Depeche Mode haben am Donnerstagabend beim Tribeca Film Festival in New York ihren neuen Konzertfilm „M“ erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Erfahrt bei uns alle wichtigen Infos zum Film.
Viel hatten wir im Vorfeld nicht über den Film erfahren: der preisgekrönte Regisseur Fernando Frias hatte drei Konzerte während der vergangenen Tour in Mexiko Stadt mitgefilmt, die Liebe der Fans zur Band dokumentiert und einen Bogen von der Obsession der mexikanischen Kultur für den Tod zum Thema des Albums „Memento Mori“ geschlagen.
Am Donnerstag nun lief der 95-minütge Film, der im Herbst weltweit in ausgewählten Kinos gezeigt wird, zum ersten Mal vor Publikum. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Dave Gahan, Martin Gore und Regisseur Fernando Frias statt. Beide Bandmitglieder erschienen in Begleitung ihrer Ehefrauen.
Kerrilee Gore lobte den Film nach der Premiere auf Instagram: „Wunderbare Arbeit von Fernando Frias. Dieser Film ist poetisch. So viele Schichten und Texturen, die die Live-Energie mit der Bedeutung hinter den Kulissen einfangen“.
Hier sind alle wichtigen Fakten im Überblick:
Ein neuer Song im Abspann.
Was ist eigentlich mit den übrig gebliebenen Songs aus den Aufnahmen-Sessions zu Memento Mori passiert? So lautete eine häufig gestellte Frage von Fans. Das Schicksal eines der unveröffentlichten Songs ist jetzt erklärt. Er lief im Hintergrund des Filmabspanns. Sein angeblicher Titel: In The End.
Bei der anschließenden Diskussion kam die Band kurz auf den Song zu sprechen. Martin Gore merkte scherzhaft an, dass er keine Ahnung habe, was sie mit den anderen drei unveröffentlichten Liedern machen sollten.
A new song was played during the credits ??? #DepecheMode #M #Movie #credit @djerickdj1977 #newsong pic.twitter.com/k1VbyulyTX
— Depeche Mode Europe ? (@dmforumeu) June 6, 2025
Schwierige Aufnahmen
Die Aufnahme der drei Konzerte gestaltete sich schwieriger als angenommen. Fernando Frias wollte unbedingt die Energie und den Gesang der Fans einfangen. Das führte beim Sound zu Überlagerungen mit dem Stadion-Sound. Auch bei den Videoaufnahmen war viel Fingerspitzengefühl gefragt, um die Live-Bilder während der Show nicht zu stören.
Wie kam es zu diesem Film?
Die Frage, wer die Idee zu diesem Film hatte, blieb In der Paneldiskusion im Unklaren. Regisseur Frias erwähnte eine Kontaktperson, die beteiligt war, und auch die Band sprach nur von einer „Möglichkeit“, die sich eröffnet hatte.
Warum wurde der Film in Mexiko gedreht?
Martin Gore erklärte in der Diskussion dass die Band sehr viele Live-Filme in Europa und einige in Amerika aufgenommen. Es sei sehr wichtig und Toll, dass die Band nun einen Film in Mexiko gemacht habe. Mexiko sei über die Jahre sehr wichtig geworden und die Band würde großartig unterstützt. Regisseur Frias ergänzte, dass Depeche Mode in Mexiko durch alle Bevölkerungsschichten sehr populär seien. Die drei Konzerte in Mexiko City mit jeweils 80.000 Zuschauern seien alle ausverkauft gewesen.
Funfact: Oeiras bereitete sich mit Fanmitschitt vor
Ein Funfact am Rande: Um sich auf die Konzerte vorzubereiten, hatte sich Fernando Frias bei YouTube „Full Concert“- Mitschnitte von Fans angesehen, die ion mühevoller Arbeit viele unterschiedliche Handy-Aufnahmen zu einem Konzertfilm zusammen geschnitten hatten.
