da bist Du dann aber völlig fehlinformiert, denn die Vocals werden folglich nicht vor der Tour eingeträllert, sondern sogar extra vor jeder Show, was den Tag Pause zwischen zwei Shows begründen dürfte.

        Denn die Patzer Daves sind nie die gleichen (Beispiel: Dresden Juni 17, In Your Room; Berlin 23.07.18, Going backwards und Wrong)

        Ein bischen weniger Stoff und auch Du siehst klarere Bilder.

        Du Horst (in the name of Bono aka Hohlbirne) hast doch definitiv nicht mehr alle Kohlen auf dem Tender.

  4. dmever
    29.1.2020 - 19:40 Uhr
    26

    Benötige Eure Hilfe:
    “ Weiß jemand, wann die 12″-Maxi-Vinyl-Box weitergeführt wird?“ Die letzte veröffentlichte Box „music for the masses“ ist ja schon ein Weilchen her. Oder hört die Veröffentlichung hiermit auf. Das wäre sehr enttäuschend eine tolle Serie von Veröffentlichtlichungen mitten drin zu beenden.
    Macht eigentlich kein Sinn? Ich denke die Verkaufszahlen zu den Boxen waren bestimmt akzeptabel.
    Bin dankbar über jede echte Info.
    Sorry das meine Anfrage inhaltlich nicht zum Artikel passt.
    Dmgruss

    • R Tour
      29.1.2020 - 19:52 Uhr
      26.1

      Info

      Ich glaube irgendwo gelesen zu haben das keine Fortführung geplant ist. Ist aber ohne Gewähr und ohne Quelle.

      Bei DM aber ja auch nichts neues.

    • Ludina
      29.1.2020 - 16:49 Uhr
      25.1

      Alan weiss im Gegensatz zu DM eben, wann man aufhören muss.

      • DM86-12
        29.1.2020 - 17:09 Uhr

        @Ludina

        bei Alan war das aber leider schon 1995…

      • DM86-12
        30.1.2020 - 10:32 Uhr

        @R Tour

        Ich sehe das ähnlich wie Du. Er ist ein toller Musiker, Sountüftler mit vorhandenem Talent als Produzent. Ob er ein wirklich guter Songschreiber ist, kann ich mangels wirklichem Output nicht sagen. Ich finde es immer interessant, dass viele in ihm den „großen Produzenten“ sehen. In seiner DM-Hochzeit hatte er mit Flood, Steve Lyon oder Francis Kevorkian absolute Top-Leute an seiner Seite gehabt, deren Fähigkeiten und Einflüssegerne mal unterschätzt werden. Wenn ich mir aber im Vergleich ihre Werke und die Vielseitigkeit anschaue, dann ist das schon ein großer Unterschied. Wie gesagt, Wilder hat tolle Fähigkeiten, die er irgendwie aber nicht umgesetzt bekommen hat. Für mich wirklich ein Rätsel, warum ich dann ein finanziell sehr einträgliche Band verlasse. Sein Output ist nur wirklich überschauber. Manchmal kommt es mir so vor, dass die große Wilder-fraktion in ihm etwas sehen, was die nicht DM-fans aber nie so gesehen haben. Ich hätte wirklich gerne mal gehört, was er aus Bands musikalisch gemacht hätte, die nicht aus einem ähnlichem Genre wie Depeche Mode kommen. Spannend wäre dabei gewesen, wenn er mal ein ganzes Album produziert hätte und nicht nur einem Remix. Als Produzent entwickelt man sich nur, wenn man es auch lebt und umsetzt. Wilders Mythos reduziert bzw. beschränkt sich leider zu sehr auf die Zeit zwsichen 83-93!

    • R Tour
      29.1.2020 - 17:32 Uhr
      25.2

      Dickkopf

      Wie kommst Du darauf das er ein Dickkopf ist?
      DM wollten ihn nicht zurück, Recoil war kommerziell leider nicht erfolgreich genug, also hat er sich in ein normales Leben verabschiedet. Irgendwann ist der Drops, hey ich war mal bei DM, halt gelutscht.

