US-Tour

Depeche Mode in Washington D.C.

Depeche Mode on stage. Foto: Uwe GrundAm Dienstag ging es für Depeche Mode nach Washington D.C. Nachdem die Band zuvor in Wantagh zahlreiche Änderungen in die Setlist eingebaut hatte, kehrte sie in der Jiffy Lube Live-Halle zum Standard-Set zurück. Zu dem gehört auf der US-Tour offenbar jetzt „The Child Inside“.

Setlist

01. Welcome To My World
02. Angel
03. Walking In My Shoes
04. Precious
05. Black Celebration
06. Policy Of Truth
07. Should Be Higher
08. Barrel Of A Gun
09. The Child Inside
10. But Not Tonight
11. Heaven
12. Soothe My Soul
13. A Pain That I’m Used To
14. A Question Of Time
15. Enjoy The Silence
16. Personal Jesus
— Zugabe—
17. Home
18. Halo
19. Just Can’t Get Enough
20. I Feel You
21. Never Let Me Down Again

Letzte Aktualisierung: 11.9.2013 (c)

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

33
Kommentare

  1. sisterofnight
    12.9.2013 - 11:49 Uhr
    20

    Ich bin der Auffassung, dass es bei Konzerten primär um die Musik und sekundär erst um die Show gehen sollte.

    Was nutzt mir eine Bombast-Show a la Madonna mit x-fachen Kostümwechseln und Tanzeinlagen, wenn der grösste Teil der Musik und des Gesangs aus der Konserve kommt und sich exakt wie auf dem Album anhört?

    Dann kann ich ja wirklich gleich zu Hause bleiben und mir eine DVD ansehen, denn eine Live-Show hat ja auch ihre ganz besonderen Reize, z.B. solche spontane Situationen, wenn mal was schiefgelaufen ist oder wenn die Fans überenthusiastisch mitsingen oder so.

    (Soll jetzt kein Angriff auf Madonna-Fans gewesen sein oder Leute, die gerne zu solchen gross produzierten Shows gehen, weil sie sich dafür begeistern können. Nur mein Fall isses nicht).

    Anstelle des ewigen Genörgels möchte ich auch mal ein paar positive Aspekte der aktuellen Tour auflisten:

    – Altbekanntes ertönt in neuem Gewand – besonders die Remixe von A Pain und Halo hören sich live sehr gut an

    – Peter spielt Live-Bass bei A Pain. Gerne mehr davon.

    – Martin hat eine viel bessere Bühnenpräsenz als auf den vorigen Touren und seine Interaktion mit dem Publikum ist während seiner Songs viel besser geworden

    – Anton Corbijn hat ein schönes und stimmes Gesamtkonzept aus Screenings und Lichteffekten entworfen, das aber gleichzeitig nicht zu dominant rüberkommt.

    – Depeche sind generell von ihrer Art und Weise, wie sie miteinander als Band spielen (und auch auf der Bühne untereinander kommunizieren), so gut drauf, wie bei keiner anderen Tour zuvor.

    – In der Setlist waren durchaus einige Überraschungen wie z.B. But Not Tonight, Shake The Disease, When The Body Speaks, Only When I Lose Myself, A Pain That I’m Used To und John The Revelator enthalten.

  2. sisterofnight
    12.9.2013 - 11:47 Uhr
    19

    Live DVDs von Konzerten...

    …haben die Eigenschaft, dass sie sich auf gewisse Art und Weise immer ähneln – insbesondere dann, wenn es sich um Konzertmitschnitte der gleichen Band handelt.

    Jetzt ganz ehrlich, was bitte sollen denn Depeche während ihrer Konzerte anders machen?!

    Soll Dave zwischendurch noch ein paar Kunststückchen auf seinem Einrad vorführen, während er mit Bällen jongliert, die Martin ihm zukickt (damit dieser seine Fähigkeiten als Fussballer unter Beweis stellen kann) und derweil Fletch dazu im Hintergrund die passenden Platten auflegt?!