TB
Massive Attack kurzfristig abgesagt für heute in Bonn und morgen in Berlin…..WTF!
Grund ist beiher noch unbekannt….
Hoffe es ist wenigstens nichts Ernstes für die Band, sondern nur ein temp. Problem!
bisher – nicht beiher natürlich…..
Ja heute um 14:30 kam die Email. Zum Glück kurz bevor ich mich zum Bahnhof aufgemacht habe.
Vielleicht hatte das auch politische Gründe – hab stattdessen heute mal ein wenig nach bereits stattgefunden Konzerten im Ausland gegoogelt – das ist aber kein Thema für hier.
Na ja, in der BZ (Plus Artikel) steht was von, sie machten Propa. für eine bestimmte Organisation. Könnte damit im Zusammenhang stehen? Wer weiß!
https://www.youtube.com/watch?v=Qf8K7ZTWRbo&list=RDQf8K7ZTWRbo&start_radio=1
Duran Duran Konzert in Berlin 2025. :)
Schöne, klare Kameraaufnahme.
Ich finde, dass der Sänger nicht zu viel über Politik gesprochen hat, sondern nur das Nötigste. Bravo! ;)
Und wir sind alle einer Meinung. Es ist nun mal nicht jedermanns Sache, die Bühne für große Statements zu nutzen. Die Botschaften finden sich in den Lyrics und es liegt an uns, diese zu verstehen. Wenigstens den Versuch zu wagen. Wem es alleine um die Komposition geht, hat den Sinn von Worten nicht verstanden.
Unweigerlich denke ich an City mit „Am Fenster“. (@Marcus Green). Jeder DDR Bürger wusste um die Bedeutung des Textes. Mir als Wessie blieb das eine ganze Zeit verborgen, bis ich mich damit auseinandergesetzt habe.
Bruce Springsteen’s „Born in the USA“ wird heute noch von vielen falsch verstanden :-)
Habt alle eine schöne Woche und möge der Hitzegott gnädig mit uns sein. Hoffentlich hat er seinen Kumpel Wind aktiviert.
da mach ich gleich hier oben weiter – schöne Runde! Nette Worte und wertschätzender Austausch – das ist echt mal wieder toll hier!!!!
@Sabine K.: nich schlimm – ob c oder k ist Teil meines Lebens und kommt selbst bei Menschen vor, denen das nicht passieren sollte ;o)
@L51: Du warst am Freitag hier in B beim Konzert? Dann hätten wir uns doch treffen können, menno!!! (wäre echt schade…oder meintest Du das Konzert von Bruce?)
Und genau das, was Du zur Spirit sagst, wollte ich auch schon schreiben ;o)
Und ja, da gab es ja schon einige Bands im Osten, die wirklich gutes und vor allen Dingen doppeldeutig unterwegs waren….Wolf Biermann (Ziehvater von Nina Hagen) wurde wegen seiner Texte des Landes verwiesen! Ich bewundere auch den Mut, mit dem sich Künstler in diesen Umständen bewegt haben – im Übrigen ist „Kraftklub“ die Nachkommenschaft genau dieser Künstler aus der ehemaligen DDR und sind (für mich jedenfalls)mit ihren Texten ebenso bewegend unterwegs. (https://youtu.be/e3qLmEfjXfs?si=Uh5bLOoqPZOvXCrA)
Freu mich total über all Eure Beiträge und die tolle Diskussion!!! Freu mich auch total auf Massive Attack….ist schon mein 4. oder 5. Konzert mit denen und immer wieder der Hammer!!!
LG
Bei Massive Attack bin ich auch. am 07. in Bonn.
Dieses Jahr ist konzertmäßig ziemlich geil.
Air kommt einen Monat später.