      • SONOIO
        29.1.2020 - 18:14 Uhr

        Ich meinte nur er sollte weiter Musik machen,
        egal wie, allein oder als Produzent,
        oder zum Beispiel siehe Link.
        Schade, um sein geniales Talent. ;)

      • Violation 2020 🖤
        29.1.2020 - 18:43 Uhr

        Vince hat aber auch weiter gemacht. Und dies mit Erfolg. Das hätte Alan auch so gehen können, bei seinem Talent. Er hätte dazu offenbar nur einen passenden Musikpartner gebraucht, eine passende Stimme halt. Dazu die richtige Vermarktung und einen Sinn für den Geist der Zeit, und schon hätte er wieder eine Einnahmequelle aufgebaut.

      • R Tour
        29.1.2020 - 19:56 Uhr

        AW

        Also Alan in allen ehren, er ist ein begnadeter Musiker, aber ein miserabler Songschreiber. Hat er auch selber mal so gesagt. Er hätte als Produzent weitermachen können, oder sich eine andere Band suchen sollen bzw. gründen.

      • Violation 2020 🖤
        29.1.2020 - 20:33 Uhr

        AW

        „Er hätte als Produzent weitermachen können, oder sich eine andere Band suchen sollen bzw. gründen.“

        Richtig. Alternativ hätte er auch seine Erwartungshaltung runterschrauben können. Die mangelnde Anerkennung, die er kritisiert hat und auch die Probleme mit Fletch, wären durchaus überwindbar gewesen, wenn er sich auf vorwiegend die schönen Seiten von Depeche Mode und auf den Spaß beim Soundbasteln konzentriert hätte. Denn mal ehrlich: Diese Probleme, die er da hatte, hätte er auch als Büroangestellter gehabt. Nur das ein Büroangestellter weniger verdient als ein Mitglied einer weltberühmten Band. :)

    • HYKE
      30.1.2020 - 6:35 Uhr
      25.3

      Alans letztes musiklisches Projekt...

      …fand meines Wissens 2016 statt. In diesem Track spielt er die Klavierbegleitung. https://youtu.be/jYMg0TkJXK0

    • thinking smiley
      30.1.2020 - 14:15 Uhr
      25.4

      Wenn an Älter wird verändert sich einiges im Leben, die Ohren werden eventuell auch schlechter und man hat nicht mehr so viel Spaß bei der Soundarbeit.
      Drum, junge Menschen, wartet nicht bis ihr 30 oder 40 seid bis ihr mit eurer ersten Platte rauskommt.

      Alan hatte für mich prima zu Mark Hollis von Talk Talk gepasst, der ja nur leider schon verstorben ist.
      Es kann aber auch, dass Alan auf sein eigenes mysteriöses Image gar keine Lust mehr hat.

      Am Ende liegt es aber auch daran, dass die Musikwelt insgesamt keine „Stars“ wie Alan mehr unterstützt.

    • Clean2017
      1.2.2020 - 16:23 Uhr
      25.5

      Ich war ebenfalls ein großer Wilder-Fan, bis er die Band verlassen hat. Die Soloalben habe ich anfangs noch brav gekauft, aber kaum angehört, da sie mich wenig begeisterten. Dabei möchte ich damals ähnliche Musik wie Portishead etc. Alans Musik wurde dann leider immer schwächer, zumal er diesen seltsamen „Spoken-Words-Trip“ eingeschlagen hat. Dankbar war ich ihm nur wegen der vielen interessanten Infos, die er über seinen Shunt-Kanal zur Zeit bei Depeche Mode gegeben hat.

      Irgendwann las ich dann, dass Alan mit seinen Soloalben aufhören wolle, weil sie sich so schlecht verkauften, dass die Kosten die Einnahmen überträfen. Das wunderte mich zwar, weil Alan ja alles zuhause aufnahm, aber ich war wenig überrascht, dass kaum jemand die Recoil-Platten kaufte. Sie waren einfach sehr anstrengend.

