Imtech Arena

Depeche Mode kehren nach Hamburg zurück

Depeche Mode machen "Music for the Masses". Foto: Uwe GrundAm Montagabend kehrten Depeche Mode nach Hamburg zurück, dem Schauplatz ihres ersten Liveauftritts in Deutschland. 45.000 Zuschauern in der Imtech Arena feierten die Band – und Martin sang erneut But Not Tonight. Die ganze Setlist und Bilder bei uns.

Es war der 25. September 1981, als die damaligen Bandmitglieder Dave Gahan, Vince Clarke, Martin Gore und Andy Fletcher in der Hamburger Markthalle zum ersten Mal vor deutschem Publikum spielten. 32 Jahre und über 100 Millionen Tonträger später traten sie nun in der Imtech Arena auf.

DEPECHE MODE – Live in Hamburg with "BUT NOT TONIGHT" (17.06.2013)

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Im Vorprogramm heizte ab 19:45 Uhr Douglas J. McCarthy dem Publikum ein, der den meisten als Mastermind von Nitzer Ebb bekannt sein wird.

Bilder

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Hamburg-Stream

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Setlist

01. Welcome To My World
02. Angel
03. Walking In My Shoes
04. Precious
05. Black Celebration
06. Policy Of Truth
07. Should Be Higher
08. Barrel Of A Gun
09. Higher Love (Martin)
10. But Not Tonight (Martin)
11. Heaven
12. Soothe My Soul
13. A Pain That I’m Used To
14. Question Of Time
15. Secret To The End
16. Enjoy The Silence
17. Personal Jesus
18. Goodbye
—- Zugabe —-
19. Home (Martin)
20. Halo
21. Just Can’t Get Enough
22. I Feel You
23. Never Let Me Down Again

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Letzte Aktualisierung: 19.6.2013 (c)

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

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Kommentare

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  1. Lissy
    21.6.2013 - 10:11 Uhr
    260

    @HaJö

    Was die Organisation/Einlass angeht, gebe ich dir Recht, ansonsten muss ich dir in einigen Punkten widersprechen!

    1. Der Weg zur S-Bahn Stellingen
    Ja, der ist nicht besonders gut beleuchtet und müsste ich da nachts im Dunkeln alleine rumlaufen, würde ich mich nicht wohlfühlen.
    Da aber ein Trott von tausenden Menschen hintereinander herlief, konnte man eigentlich weder Angst haben noch Probleme mit dem Weg bzw. Verletzungsgefahr, es sei denn man läuft neben dem Weg. Dann ist man aber selber schuld.

    2. Die Setlist (immer wieder gerne diskutiert)
    Die Singles-Tour war 1998…
    Bei der aktuellen Tour wird das neue Album live vorgestellt, insofern werden aus diesem Songs gespielt.
    Das sollte auch jedem Stadionbesucher bei so einem Konzert vorher klar sein. Und wenn auf den Tribünen bei den neuen Liedern viele Leute im Dämmerzustand auf den nächsten Hit warten, ist das wieder einmal eigene Schuld. Hat man sich vorher mit den neuen Liedern beschäftigt, und das haben aus meinem Block (15A) anscheinend viele Leute getan, dann kann man auch zu diesen Songs feiern, tanzen und vor allem singen! Oder man hört eben einfach zu.

    Für mich persönlich wäre es eine Riesenenttäuschung, würden nicht so viele neue Songs gespielt! Ich LIEBE Delta Machine, für mich dürften auch noch 3 Songs mehr davon gespielt werden, nämlich Slow, Broken und Alone.

    Natürlich ist mir auch klar, dass die Stimmung im Stadion auch Songs wie ETS, NLMDA und PJ braucht, ich selber brauche diese Songs nicht (obwohl ich sie natürlich dann auch mitsinge).