Iggy Pop, Patti Smith, Simple Minds
Ich hab noch viel vor und freu mich sehr
War ein Typo
… nono, ich war bei Bruce (in der Turnhalle Herne West, haha)
Ich komme aber in Kürze ins dicke B., vielleicht schaffen wir ja was :-)
@M Lilac, Du hast recht. Ein tolles Jahr. Beneide Dich sehr um Iggy morgen. Schon mein zweiter trauriger Dienstag ;-)
Einen schönen Abend wünscht
L51
@M Lilac: ach ja, AIR hatte ich auch geschaut, aber leider kommen sie hier nicht vorbei und reisen wollte ich nun nicht unbedingt. Schade…hätte ich auch gern mitgenommen in diesem Jahr….
@L51: ach – o.k. – dann sind wohl alle bei Bruce gewesen ;o) Aber klar, gib mir ne Info – vielleicht bekommen wir was hin…wenigstens ne Kaltschale oder nen Kaffee, würde mich sehr freuen ;o)
Wenn Künstler Statements bei ihren Konzerten abgeben, sollten diese auch glaubwürdig sein. Einem Bruce Springsteen (Juni 2025 live erlebt) dessen Songs gesellschaftskritisch sind, kann ich seine Worte bezüglich der momentanen Situation in seinem Land abnehmen. Duran Duran haben auf die Situation in Gaza hingewiesen und ja „I can subscribe the words“, aber ich bin mir nicht sicher, ob das unbedingt nötig war. Duran x2 haben eher polarisiert.
Würden Depeche Mode ein Statement zu USA abgeben, fände ich das irgendwie merkwürdig, um nicht zu sagen vollkommen daneben. Es würde einfach nicht zu ihnen passen. Ich bezweifle allerdings, das es daran liegt, dass die Truppe absolut fokussiert auf ihre Songs und die Fans ist. Ich denke, das Management hat ihnen geraten, gewisse Themen nicht anzusprechen und bei Interviews auf solche Fragen mit relativ kurzen und wenig aussagefähigen Sätzen zu reagieren. Und das beherrschen sie ja hervorragend.
Soweit ich mich erinnere erwähnte Simon aber auch Menschen in Israel, der Ukrsine und Iran, Menschen mit
Wünschen zu ein bisschen Glücklichkeit , Menschen mit Wünschen zu einer « Ordinary »World , denen Menschen war auch in gewisser Weise der Song gewidmet.
Das war kein politisches Statement, das war mE menschlich , Human.
Im übrigen D2 folgten in ihren Songs
selten einer politischen Agenda, aber
für eine Sache im Guten setzte sich die Band oder ihre Mitglieder genügend ein ( Band Aid, Klima und Umweltschutz) und weitere Charityd z Bsp iS Drogen Aufklärung und Prävention.
Im übrigen findest du auf ihrem Début Album das wunderschöne
cineastische Tel-Aviv , eine kleine Hommage an diese Stadt Simon hat dort gearbeitet , glaube 1979 (?).
Beste Grüße
@Dorian
die Zustände und das Leben der Menschen in diesen Ländern hat sehr wohl mit Politik zu tun. Ich verstehe es nie wenn du sagst, keine politischen statements….Warum erwähnen sie denn die USA, Ukraine, Iran, Gaza etc? Natürlich geht es ums Menschliche, was ist richtig, was falsch? Und wer/was leidet unter entsprechender Politik? Die Grundwerte/rechte dieser Menschen. Ich finde, dass man das so nicht trennen kann, aber jeder wie er meint.
@Andrea: ich glaube nicht, dass sich Dave und Martin derart ihrem Management unterordnen.
P.S.: @Andrea: das stimmt so nicht mit den Interviews, sie waren in einigen sehr deutlich.