    Alternativ könnten Fletch und Martin in der Mitte vom Set auch eine Runde Cricket spielen, während Dave sich hinter der Bühne eine Verschnaufpause gönnt.

    Oder sie könnten ja auch eine Mega-Show a la Madonna aufführen, mit mordsmässigem Bühnenaufbau, mehrfachem Kostümwechsel und Tanzeinlagen mit Hupfdohlen im Hintergrund.
    Allerdings käme dann bestimmt die Hälfte des Gesangs und der Musik komplett aus der Konserve.

    Dass der Grundaufbau der Konzerte ähnlich ist, hängt mit ihrer Wahl der Instrumente zusammen – und *das* sieht man auch bei anderen Bands, die keine bzw. nur wenige Synthesizer verwenden.

    Ein Konzert von U2 oder von Linkin Park wird man auch immer sofort erkennen, da sie sich im Grundaufbau immer ähneln werden. Jede Band hat nun mal ihren eigenen Stil bzw. Wiedererkennungswert.

    Und dass die Setlist nur wenig variiert wird, was übrigens auch bei anderen Bands vorkommt, hat mehrere Gründe:

    1.) Die Setlist muss in sich stimmig sein, d.h. es sollte idealerweise ein gewisser Spannungsbogen vom Anfang bis zum Ende des Konzertes aufgebaut werden, mit schnellen und langsameren Nummern, ohne dass das Publikum einschläft oder irritiert ist und dem Konzert nicht folgen kann.

    Das war evtl. auch ein Grund, warum einige Songs von SOTU auf der letzten Tour live nicht besonders gut gezündet haben: viele der Songs von SOTU sind zu komplex, um alle Feinheiten nach nur einmaligem Hören zu erkennen (und schätzen zu wissen).

    2.) Depeche sind (leider) in der Position, dass es einige Songs gibt, die sie „spielen müssen“, d.h., Songs, die v.a. auch der breiten Masse bekannt sind, da es mitterweile doch recht viele Leute gibt, die zu den Konzerten kommen, aber nicht so den Überblick über den Back-Katalog haben.

    3.) Die Synthies zu programmieren und alles so zu koordinieren, dass sowohl Live-Drums, Live-Gesang, Live-Gitarre bzw. Live-Bass, Live-Sounds aus den Synthies UND einprogrammierte Sounds und Samples einen halbwegs synchronen und guten Live-Sound ergeben, ist komplexer und schwieriger, als sich möglicherweise viele hier vorstellen können.

    Alleine das Programmieren der Synthies und das zeitliche Abstimmen, sodass alle synchron spielen bzw. singen, dauert Wochen bzw. Monate.

    Daher ist es nicht so leicht, „einfach mal so“ andere Songs in die Setlist aufzunehmen als bei z.B. Bands, die „nur“ Live-Gitarre(n), Live-Bass, Live-Drums und Live-Gesang auf der Bühne abliefern.

    4.) Die Screenings und das Lichtkonzept sind auf die Songs abgestimmt. Für jeden „neuen“ Song, der spontan in der Setlist auftauchen würde, müsste im Vorfeld zumindest ein Lichtkonzept ausgedacht werden, damit der Song auch richtig rüberkommt.

    Daher ist auch klar, warum die Songs, die Martin performt, am ehesten ausgetauscht werden können: mit nur minimalistischer Besetzung auf der Bühne und nur wenig Licht-Effekten sowie Live-Videofeed ist der technische Aufwand um die Songs nicht so gross wie z.B. bei Should Be Higher, das ein speziell auf diesen Song abgestimmtes Screening und passendes Lichtkonzept hat.

    Ich meine, bitte stellt euch mal „See You“ oder „Freelove“ zu dem Screening und Lichteffekten von „Should Be Higher“ vor.