    3. Der Sound war in unserem Block von Anfang an wahnsinnig gut.
    4. Der „echte Rockschlagzeuger“ ist auch schon seit 1998 dabei, der sollte mittlerweile nicht mehr für Verwunderung sorgen…

    5. Die Band
    Was du zu Dave und Martin schreibst, da stimme ich dir größtenteils zu.
    Die großen Redner mit dem Publikum waren sie noch nie, auch das weiß man.
    Einige kleine Statements kommen schon mal, das kriegt man dann aber wohl nur mit, wenn man weit vorne ist.
    Ich finde aber, dadurch, dass die Jungs vorne auf der Bühne mehr Kontakt miteinander aufnemen als bei vergangenen Touren, und miteinander schäkern, überträgt sich dieses als positiv auf das Publikum. Jedenfalls kommt das bei mir so an.

    Fazit für mich:
    Ich habe ein rundum gelungenes, tolles Konzert bei den „kühlen“ Hamburgern erlebt (ich selber bin extra aus NRW angereist).
    Tolle Stimmung, toller Sound, super Setlist, eine großartige Band, die mir immer wieder Gänsehautmomente beschert hat!

    So, das soll´s von mir gewesen sein!

  2. Mydepeche
    21.6.2013 - 8:27 Uhr
    259

    @hajö

    1. Wo hast Du gesessen? In dem Block hinter dem Shirtstand/Mischpult/Kameraturm wurden keine Karten verkauft.
    Sich freiwillig dahinter hocken und danach meckern? :-)
    2. Zur Vorbereitung hättest Du Dir die Sotu Tour auf DVD angucken können. Die Dramaturgie der DM Shows hat Sich in den letzten 15 Jahren nicht wirklich verändert.
    3. Du forderst Songs wie „A Question of Lust”, “Blasphemous Rumours” “Shake the Disease, It Doesn’t Matter Two”, “The Things You Said” Das sind alles langsame Songs. Noch langsamer als das was Sie teilweise gespielt haben. (Downers wie Du sagst) So richtig ist mir nicht klar was Du eigentlich sagen möchtest. Ein Konzert nur mit Martin war es ja nicht.
    DM hat immer mit der Songauswahl überrascht. Warum glauben hier einige nach 33 Jahren immer noch, dass das im 33. Jahr aufhört?

  3. Dressed in Red
    21.6.2013 - 2:24 Uhr
    258

    Lieber HaJö,
    auf DM-Konzerten werden immer etwa ein halbes Dutzend Songs aus dem aktuellen Album gespielt. Das erwarten auch sehr viele, die die alten Hits schon x-mal live gehört haben. Das hat nichts mit „unpassender Selbstverwirklichung der Band“ zu tun. Genauso könntest die Band auffordern, aufzuhören, neue Musik zu machen, und nur noch mit Oldie-Programm herzumzutingeln. Wie sollen sich neue Songs live etablieren, wenn sie nicht gespielt werden dürfen?
    „Barrel of a Gun“ hat neben wenig negativem viel positives Feedback hier bekommen.
    Die verbale Kommunikation der Band war nie anders in der Depeche Mode-Geschichte.
    Und wenn Dich schon der Schlagzeuger befremdet, wie hättest Du dann erst die Soul-Sängerinnen verkraftet, die auf der Devotional-Tour 1993 Gospel-Gesang zu den DM-Songs beisteuerten?

  4. HaJö
    21.6.2013 - 1:21 Uhr
    257

    Nach ein paar Tagen

    Nachdem ich das Konzert ein paar Tage ’sacken lassen‘ konnte und wirklich jeden einzelnen Kommentar hier mit großem Interesse gelesen habe, möchte ich nun auch noch meinen Senf dazu geben.

    Die Organisation:
    Der Einlass (Südtribüne) war total stressfrei, das Personal freundlich und entspannt. Die Preise für Speisen (lecker Fischbrötchen!) und Getränke (lecker Wodka/Red Bull!) waren für solche Großereignisse normal und okay.