Nein, seitens Band oder Simon erfolgten keinerlei (!) Aussagen zu irgendwelchen Parteien oder ihrem Programm, wie Bruce Springsteen z Bsp für die Demokraten. Nur für die Menschen mit ihren Wünschen nach einer etwas friedlicheren Welt, die du auf beiden Seiten findest , aber die man nicht hört. Das war eine menschliche, humane Aussage
über irgendwelchen Partei Programm oder Konflikte hinweg. Das war eine Aussage wie man sie auch in anderen künstlerischen und / oder religiösen Strömungen findet, der Wunsch nach Frieden , nach einer
„Ordinary World“, in dem etwas Ruhe liegt. Man muss und sollte nicht aus allem etwas politisches interpretieren,
hier ging es nur um einen wunderschönen Pop Song und dessen tiefere, vielleicht auch zeitlose
Bedeutung. However.. Simon bekam Beifall und der Song wurde von fast allen mitgesungen, ruhig und mit strahlenden Handy‘s , wie als gäbe es doch noch Licht auf dieser Welt zu einer friedvolleren Entwicklung.
Nur zutiefst menschliche Wünsche, fernab irgendwelchen Parteiprogrammen, um zu sagen es gibt auch noch gute Menschen auf diesem Planeten und alle vereint der Wunsch nach etwas mehr Gewöhnlichen, in all dem politischen
Auseinandersetzungen. Ihnen war der Song mMn gewidmet. Hierfür danke und Respekt mM. die richtigen Worte gefunden zu haben.
Beste Grüße
Dorian hat völlig Recht.
Simon hat dazu aufgerufen auch an die zu denken die jetzt keine good Time haben können.
Er hat dann alle die genannten Orte mit Kriegen erwähnt.
Er hat keine Stellung bezogen.
Damit konnte ALLE übereinstimmen.
Er war nicht politisch sondern er hat eher zur Demut aufgerufen und dazu dankbar zu sein dass wir das erleben können (und andere nicht).
Ich war am Freitag auch bei Bruce.
Der Verbrecher der seine Heimat kaputt macht zog sich durch das ganze Konzert.
Er hat ihn nicht einmal beim Namen genannt.
Die beiden miteinander zu vergleichen ist noch unmöglicher als Äpfel mit Birnen zu vergleichen.
Na klar, love and peace for everyone, da sind wir uns einig, Dorian. Und trotzdem lässt sich das für mich nicht so trennen. Ohne es auszusprechen weiß doch jeder was gemeint ist. Simon leBon sagte, an diese Menschen denken, wie gut wir es doch haben. Nun, ich habe es auch unter vielerlei anderen Aspekten gut (z. B. Gesundheit, Familie…).
Aber wer weiß schon, was noch alles kommt…Auf jeden Fall die 40 Grad wohl…
Macht’s Beste draus.
@Sabine K.
Ein Management ist unter anderem dazu da, die Künstler zu „schützen“ und geben ihren Schützlingen daher entsprechende Empfehlungen. Das hat nichts mit unterordnen zu tun. Ich kenne nicht alle Interviews, ich gehöre auch nicht zu denjenigen, die jedes von Dave, Martin & Co. gesprochene Wort „aufsaugen“ und schon gar nicht bin ich eine, die alles glaubt, was über DM geschrieben steht. Meist reden sie über das, womit sie ihr Geld verdienen: Musik. Und das ist genau das, was mich interessiert.
@Dorian Gray
Ja, Duran Duran haben darauf hingewiesen, dass (fast) alle Menschen nur in Frieden, Freiheit und Ruhe leben möchten, egal, auf welchem Teil des Planeten sie sich befinden. Darum ging es mir gar nicht. Ich bin ja auf deren Seite, aber Duran Duran haben mit ihren Worten polarisiert (weil unerwartet ?). In Düsseldorf haben einige Besucher den Saal verlassen. Ob aufgrund der Worte, der späten Stunde oder vielleicht doch die Akustik ausschlaggebend war, weiß ich allerdings nicht. :-)
Ich bin kein Duran Duran Fan. Sie kommen aber eher selten nach Deutschland und ein DD Konzert hat in meiner Sammlung gefehlt. Ich habe hier, oder war es woanders, gelesen, dass das Konzert eines der besten gewesen sei, die der Schreiber seit langem erlebt hat. So euphorisch bin ich nicht. Es war ein gutes Konzert (einige der Videos waren schon sehr erstaunlich), mehr aber auch nicht (meine persönliche Einschätzung). Zwei Tage zuvor war ich bei Selig und fand das genauso ansprechend.