      Dass Alan nach seinem Ausstieg bei Depeche Mode mit keinen anderen Musikern arbeiten wollte und auch fünf Jahre später keinerlei Produktionen für andere übernommen hat, obwohl es bei Recoil wirtschaftlich nicht lief, habe ich immer etwas arrogant gefunden. Er war bei seinem Ausstieg 35 Jahre alt, hat nennenswerte Einnahmen allenfalls noch aus den Re-Issues alter Depeche Mode-Alben und den Best-Ofs bezogen, ging aber scheinbar davon aus, nie mehr wirklich arbeiten zu müssen. Sehr viele interessante Musiker waren damals an einer Zusammenarbeit mit Alan Wilder interessiert, aber er wollte nicht mehr mit Bands arbeiten. Auch künstlerisch finde ich es komisch, sich in so jungen Jahren selbst zu kasteien.

      Insofern lässt sich tatsächlich kaum sagen, ob Alan heute noch imstande wäre, eine gut klingende Platte aufzunehmen, die nicht vollkommen nach den 90er Jahren klingt. Das große Schweigen könnte auch damit zu tun haben, dass Mr. Wilder die neuesten Aufnahmemethoden und Technik gar nicht mehr kennt. Sicher kein unüberbrückbares Hindernis, aber wer rastet, rostet bekanntlich. Ich zweifle etwas, dass Alan heute noch Bahnbrechendes einbringen könnte.

      • DM86-12
        2.2.2020 - 14:27 Uhr

        @Clean2017

        Ich sehe das ähnlich wie Du. Bleibt wohl ewig sein Gehmeinis, warum er DM verlassen hat, da er seine Arbeit nicht ausreichend gewürdigt sah und er zukünftig auch freier und unabhängiger arbeiten wollte, wenn danach 25 Jahre fast nix mehr von ihm gekommen ist. Bei allem Respekt vor seinen Recoil-Arbeiten, aber die Käufer der Platten hat er doch zu 99% aus DM-Fans „rekrutiert“. Es ist absolut unbestritten, dass er zu bestimmten Zeiten DM entwickelt und eine wichtige funktion übernommen hat. Ich finde es nur stark übertrieben, wenn die Leistungen der damaligen Produzenten und deren teams vollkommen vergessen werden. Das waren und sind allesamt erstklassige Leute mit einer entsprechenden Vita. Wilders Mythos basiert auf seinen tollen Beiträgen von 1983-1993. Das ist es leider auch schon. Die wenig verkauften Recoil-alben verwundern überhaupt nicht. Seine Stärke ist es doch, dass er vorhandene Songs in eine bestimmte Richtung entwickelt und sicherlich nicht, dass er die komplette „Wertschöpfungskette“ dabei abdeckt. Das Gejammer über das Musikbusiness fand ich schon extrem lächerlich. Du bewegst dich musikalisch in einer absoluten nische mit geringem output über viele jahre. Du hast dir einen namen gemacht im schnellen musikbusiness, aber spielst im selbigem überhaupt keine rolle mehr. andere produzenten kommen und gehen. warum sollte jemand wilder noch wählen? objektiv betrachtet gibt es dafür keinen grund. dazu gehörst du zu mute. dieses kleine label kann dir auch nicht immer weiter mittel zur verfügung stellen. absurd zu denken, dass Daniel Miller aus reiner nächstenliebe die bescheidenen versuche finanziert. ich finde den gedanken zwar reizvollm,wenn wilder wieder etwas mit DM machen würde, aber der Rest der Band hat sich maxmial emanzipiert. die rollen sind klar definiert. Warum sollten sie noch etwas mit ihm machen wollen? Er liefert über fast 30 jahre -das ist eine ewigkeit für das musikbusiness- keinerlei argumente. Für DM scheint es offensichtlich reizvoller zu sein mit jungen produzenten zu arbeiten, die frischen wind in das bestehende konzept und die DM-Statik bringen.

