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Depeche Mode covern Klassiker von John Cage

Depeche Mode covern einen Klassiker der zeitgenössischen Musik: Das Stück mit dem Titel 4’33“ von John Cage wird im Mai auf einem Box-Set erscheinen. Die Sache hat nur einen Haken.

Außer Depeche Mode interpretieren rund 50 weitere Künstler des Labels MUTE das Musikstück. Ihre Werke erscheinen im Frühjahr gesammelt unter dem Namen STUMM433. Der Release ist Teil der Veröffentlichungen, zum 40. Jubiläum von MUTE.

4’33“ zählt zu den bekanntesten Kompositionen zeitgenössischer Musik, das 1952 komponiert und uraufgeführt wurde. Der oben erwähnte Haken: Die Partitur weist die Interpreten an, ihr Instrument für die Dauer des Stückes (4 Minuten und 33 Sekunden) nicht zu spielen. Statt dessen soll Stück das Denken über Stille, Klang, Komposition und Hören verändern. 

Mute-Chef Daniel Miller erklärt dazu: „John Cages 4’33“ ist in meinem Musikleben schon seit langem präsent, solange ich mich an eine wichtige und inspirierende Komposition erinnern kann. Als während eines Gesprächs mit Simon Fisher Turner die Idee aufkam, dass jeder Mute-Künstler das Stück selbst interpretieren sollte, dachte ich sofort, dies sei der perfekte Weg, um die MUTE 4. 0 (1978 > TOMORROW) Serie des Labels zu markieren.

Wenn wir schon von Depeche Mode nicht wirklich etwas zu hören bekommen, so bekommen wir die Band womöglich aber zu Gesicht: Alle beteiligten Künstler haben nämlich zu ihrer Performance von 4’33“ ein Visual erstellt.

Der Kurzfilm von Laibach nimmt dabei den Anfang. Gefilmt und aufgezeichnet wurde es während der Performance „Chess Game For Four“ im HDLU-Ba?va Gallery Space in Zagreb (ein Verweis einerseits auf das berühmte Foto „Duchamp Playing Chess with a Nude (Eve Babitz)“ im Pasadena-Museum und insbesondere auf Cages Duchamp-inspiriertes Stück „Chess Pieces“. Laibachs Interpretation von 4’33“‘ zeigt den kroatischen Performance-Künstler Vlasta Delimar und einen schwebenden Drehtisch. Hier ist das Video zu sehen:

Die Gewinne aus der Veröffentlichung von STUMM433 werden zwischen der British Tinnitus Association und Music Minds Matter aufgeteilt. Das Box-Set soll im Mai 2019 veröffentlicht werden. Weitere Details werden wir euch in den kommenden Monaten bekannt gegeben. 

Zu den beteiligten Künstlern an STUMM433 gehören:

A Certain Ratio, A.C. Marias, ADULT., The Afghan Whigs, Alexander Balanescu, Barry Adamson, Ben Frost, Bruce Gilbert, Cabaret Voltaire, Carter Tutti Void, Chris Carter, Chris Liebing, Cold Specks, Daniel Blumberg, Depeche Mode, Duet Emmo, Echoboy, Einstürzende Neubauten, Erasure, Fad Gadget (tribute), Goldfrapp, He Said, Irmin Schmidt, Josh T. Pearson, K Á R Y Y N, Komputer, Laibach, Land Observations, Lee Ranaldo, Liars, Looper, Lost Under Heaven, Maps, Mark Stewart, Michael Gira, Mick Harvey, Miranda Sex Garden, Moby, Modey Lemon, Mountaineers, New Order, Nitzer Ebb, NON, Nonpareils, The Normal, onDeadWaves, Phew, Pink Grease, Pole, Polly Scattergood, Renegade Soundwave, Richard Hawley, ShadowParty, Silicon Teens, Simon Fisher Turner, The Warlocks, Wire, Yann Tiersen

86 Kommentare

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  1. Hilfe

    Torsten
    …..was für ein Kommentar. Weis er was er da schreibt?? Ich glaube nicht das DM Hits schreiben wollen.

    Hör dir mal die Texte an!!!!Darum geht es!!!!

    Schöne Grüsse…….

  2. Und wo bleibt nun das „Visual“ von Depeche Mode??? Termin?

  3. Bizzare

    Leute kommt wieder zum Ursprung und zerfetzt nicht Depeche Mode. Die Jungs
    haben mit Mute halt viel am Hut und deswegen sind sie wohl dabei!! Aber trotzdem kann ich irgendwie mit 4,33 nichts so recht anfangen. Irgendwie bizzare!!

  4. Das muss ein Test sein

    Man will offenbar herausfinden, ob die Fans wirklich so fanatisch sind, sich solch eine CD, DVD – oder was auch immer – zu kaufen, nur weil ihre Lieblinge dabei sind.
    Laibach bietet im Video mit der nackten Grazie am Tisch immerhin einen gewissen Unterhaltungwert.