  3. Frau Ga(ha)ndalf
    12.9.2013 - 9:22 Uhr
    18

    Zeitmaschine versus Glaskugel

    Zitat: „Die Tatsache, dass die letzten 3 DVDs exakt so laufen werden wie die zukünftige ist auch richtig …“

    Aha … interessant! Ich habe ja schon immer vermutet, dass sie A pain that i´m used to“ als zweites Easter Egg auf die One night in Paris gepackt haben. Solche Füchse sind das! :-D

    Da liegt ja nahe, dass die Delta Machine lediglich ein Codename für die DeLorean ist. ;-)

    @ Dressed in Red: Schönes Video, guter Song & Bowie singt mit. Passt!

  4. H.T.
    12.9.2013 - 8:30 Uhr
    17

    @Dressed in Red

    Echt geiles Video von Mr.Corbijn. Ich freue mich auch schon riesig auf das Album und natürlich die Tour mit allem was da auf der Bühne so ab geht. Sehr innovative und geniale Band, da hält es nicht einem auf dem Sitz.

  5. Violated Jesus
    12.9.2013 - 8:15 Uhr
    16

    @ Mode81-93
    Von 101 existiert kein vollständiger Videomitschnitt. Ergo wird auch nie einer kommen.
    Was den Live Mitschnitt der World Violation Tour angeht, so war oft genug zu lesen, dass die Band diesen nicht für gut genug hält um daraus ein offizielles Depeche Mode Produkt zu machen. Wird also etwas sein, was – wenn überhaupt – nach Auflösung der Band hervorgekramt wird.

  6. Fabi101
    12.9.2013 - 7:04 Uhr
    15

    @Felix....

    ….ey dann geh doch und laber hier nicht so rum! Wenn du dir das Lebensgefühl depeche mode von zwei (deiner Meinung nach unpassenden) Bandmitgliedern kaputt machen lassen willst bitte. Für mich spielt dieser ganze Kram absolut keine Rolle. Und ich hoffe und wünsche mir noch viele Jahre mit dieser Ausnahmeband….denn diese Musik ist so sehr mit mir verwachsen, dass ich auch über ähnliche Setlisten, DVD’s und Auftritte nur lächeln kann…ich steh dazu: nicht’s geht über das Gefühl die Musik live zu hören und den Jungs mal einen Abend so nah zu sein.

  7. Dressed in Red
    11.9.2013 - 23:42 Uhr
    14

    Ich meinte natürlich Arcade Fire, nicht Arctic Monkeys (zu Anton Corbijns neuem Clip) ;)

  8. Dressed in Red
    11.9.2013 - 23:10 Uhr
    12

    Wie kommt man auf so komische Sachen, dass der Konzertmitschnitt wie die vorigen sein wird?
    Mit knapp einem Drittel der Songs vom neuen Album, mit But not Tonight, Somebody und Shake the Disease, diversen erstmals von Martin gesungenen Liedern, plus A Pain that I’m used to in neuer Version, auch Halo in anderer Version, plus Only when I lose myself usw.?
    Selbst wenn das nicht _alles_ mit drauf kommt, wird das ein dicker Brocken an Neuem.

  9. Mode81-93
    11.9.2013 - 22:43 Uhr
    11

    Also Felix hat in einigen Punkten schon RECHT!

    Eigner und Gordeno passen weder musikalisch noch stylish zu Depeche! Als sie noch vier coole Typen waren, die geilen 80er Synth-Wave machten, fand ich sie auch genialer. Gut, die 80er und auch die frühen 90er sind vorbei, Mode sind älter geworden, so ist das im Leben.

    Die Tatsache, dass die letzten 3 DVDs exakt so laufen werden wie die zukünftige ist auch richtig und von daher fragt man sich natürlich einmal mehr, warum keine Veröffentlichungen (bis auf Hamburg 84) und dem zerpflückten 101 1988 die Tour-Konzerte aus ihrer Hochzeit (86, 88, 90) nicht vollständig auf DVD gebracht werden? Von mir aus auch etwas aus der 98er Singles-Tour!

    Gibt es denn wirklich nur noch 30-jährige ab Exciter-Fans bei Depeche Mode?