      • alfred
        3.2.2020 - 18:18 Uhr

        Ich muss zugeben, dass ich Alans Output durchgehend spannend und genußvoll finde – manchmal geht der „thrillfaktor“ für meinen Geschmack etwas zu weit, aber wenn ich die Recoil-Alben höre entdecke ich immer genau das, was Depeche Mode seit seinem Weggang fehlt – das Ohr für den „musikalischen Klang“ der Elektronik.
        Allerdings sind die Sachen, die mich zuletzt umgehauen haben – Alleluja und Prey – sind jetzt auch schon 11,12 Jahre alt.
        Was die Produktionsmethoden angeht – im Grunde ist es doch über die Jahre nur immer leichter geworden. Eben auch ein Grund warum wir jetzt mit soviel Audiomüll umgeben sind, weil jeder dusel an seinem Laptop sowas zusammenstöpseln kann und Leute wie Alan dauernd unterboten werden.

        Also ich finds jedenfalls super traurig, dass Alan wohl nicht das richtige Environment für sein Talent vorgefunden hat.
        Klar, vielleicht ist er eben auch nicht super easy to work with.
        Ich hoffe jedenfalls, dass da noch was kommt.
        Ich kauf es mir dann auch, versprochen!

    • Lars Andresen
      2.2.2020 - 7:52 Uhr
      25.6

      Lars the Revelator

      Also, wenn ich die Wahl hätte zwischen drei weiteren Alben in der jetzigen Besetzung und nur noch einem zusammen mit AW, wäre die Entscheidung eindeutig.

      • Elysium 🎹
        2.2.2020 - 14:49 Uhr

        Und die wäre, noch drei weitere Alben im Sounds of the Universe-Delta Machine-Spirit Stil? 👈😲👎

  5. crimeofthecentury
    29.1.2020 - 13:53 Uhr
    24

    Ich finde, die Laudatio...

    … sollten entweder Gary Numan oder Ralf Hütter halten.

    • R Tour
      29.1.2020 - 17:29 Uhr
      24.1

      Laudator

      Es wird irgendeine Rockgröße sein. Ich tippe mal auf John Frusciante.

      • Violation 2020 🖤
        29.1.2020 - 18:47 Uhr

        Wie wäre es mit Steven Tylor? Oder Axl Rose? 😉

      • R Tour
        29.1.2020 - 19:58 Uhr

        Möglich

        Auch zwei Möglichkeiten, irgendjemanden in diese Richtung wird es werden.

      • Violation 2020 🖤
        29.1.2020 - 20:25 Uhr

        Schaun' mer mal...

        Auf jeden Fall dürfen wir davon ausgehen, dass Depeche Mode in höchsten Tönen geehrt werden. Denn im Gegensatz zu anderen Synthpop-Bands haben Depeche Mode es geschafft, eine Kategorie für sich zu werden.

        Schade dass Chester Bannington nicht mehr lebt… Er wäre auch ein würdiger Laudator gewesen. Zumal er selber ja Depeche Mode immer als Vorbild sah und gerne 5. Bandmitglied gewesen wäre.

  6. Stefan
    29.1.2020 - 9:36 Uhr
    23

    Alan Wilder

    Ich kann mir schon vorstellen, dass Alan Wilder bei der Ehrung anwesend sein wird. Alle anderen Träumereien (Rückkehr zu DM) kann man getrost vergessen,
    wahrscheinlich ist er längst im Ruhestand und es wird musikalisch nichts mehr von ihm kommen.

    • Elysium 🎹
      29.1.2020 - 10:31 Uhr
      23.1

      Als Alan 2011 sein gesamtes Equipment, Musikinstrumente, sein großes Haus, sein Auto (Mercedes Benz) und diverse DM-Devotionalien versteigert hat sprach er davon das ihm seine Musik finanziell nicht viel eingebracht hat und und sein Projekt Recoil dürfte damit wohl für immer auf Eis gelegt sein.

      Der gute scheint keinerlei Ambitionen mehr zu haben immerhin ist die Versteigerung auch schon wieder neun Jahre her bzw. sein letztes Recoil Album subHuman stammt von 2007!