  5. Weder Cover noch 4 Min. 33 Sek.

    @emhead

    Von Cover war auch offiziell nie die Rede, das hat sich Janos Janurik von depechemode.de ausgedacht. Es gibt nur eine Partitur und keine „Originalaufnahme“. Auch gibt es nicht die Festlegung auf 4 Min. 33 Sek. Das Werk bekam nur nach der Erstaufführung nach der durch den Pianisten ausgewürfelten Länge diesen Namen. Es gibt keine Anweisungen, dem Stück diese Länge zu geben.
    Wie so oft ist das leider ramschiger „Journalismus“ von depechemode.de.

  6. Wieso seit Precious?
    Das Sterben begann mit songs of faith and devotion.

    • Je nachdem, Songs of Faith and Devotion war schon anders als alles zuvor, ich fand den neuen DM-Rocksound trotzdem gut, wen auch am Anfang gewöhnungsbedürftig… Ultra 1997 ging dann wieder Weg vom Stationrock von SOFAD (Ausnahme die erste Single Barrel Of A Gun die noch rockig war).

      Und erst die völlig öde, viel zu ruhige und langweilige Exciter 2001 läutete quasi die heutige Phase ein.
      Exciter, Sounds of the Universe, Delta Machine und Spirit (die Quadrologie des Grauens) sind für mich die schwächsten Alben der Band. Ausnahme war 2005 Playing the Angel weil die musikalische Stilrichtung mich an den Sound vergangener Tage erinnert und man weniger verzerrte Gitarren einsetze.

    • Also, für mich war die Musik von Depeche Mode bis Exciter
      grossartig. Ich liebe sie und höre sie mir noch heute mit
      Begeisterung an, ohne müde zu werden.
      Das Sterben von Depeche Mode begann für mich
      ab „Playing the Angels“ :-(

  7. Eine Coverversion....

    Also wenn ich mal was covere (bin so ein Hobby-Elektro-Pop-Heini), dann werfe ich schon mal soviel nur geht, vom Original über den Haufen.

    Beispiel: ist der Original-Song eine Ballade, dann mach ich das Cover schnell (so geschehen mit Radiohead’s Creep. (jaja…heiliges Lied…egal)).

    Man „darf“ sogar ganze Harmonien über den Haufen werfen, Melodien ändern, ja sogar am Text rumschrauben.

    Ein Cover ist eine Interpretation. (Im Gegensatz zum Remix)

    Wenn mir 4-einhalb Minuten Stille auf den Schreibtisch fliegt, und ich möchte bitteschön eine Coverversion davon machen….tja, was mach ich damit?
    Ich würde bestimmte Parts des „Songs“ hervorheben z.B…..spiele mit der Stille, ich verzerre sie, ich dreh sie auf bis sie nur noch so rauscht, .und…..was ist da hinter der Stille? Stimmen? Ein Beat? Jaaa….ein Beat….
    so um die 90 – 100bpm….kein 4/4-Gestampfe…..eher so Break-Beat-ig……unrhythmisch zuerst…es sortiert sich etwas….oh….eine Bassline? ….äh…..ja….und …da singt doch einer ….oder …neee, nur wieder diese Stimmen….
    Das ganze geht dann so angenehme 6:47 oder Shake-the-Diseasige 8 Minuten, fast 9. Gebrabbel…Rauschen…stolpernder Beat….
    Mal schauen.
    Nur…………………emhead ist nicht bei MUTE, schade.
    Gruß
    emhead
    http://www.emhead.de

  8. @the.legion

    Danke für deinen Beitrag, und zum Thema Gesamtkunstwerk würde ich schon noch die Ultra 1997 und auch Playing the Angel von 2005 dazu zählen. Diese beide Alben sind auch ohne Alan Wilder was geworden, bei Ultra standen vermutlich unzählige noch nicht benutze Synthesizersounds aus Alans Zeiten zur Verfügung?

    Ich liebe auf jeden Fall Home, einer der besten Songs mit Martins Stimme, außer vielleicht noch The Things You Said. Und mit It’s No Good, Sister Of Night, Insight, Barrel Of A Gun, The Bottom Line sind genügend gute Songs vorhanden die mich heute noch begeistern, sogar das reine Instrumental Uselink mag ich sehr.

    Und bei Playing the Angel sieht es ähnlich aus, nur die letzten drei Alben liegen mir gar nicht, in der Nachbetrachtung mag ich das letzte Album Spirit sogar noch weniger als Delta Machine!

    Und leider hat auch der Produzenten-Wechsel von Ben Hillier zu James Ford wenig gebracht. Für mich klingen die letzten Alben relativ gleich langweilig vom Grundsound, und ich befürchte auch das nächste wird so ähnlich klingen mit viel (Delta) – Blues, Soul(savers) Anleihen, Melodien arm, irgendwelche verzerrte Bluesgitarren-Akkorde, billig klingende Beep und Fiepsounds aus teuren Synthesizern die eigentlich deutlich mehr könnten als nur Beep und Fiep… und dazu Daves gequälter Gesangsstil der einen auf Blues bzw. Soulsänger macht. Da graue ich mich jetzt schon davon. ?

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