Allgemein gesprochen: Ich gehe auf Konzerte, um Live-Musik zu hören und zu fühlen. Gesellschaftskritische Statements sind für mich (aufgrund der momentanen Weltlage) okay, wenn sie nicht überhand nehmen. Künstler nutzen ihr „Wohnzimmer“ (Bühne) um auszusprechen, was sie bewegt. Doch was bleibt am Ende von diesen Statements? Das Publikum geht nach hause und das war’s. Kein Künstler wird mit irgendeinem Satz – sei er auch noch so intelligent und gut formuliert – jemanden im Publikum überzeugen oder womöglich eine Revolution entfachen. Ich denke da an Herbert Grönemeyer, der für seine sehr gut gewählten Worte einen Shitstorm über sich ergehen lassen musste. Bruce Springsteen wird sogar verbal bedroht, dafür dass er seine Meinung sagt. (Obwohl er „Lord Voldemort“ nicht explizit erwähnt hat).
Und wenn jemand meine Meinung nicht teilt, sondern anderer Meinung ist, so darf er das gerne sein. Mein Land ist ein freies Land, wo Werte wie Vielfalt und Meinungsfreiheit immer noch zählen und von den meisten auch (noch) gelebt werden.
Demut … danke für deine Worte
darum ging es
@Sabine
Ordinary World ist kein politischer
Protest Song , er gehört zur
Ghost Triologie, indem Simon den Verlust eines Freundes verarbeitet.
@Andrea
jeder Mensch hat sein eigenes subjektives Empfinden iS Musik
und Kunst sowieso : )
Ich fand Konzi und Band super
und hoffe , dass die Jungs nochmals in Deutschland ein Konzert geben,
denke bin da nicht alleine in Deutschland, in GB und USA geben Sie öfter Konzerte.
Ich fand Simons Worte mutig und treffend für diesen einen (!) Popsong,
fernab jeglichem politischen Statement oder politischen Ansichten einzelner.
Grüße in die Runde
Ist ja mal ganz interessant hier.
Also ich fand Simon Le Bon schon glaubwürdig, weil es eben nicht wirklich politisch war und auch nicht drüber.
Die Gefahr ist ja dass die Leute nur bestimmte Schlagworte wahrnehmen. Dann kann alles nach hinten losgehen. Aber wer zugehört und verstanden hat hatte keinen Grund angepisst zu sein.
Ich bin auch der Meinung dass Künstler ihre Reichweite dazu nutzen sollten und nutzen müssen. Depeche Mode tuen das auch. Mal mehr mal weniger direkt.
Ja und Bruce Springsteen wird massiv angefeindet. Aber er tut es trotzdem. Weil er sich selbst im Spiegel anschauen möchte. Dieser Mann hat einfach Profil. Er möchte für bestimmte Menschen keine Musik machen. Und wenn Leute das Konzert verlassen, dann ist das auch nicht zu bedauern. Die sollen bleiben wo der Pfeffer wächst.
Es ist auch schon vorgekommen dass ich ein Konzert deswegen verlassen habe.
Hps. in Frankreich. Bei Fever Ray z.B. oder anderen „nordischen“ Acts.
Das fand ich auch unerträglich.
Ich hätte das lieber nicht gewusst. Aber sowas zu ignorieren schafft es nicht aus der Welt.
So weiss ich wenigstens Bescheid.
So zu tun als ob es nur um Musik ginge ist blauäugig.
…hab Eure Diskussion mit Interesse verfolgt und fand das jetzt auch eher mitfühlend als ein hartes Statement.