      13 Jahre sind seitdem vergangen und ich glaube nicht das da noch was kommt. Bin mal gespannt ob er da überhaupt erscheinen würde zur Ehrung Hall of Fames selbst wenn die anderen drei ihn Einladen würden. 🤔

      • Stefan
        29.1.2020 - 11:17 Uhr

        Antwort

        Es gibt ja seit Jahren auch nicht das geringste Lebenszeichen, außer 2016, da hat er für eine Musikerin mal was produziert, glaube ich.

      • DM86-12
        29.1.2020 - 12:09 Uhr

        @Elysium

        Sein Anwesen hat er aber nicht versteigert & den alten Benz glaub ich auch nicht. Ich habe mal gelesen, dass er sich von Mute / Miller nicht ausreichend unterstützt gefühlt hat. Bei aller Wertschätzung für Wilder, aber es kam auch leider ein bisschen wenig Output, ob jetzt für Recoil oder für Dritte in den letzten 20-25 Jahren. Man kann die Sachen von Dave Gahan mögen oder nicht, aber er ist kreativ und propiert aus. Das kann man von Wilder leider nicht behaupten. Rückläufige Verkaufszahlen, eine komplette Veränderung des Musikbusiness beim Angebot der Produkte. In solchen Zeiten werden so Liebhaberprojekte wie Recoil nicht maximal gefördert. Kann den Frust Wilders dahingend überhaupt nicht verstehen.

      • R Tour
        29.1.2020 - 20:00 Uhr

        Anwesen

        Das Anwesen hat er nicht versteigert, aber verkauft. Konnte man seiner Zeit auf der Seite einer Immobilienfirma sehen.

    • Elysium 🎹
      29.1.2020 - 13:25 Uhr
      23.3

      @DM86-12, ob Alan damals sein Haus in Sussex und seinen Benz verkauft hat entzieht sich meiner Kenntnis, musikalisch Gesehen war er aber wirklich faul, selbst wo absehbar war das er mit dem Projekt Recoil niemals als Musiker davon hätte leben hätte, wäre er als Musikproduzent, Tontechniker und Soundtüftler als Studiomusiker mit seinem Namen sehr gefragt gewesen, aber auch da hat er nichts gemacht von Dede mal abgesehen.

      • DM86-12
        29.1.2020 - 14:33 Uhr

        Sehe ich auch so

        Das hat früher funktioniert und natürlich als Mitglied von DM, aber wenn das Label an dir nix verdient, dann wird es halt argumentativ schwierig. Wilder als Produzent hätte ich spannend gefunden. Vielleicht auch mal eine andere Musikrichtung. Wenn ich Flood oder andere sehe, was und wen haben die alles produziert. Da waren völlig unterschiedliche Genres dabei. Soundtüftler kann ich mir nur schwer vorstellen, denn die Freiheiten bei DM und das Budget haben sicherlich nicht viele zur Verfügung. Kann Wilders Verhalten nicht ganz nachvollziehen. Verlässt aus bekannten Gründen eine weltweit erfolgreiche Band, mit der er gutes Geld verdient hat. Er hatte sicherlich einen guten Namen damals. Und dann kommt halt wenig bis gar nix in rund 25 Jahren. Hier mal ein Mix und dort mal ein Mix. Kreativ sieht anders aus …

      • Stefan
        29.1.2020 - 15:36 Uhr

        Alan Wilder

        Ja, kann ich auch absolut nicht nachvollziehen, von was lebt denn der dann eigentlich?

    • Elysium 🎹
      29.1.2020 - 16:54 Uhr
      23.4

      Von was lebt denn der dann eigentlich?

      Gute Frage, die ersten 10-15 Jahre nach seinem Weggang von Depeche Mode dürfte sein finanzielles Polster genügend groß gewesen sein um gut Leben zu können ohne zu arbeiten.