    Im Stadion war ausgerechnet in der Mitte des Spielfeldes ein großer DM-Devotionalien-Shop aufgebaut, der die Sicht auf die Bühne verhinderte. Somit musste ein riesiger Teil des Innenraums ungenutzt bleiben. Das sah von hinten (Block 11B) sehr blöd aus.

    Nach dem mäßigen Vorprogramm erfüllte das Stadion eine volle halbe Stunde lang eine grässliche, sich ständig wiederholende Techno-Klangtapete, die einem schon vor Konzertbeginn den letzten Nerv raubte.

    Nach dem Konzert: Der lange Fußweg aus dem Stadion zu den Parkplätzen und zur S-Bahnstation Stellingen ist so gut wie unbeleuchtet, die winzigen Hinweisschilder kaum zu lesen und ebenfalls nicht beleuchtet. Zustände, die einer ‚Weltstadt‘ wie Hamburg unwürdig sind. Für Menschenmassen vollkommen ungeeignet, da hohe Verletzungs- und ‚Verirrungs‘-Gefahr.

    Die Show:
    Wenn man sich als Band für riesige Stadionshows entscheidet, sollte man zwei wichtige Dinge bedenken.

    Erstens: Da die Akteure auf der Bühne von den Tribünen aus so klein wie Gummibärchen sind, sollten die Zuschauer auch aus sehr großer Entfernung noch einen möglichst optimalen optischen Eindruck gewinnen können, Dies war hier leider nur begrenzt der Fall, denn die Leinwände waren dafür einfach zu klein dimensioniert. Trotzdem war es gerade noch okay.

    Zweitens: Wenn man ein ganzes Stadion in Wallung bringen will, dann sollte man fast ausschließlich erklärte Publikumslieblinge und Hits bringen. Hits, Hits, Hits. Immer dann, wenn DM dies taten, explodierte die Arena geradezu. Fast alle sangen mit, und der ohrenbetäubende Applaus war lauter als bei jedem HSV-Tor.

    Allerdings war die Setlist für ein Stadionkonzert insgesamt recht ungeschickt zusammengestellt, denn nach den ‚Uppers‘ kamen immer wieder die ‚Downers‘ und versetzten die Tribünen in eine Art Dämmerzustand oder genervtes Warten auf den nächsten Ohrwurm (warum zum Teufel belästigt man die Menschen z.B. mit Songs wie „Barrel of a Gun“??).

    In riesigen Arenen ist es ein Fehler, sich als Band ’selbst verwirklichen‘ zu wollen, zumal, wenn man sich nur alle Jubeljahre mal auf Tour bemüht. In den USA gibt es im Showgeschäft den sehr wahren Satz ‚Give the people what they want‘ (Gib den Leuten, was sie wollen).

    Wenn man dem Publikum legendäre Favourites wie z.B. „Everything Counts“, „A Question of Lust“, „Blasphemous Rumours“ oder Superhits wie „People Are People“, „Master and Servant“, „Shake the Disease“, „Strangelove“ und „Stripped“ einfach verweigert, dann muss man sich nicht wundern, wenn die Stimmung immer mal wieder absackt. Was könnte man aus so einem Ereignis alles machen, wenn man nur wollte!

    Der Sound war am Anfang ziemlich merkwürdig (man kam sich vor wie bei einem Metalkonzert), das besserte sich aber später. Gleichwohl frage ich mich, warum bei einer Elektropop-Band ein ‚echter‘ Rockschagzeuger mittut und dann in der Klangabmischung auch noch derart im Mittelpunkt stehen muss.

    Die Band:
    Dave Gahan war phantastisch. Wie man in diesem Alter und nach schweren Lebenskrisen derart fit sein und die Bühne rocken kann, ist kaum mit Worten zu beschreiben. Ein klassischer Performer, eine Art heterosexueller Freddie Mercury mit Tattoos.

    Seine kraftvolle Stimme ist beeindruckend, wenn auch immer noch vollkommen ohne jede Schulung. Nicht jeder Ton wird getroffen, aber das macht bei ihm irgendwie überhaupt nichts.