Da haben wir ganz andere Künstler, die sich tatsächlich weit aus dem Fenster lehnen, wenn es um politische oder auch allgemeine Statements geht (zur Kunst zähle ich mal auch die Schauspieler ;o)
Musik war ja aber auch gerade immer schon eine Option sich offen oder auch etwas gewundener mitzuteilen – da erinnere ich nur gern an die musikalischen Aktivisten aus dem Osten, die aufgrund der Zensur noch mehr mit Metaphern gearbeitet haben, um etwas zu sagen und doch (aus eigenem Schutz) wieder auch nichts zu sagen. Diese Zeiten sind in unseren Kreisen ja (bisher und hoffentlich noch lange) vorbei.
Das kommende Konzert wird Massive Attack sein und da bin ich schon sehr gespannt!!
Denn wenn die nicht politische und / oder humanistische Botschaften haben, dann wüsste ich nicht, wer sonst….
Und auch bei DM hatte ich nie den Eindruck, dass sie sich komplett aus dem Spiel nehmen – das hatte immer ein „Geschmäckle“ – mal mehr und mal weniger, mal allgemeiner, mal spezifischer…..Warum denn aber auch nicht, denn die Reichweite kann ja auch toll etwas bewirken!!!
Gutes in die N8 für Euch
Artists are here to disturb the peace. They have to disturb the peace. Otherwise, chaos.
James Baldwin
Ich fürchte, dass viele Menschen leider immer mehr in ihren Denkmustern gefangen sind und sich auch nicht gern aus selbigen heraus bewegen möchten. Es liegt in unserer Natur, dass wir nach Bestätigung hecheln und nicht danach, uns zu hinterfragen.
Schwierig, wenn die Idole auf der Bühne plötzlich ganz andere Töne spucken, als man hören möchte. Nicht jeder kann damit umgehen und sehr viele – leider – werfen auch ganze Menschen über Board, weil sie in einem einzigen polarisierenden Thema plötzlich eine andere Meinung haben. Die Pandemie lässt grüßen.
Ich habe schon beide (Dave und Martin) sowohl klare als auch ausweichende Statements sagen hören, aber ich würde einfach mal vermuten, dass wir hier alle so ungefähr wissen, wofür die beiden stehen, auch wenn sie nicht in Bono oder Boss Manier auftreten, oder nicht?
We’re going backwards, ignoring the reality, armed with new technology – where’s the revolution?
Wenn ich mir Spirit anhöre, hab ich da nicht viele Fragen, ehrlich gesagt.
Springsteen stand Zeit seines Lebens für seine Werte ein. Er hat auch für viele gesungen, die sich heute deswegen von ihm abwenden. Das ist die Geschichte von den dümmsten Kälbern und man hat das Gefühl, es schmerzt ihn auch wahrhaftig. Aber es kam mir persönlich auch so vor, als habe er das dringende Bedürfnis gehabt, sich und seinen Patriotismus zu erklären, seine Liebe zu den USA, die halt nicht nur aus Lord Voldemort und seinen Anhängern bestehen. Little Steven hat in einem Interview gesagt, sie haben die Hälfte ihrer Fans deswegen verloren, aber es sei halt jetzt eher die Zeit, Farbe zu bekennen.
Dazu darf jeder stehen wie er will. Ich find’s gut und auch wichtig, andere sagen:
Ich will auf ein Konzert gehen, da will ich abschalten und von all dem nix hören (oder finden das Gesagte sogar falsch).
Persönlich halte ich das für naiv, denn die Welt draussen hält leider nicht an, weil ich mal eine Katastrophen-Pause brauche. Ich glaube, dass niemand, der in einer liberalen Demokratie leben möchte, sich derzeit zurücklehnen und darauf hoffen sollte, dass „die anderen“ das schon richten.
Aber: wer es trotzdem tut, darf natürlich auch das. Und er darf sich hinterher sogar bitterlich über alles beschweren, wogegen er oder sie nie die Stimme erhoben hat, denn auch das ist (vielleicht ein wenig bescheuert, aber…) nicht verboten. Und am Ende macht es das ja sogar aus.