      Aber irgendwann war davon nicht mehr viel übrig und nicht umsonst versteigerte er seinen ganzen Kram 2011, dazu noch die Scheidung von seiner Frau Hepzibah Sessa 2010 und zwei Kinder die er mit ihr hat, eventuelle Unterhaltszahlungen die er ab 2010 leisten musste, und dann halt keine Einnahmequelle, einerseits weil Recoil floppte und anderswo wollte er in der Musikbranche als Produzent auch nicht tätig sein. 🙄

      • DM86-12
        29.1.2020 - 17:14 Uhr

        Am Hungertuch...

        wird er nicht nagen, aber ohne Einnahmen bzw. nur geringen seit 1995 wird es halt schwer. Das Anwesen ist echt beeindruckend. Wofür hat er denn eigentlich das Studio auf seinem Anwesen bauen lassen? Verdient wird er einiges haben. Zwischen 1982 und 1994 haben DM sehr gut verkauft. Und zumindest mit den Tourneen 86-90 kam noch einiges rein. Aber 2 Scheidungen plus ein guter Lebensstil in UK. Das kostet a bisserl…

      • D.M.A.A.
        29.1.2020 - 17:21 Uhr

        Ja, genau so ist es wie Du geschrieben hast.

        Hi Elysium, könntest Du bitte einen Link über
        Ambiente-Musik posten?

        Danke dafür. :)

      • Stefan
        30.1.2020 - 16:25 Uhr

        Alan Wilder

        Er wird halt noch zum Spaß Mixen, Experimentieren, etc

      • Reklov
        3.2.2020 - 1:44 Uhr

        Von was lebt der eigentlich?

        Na am Hungertuch wird er jetzt auch nicht nagen. Schließlich stehen ihm für alle Aufnahme zwischen 83 und 93 ein Viertel der Künstlertandiemen und ein Teil der Produzententandiemen zu. Und da in den Radiostationen meist Songs aus der Zeit laufen, dürfte da etwas bei rumkommen.

        Einen richtigen Geldsegen gibt es dann alle vier Jahre wenn DM auf Tour gehen. Die Konzerte bestehen ja zu gut einer Hälfte aus Songs dieser Zeit.

    • Elysium 🎹
      29.1.2020 - 21:45 Uhr
      23.5

      @D.M.A.A.

      Ambient Music, nun da gibt es so einige Kategorien,
      ich mag zb. Space Ambient Music und Künstler/Bands wie Stellardrone aus Litauen oder Carbon Based Lifeforms ein schwedisches Ambient-Musik-Duo, Lauge & Baba Gnohm aus Dänemark oder Moonbooter aus Deutschland.

      Stellardrone – Eternity [SpaceAmbient]
      https://www.youtube.com/watch?v=m-0H4HOATOM 🎵

      Normales Ambient und Künstler wie Steve Roach, Harald Nies

      Und wenn es eher geheimnisvoll, düster, bedrohlich, depressiv, unheimlich klingen darf zb. Bands wie
      Raison d’être
      Desiderii Marginis
      Atrium Carceri
      Nagual Art
      Phelios
      Treha Sektori
      Apoptose
      Alphaxone bzw. einfach mal bei YouTube Cryo Chamber eingeben und dort dann die verschiedenen Künstler anhören.

  7. Violation 2020 🖤
    28.1.2020 - 22:27 Uhr
    22

    Rock

    Einerseits stimmt das, andererseits sorgt zuviel Rock’n’Roll dafür, dass Depeche Mode ins U2-mäßige abdriftet, das ist schon etwas zu viel geworden. Elysium hat das mal treffend beschrieben: „U2 mit etwas mehr Keyboard“. Würde ein alter Hase aus der Synthpop-Ecke die Laudatio halten, würde dadurch der Grundton der Band betont werden. Immerhin haben Depeche Mode mal ganz anders angefangen.

    Depeche Mode sind schon sehr rockig geworden. Die paar Synthesizer die die Band noch live nutzt sind mit das einzige was den Synthpop noch etwas aufrecht erhält. Die kann man ja auch noch abschaffen und die Laudatio hält Alice Cooper, dann wäre es komplett. 😉

    • Violation 2020 🖤
      28.1.2020 - 22:28 Uhr
      22.1

      Sollte die Antwort an R Tour sein.