    Martin Gore, the fantastic mastermind, singt live einfach großartig. Auch wenn ich mir noch andere Songs von ihm gewünscht hätte („It Doesn’t Matter Two“, „The Things You Said“), liebe ich ihn über alles.

    Die Schwäche von beiden ist allerdings die Kommunikation mit den Massen. Außer „Hello Hamburg“ oder „Thankyou“ kam da nicht viel. Wo sind die kleinen, aber feinen Zwischenansagen, die persönlichen Statements, nach denen jedes Publikum so sehr hungert? Da kam einfach nichts. British coolness.

    Fazit:
    Es war ein Event, von dem Zigtausende ihren Freunden erzählen können. Für Hamburger Verhältnisse (Hamburger sind im Regelfall eher kühl, geben sich gleichgültig und sind schwer zu beeindrucken) war die Gesamtstimmung streckenweise hervorragend.

    Nachsatz:
    Ich bin ungefähr so alt wie die Mitglieder von Depeche Mode selbst. Ich besitze alle ihre Alben und habe die Band immer mit großer Sympathie verfolgt. Einige ihrer Songs bringen mich immer noch zu Tränen der Rührung (vor allem einige, die Martin singt).

    Mein erstes von Hunderten Konzerten habe ich 1973 erlebt (T.Rex), das letzte vor DM im Mai 2013 (The Australian Pink Floyd Show). Am 17.06. habe ich – warum auch immer erst jetzt – zum allerersten Mal Depeche Mode live erlebt. Es war gut, es war sogar ziemlich gut, aber es war nicht hervorragend oder gar einzigartig. Die Gründe dafür stehen weiter oben.

    Danke fürs Lesen! :-)

  5. 20.6.2013 - 22:24 Uhr
    256

    iris

    meine kids denken jez spinnt sie.
    die mutter..geht im dezember auf ein konzi von depeche…in ihrem alter…is mir schnurz…lach

  6. Lars The Revelator
    20.6.2013 - 22:23 Uhr
    255

    Weiß jmd., ob es von dem Konzert einen Mitschnitt gibt? Bitte PN an mich! :-)

  7. MKS
    20.6.2013 - 22:16 Uhr
    254

    @ 248 lady Good old Norwegian weather forecast

    Das war einfach nur ein Joke, englischer Humor…

  8. 20.6.2013 - 22:16 Uhr
    253

    iris

    glùcksgefùhle…woher nehmen?das muss jeder für sich entscheiden.. i c h hätte niemals gedacht..das es das noch gibt..
    eine band…musik die mich aus dem alltag holt
    . aus jedem stress..mir gute laune gibt..mich entspannt..làcheln lässt..toll.
    unglaublich..nicht úbertrieben..und wahr…dafûr darf dies oder das auch nicht stimmig sein…was záhlt sind glûcksgefúhle.gruss an alle die das verstehn

  9. Ich habe für meinen Sitzplatz bezahlt
    20.6.2013 - 21:39 Uhr
    252

    @ Lissy

    Das beste Beispiel wie diese Band es mit eigentlichen Kleinigkeiten schafft,sich neu zu erfinden ist wirklich But Not Tonight. Mit der Teeny-Poppy Version von 86 könnte ich nie was anfangen,wurde bei mir unter peinlicher Patzer der Frühzeit abgelegt. Martin macht daraus mal kurzerhand eine der ergreifensten Balladen,die ich jemals live gehört habe. Und auf einmal ist es der (heimliche) Star der Tour. Da steht man da als Mann in HH im Stadion und weiß nicht wie einem geschieht. Ist das jetzt wirklich Regen der da die Wange runterläuft oder Bier?;-)

  10. Der Skeptiker
    20.6.2013 - 21:34 Uhr
    251

    Abschliessend....

    …ich liebe DM…nur heute nicht mehr so dolle.

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