Ich erinnere mich noch an das ganze Setlist Gezeter. Mit welchen Kraftausdrücken deswegen hier um sich geworfen wurde, meine Güte. Leben und Leben lassen, es ist bloss eine Setlist – nicht hingehen halt… niemand wird gezwungen sich ein Ticket zu kaufen. Auch nicht für Springsteen, man wusste doch, wofür der steht – was haben die Leute erwartet?
Ich war auch am Freitag da, das Konzert war mega. Wenn einer rausgelaufen ist wegen der beiden Ansprachen – selber Schuld…
Gut’s Nächtle & VG, L51
@Dorian: Ich habe nie behauptet, dass ‚Ordinary World‘ ein politischer Protestsong ist.
Es geht mir um die Messages allgemein. Und jeder sollte für sich überlegen, wie er damit umgeht, bzw was er annimmt.
@Markus: die ehemalige DDR ist ein gutes Beispiel.
Sorry, Marcus mit c natürlich.
@L51
„Ja es ist wirklich schwierig, wenn die Idole auf der Bühne plötzlich ganz andere Töne spucken“
Aber trotzdem ist es gut und richtig dass sie es tun.
Denn ob ich es toleriere oder bleibe kann ich ja entscheiden.
Es gibt Sachen da gehe ich sofort und Themen da denke ich
„O.K. sehe ich so nicht, aber na ja“
Oft ist es auch das wie. Leute die die prophetisch auftreten egal welcher Couleur gehen auch nicht.
Die Welt ist bisher für mich noch nicht zusammen gebrochen.
Aber theoretisch wäre das denkbar.
Praktisch aber nahezu unmöglich. So gut kennen wir unsere Jungs schon.
Sowas wie bei einem gewissen M halte ich für nicht denkbar.
Aber am Ende ist das alles total subjektiv … natürlich mache ich das so, wie es in meine Welt passt. Manche Themen sind für mich nicht diskutabel.
Ja… stimme ich zu 101% zu.
Ich finde es auch gut und wichtig – aber ich habe es auch leicht damit.
Der Boss spuckt keine Töne, die mir missfallen. Dave und Mart auch nicht,
Aber in einer berühmten Kinderbuchreihe hat ein weiser Patenonkel einmal gesagt:
Die Welt teilt sich nicht in gute Menschen und Todesser. Wir haben alle eine helle und eine dunkle Seite in uns.
Ich versuche, tolerant mit den Fehlern und abweichenden Meinungen meines Umfelds umzugehen. Aber wie Du habe ich natürlich rote Linien.
Tatsächlich muss ich aber zugeben, dass meine Phantasie absolut nicht ausreicht, mir vorzustellen, dass auch nur eine(r) meiner wenigen Superhelden diese überschreiten würde.
Weiß daher gar nicht, was ich dann täte. Man versuche, sich ein Hosen-Konzert vorzustellen, und Campino machte Werbung für unsere „rechts-außen-Partei“. Das wird nie und nimmer passieren. Genausowenig würden DM ein Konzert für das Trumpeltier geben.
Also schiebe ich das beiseite und nehme mir vor, mich diesem Problem zu stellen, wenn es da ist. Also eher nie – lucky me!
Ein Teil der Springsteen Fans musste sich real dieser Wahl stellen. Allerdings bin ich ehrlich: verstehen kann ich das nicht so ganz. Denn wo der steht, das ist seit 50 Jahren bekannt. Da gab es keinen Grund, aus irgendwelchen Wolken zu fallen…
Zuhören hilft manchmal ;-)
LG, L51
Zsmsts – LOL
Da bin ich beim 10-Finger tippen bei meinem Namen mit beiden Händen eins nach rechts gerutscht und habs nicht gemerkt
Danke @L51
Ja genau richtig was Du sagst.
Bei mir gibt es ein paar Acts die bei einem bestimmten Thema meiner Meinung nach etwas kurz denken und das auch gerne kundtun.
Das nervt mich auch, aber sollen sie.
Dazu ist ja alles gesagt.
Schwitzt schön alle :)