    • R Tour
      28.1.2020 - 22:54 Uhr
      22.2

      Ich bin da absolut auf Deiner Seite.

      Nur leider sehen das DM und ganz besonders Dave seit geraumer Zeit anders.
      Von daher mach Dich auf einen übertrieben rockigen Auftritt gefasst und einen Laudator der uns jetzt noch nicht einmal in den Sinn kommt.
      Ich denke mal nach der ganzen Geschichte wird es hier heiß hergehen.

      • Violation 2020 🖤
        28.1.2020 - 23:07 Uhr

        Denke ich auch

        Vor allem wird es wieder heißen (wie eigentlich in fast jedem Artikel 🙂) das Alan unbedingt zurückkommen muss. Entweder weil er dabei war und alle begeistert waren oder weil er nicht dabei war und sich deswegen große Enttäuschung ausbreitet.

        Am besten fährt Sven nach der Zeremonie erstmal die Server runter bis sich alle beruhigt haben. 😁

  8. Violation 2020 🖤
    28.1.2020 - 20:24 Uhr
    21

    Laudatio

    Die Laudatio sollte meines Erachtens von keinem geringeren als Jean-Michel Jarre gehalten werden. Er als einer der großen Pioniere des Synthie Pops, der das Sampling wie kaum ein anderer beherrscht, wäre wie geschaffen dafür.

    Alternativ wäre auch Ralf Hütter (Kraftwerk) bzw. sein Roboter, der ja auch mal stellvertretend für ihn ein Interview abgehalten hat, eine Möglichkeit. Zumal Depeche Mode von Kraftwerk inspiriert wurde und sozusagen als „Zögling“ – wie es auch eines Tages Kinder machen – einen eigenen, erfolgreichen Weg ging. 😎

    • R Tour
      28.1.2020 - 22:12 Uhr
      21.1

      Rock n Roll Hall of Fame

      Die Betonung liegt auf Rock!
      DM werden dort keinen Synthypop lastigen Auftritt hinlegen sondern noch rockiger sein wie sonst schon.
      Von daher sind Deine Vorschläge sicher interessant, aber leider am Thema vorbei.

    • R Tour
      28.1.2020 - 22:17 Uhr
      21.2

      PS.

      Hattest Du Dich nicht verabschiedet? Mir war so.
      Nun hast Du es ganze 24 Stunden ausgehalten, nicht schlecht.
      Aber Spaß beiseite, willkommen zurück, ich freu mich.

      • Violation 2020 🖤
        28.1.2020 - 22:31 Uhr

        Ich hatte Suchterscheinungen. 😎 Nein Quatsch, ich hatte es in Erwägung gezogen. Aber mal ehrlich, wir sind alle erwachsen und das Kommentieren bzw. Diskutieren mit Gleichgesinnten macht viel zu viel Spaß, um es wegen albernen Streitereien über Bord zu werfen.

        Deswegen:

        „I’m leaving bitterness behind, this time I’m cleaning up my Mond…“

      • Violation 2020 🖤
        28.1.2020 - 22:33 Uhr

        „….mind“. Dieser Moment, wenn dir die Autokorrektur einen Fehler reintackert… 🤪

    • Elysium 🎹
      29.1.2020 - 0:17 Uhr
      21.3

      Zitat: Die Laudatio sollte meines Erachtens von keinem geringeren als Jean-Michel Jarre gehalten werden. Er als einer der großen Pioniere des Synthie Pops, der das Sampling wie kaum ein anderer beherrscht.

      Falsch, Jean-Michel Jarres Musikrichtung ist elektronische Musik irgendwo so zwischen Ambient, Space Ambient und New Age bei späteren Werken auch Ausflüge in Trance, Trip-Hop durch Zusammenarbeit mit Armin van Buuren, Gesaffelstein, Moby, Vince Clarke 👈 aber nicht das was man als Synthiepop im herkömmlichen Sinne bezeichnen könnte wie Depeche Mode, The Human League, Yazoo, Camouflage, De/Vision usw. zumal in den meisten seiner Stücke auch nicht gesungen wird.

      Und bekannt wurde er weniger durch Sampling sondern er gilt vor allem als Synthesizer Pionier, Schrankwände große Modular Synthesizer wie Moog System 55, ARP 2500, Roland System 700 prägten am Anfang viele Jahre seinen Sound.

      Später bei dem Album Zoolook (1984) kam allerdings auch Sampling dazu, 1983 fingen ja auch Depeche Mode damit an und viele andere Musiker wie The Art of Noise, Yello usw. durch das aufkommen von Samplern wie Synclavier, Fairlight CMI, EMU-Systems Emulator I, EMU-Systems Emulator II

      https://equipboard.com/pros/jean-michel-jarre/#modular-synthesizers

      *Klugscheiß-Modus OFF 😉😁

      • Violation 2020 🖤
        29.1.2020 - 8:07 Uhr

        Jarre

        @Elysium: Ja, das sind die Feinheiten. Dass Jarre stilistisch gesehen in eine andere Richtung geht und die meisten seiner Stücke rein instrumental sind weiß ich auch. 😎 Beide sind aber dem Synthpop zuzuordnen und Jarre war schon erfolgreich unterwegs, als Depeche Mode noch nicht mal Composition of Sound hießen.

        Auch wenn Jarre eher nicht mit Depeche Mode zu vergleichen ist, gehört er ganz klar zu den Pionieren des Synthpops. Dadurch wäre er eine weit bessere Wahl als irgendein Rockbandheini. 😁

      • DM86-12
        29.1.2020 - 9:19 Uhr

        Laudator

        Ein Laudator muss aus meiner Sicht nicht unbedingt 100% das Genre abbilden. Im Fall von Depeche Mode und auch anderen Bands aus Hall wird das auch schwer. Die Einflüsse, die DM über 40 Jahre geprägt haben, sind sehr vielfältig. Dementsprechend jemand zu finden, der dies abdeckt, wird unmöglich sein. Das ist aber auch nicht unbedingt das Ziel einer Laudatio. DM werden von so vielen Künstlern aus den verschiedensten musikalischen Genres als Inspiration angesehen. Ich fände es sehr spannend, wenn der Laudator jemand ist, der nicht unbedingt aus dem naheliegendsten Bereich stammt. Es kann auch gerne ein Wegbegleiter wie Corbijn, Miller oder ein Journalist sein. Am Ende kommt es auf den Inhalt der Laudation an …

    • Elysium 🎹
      29.1.2020 - 9:34 Uhr
      21.4

      @Violation 2020 Jarres Musik dem Synthiepop zuzurechnen ist trotzdem falsch, genauso wie wen man Depeche Mode als Rockband bezeichnet. Auch wen sie mittlerweile mehr Gitarren einsetzten, klassische Rockbands sind für mich zb. Rolling Stones, Aerosmith, Queen, U2, Bon Jovi, Bruce Springsteen usw. da ändert sich auch nichts weil DM mal ein rockigeres Album (Songs of Faith and Devotion) gemacht hat oder Songs wie I Feel You und Barrel of A Gun. Live allerdings sind Depeche Mode mittlerweile die U2 mit etwas mehr Keyboards im Sound… 😩 und Dave mimt den Ersatz Bono mit seltsamen Körper und Handbewegungen. 😝

      https://www.youtube.com/watch?v=AC7l-t7Q4zA

      • Violation 2020 🖤
        29.1.2020 - 18:56 Uhr

        Naja, dann halt Elektropop. 🙃

        Die Hinwendung zu einem Rockband-Image fing ja teilweise schon mit Violator an. Dann hat sich DM weiterentwickelt… Welche alternative Richtung DM hätte gehen können, ist Spekulation. Aber Du hast Recht; zwischen Depeche Mode und U2 gibt es keine großen Unterschiede mehr. Im Grunde könnten beide Bands zusammen auftreten.

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