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Vorbote auf Imposter

Dave Gahan veröffentlicht zweiten Song „The Dark End of the Street“

Dave Gahan, Soulsavers - The Dark End Of The Street (Official Audio)

Dave Gahan hat am Freitag den zweiten Song aus dem kommenden Album „Imposter“ veröffentlicht: zu „The Dark End of the Street“ wurde kein Videoclip gedreht, das Stück ist aber über einige Streaming-Dienste abrufbar.

„The Dark End of the Street“ ist im Original ein Soulsong, der Ende der Sechzigerjahre geschrieben wurde und durch James Carr populär wurde. Dave Gahan hat das Stück zusammen mit den Soulsavers neu aufgenommen und interpretiert.

„The Dark End of the Street“ ist eines von insgesamt elf Liedern, die Gahan am 11. November auf dem Album „Imposter“ veröffentlichen wird. Auf der Platte hat der Sänger von Depeche Mode Songs neu interpretiert, die für sein Leben eine besondere Bedeutung haben.

Als erste Single hatten Dave Gahan und die Soulsavers vor zwei Wochen „Metal Heart“ ausgekoppelt.

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Sven Plaggemeier

Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er als Redaktionsleiter eines Stadtportals. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

170 Kommentare

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  1. @ Elysium @ DM86-12 @ Blackmode

    Hi,
    ich denke, man sollte Alans Engagement bei DM nicht hoch genug einschätzen. Alan war doch derjenige, der dem Sound von DM ( beginnend 83) einen progressiven Anstrich verlieh. Während der Synthie Pop beginnend in der 2. Hälfte der 80er immer mehr zum Mainstream konformen Einheitsbrei vermanscht wurde , waren DM für mich Avantgardisten der elektronischen Musik. Und es war mit Alans Einfluss, dass sich DM Anfang der 90er zunehmend akustisch breiter aufstellte, gerade zu der Zeit, als man mit fast Food techno überschwemmt wurde. Was DM durch/mit Alan erreicht haben … da konnten die ehemlg. Mitbewerber wie z. Bsp OMD ( deren Songs mE mehr Schlager Charakter annahmen) nicht mithalten. Für mich war/ist DM nie ne reine Synthie Pop Band gewesen, genauso wenig wie andere gute Gruppen wie Flock of Seagulls, New Order, die frühen Simple Minds oder Ultravox, die man in diese Schublade drücken wollte. Gerade der Einsatz und Kombination von Synthesizer und anderen Instrumenten ( e Gitarre, Geigen, klassische Streichinstrumente ) das machte doch den Sound einmalig und für den Mainstream ( auch dem Chart- Synthie Pop) unerreichbar. Was Alan jetzt wohl macht ? Weiß nicht, denke aber , dass er sich aus der Szene, bzw ins private zurück gezogen hat und vielleicht als Musiklehrer o.ä. arbeitet. Bedauerlich… aber auch ich erwarte kein Comeback, die Ära Wilder ist mE bei DM definitiv vorbei. In der Hoffnung, dass sich die Jungs auf ihre o.g. Basics zurück besinnen, den elktrofussel Blues zur Akte legen und weinerlichen Weltschmerz wieder in eine „aggrepo“Einsicht bei Sound und Gesang wandeln verbleibe ich b.a.w.

    • Ich sag mal ganz provokativ: die Hälfte von dem was Wilder zugeschrieben wird, hat Flood rausgeholt.

    • Flood? Hatte sicherlich seinen Anteil, aber Alan war wohl der Soundtüftler, gepaart mit den Writerqualitäten von Core – fast unschlagbar! Flood war auch nicht an allen Produktionen beteiligt. Was DM mit Alan ausgemacht hat, waren Sounds die man so noch nicht gehört hatte. Ich denke nur an die Drumsounds. Das waren ab der dritten Scheibe alles eigens gesamplte Drumsound und keine aus dem Drumcomputer, zumindest meistens. Für mich war Alan maßgeblich für die Sounds verantwortlich. Es gibt genügend Sekundärliteratur zu dem Thema.
      Ich denke, er hat oft das potential der Stücke von Martin erkannt und entsprechend umgesetzt. Man denke nur an Enjoy the Silence. Ohne Alan wahrscheinlich eine, wenn auch gute, Ballade.
      Zum Abschluss – wenn ich überlege, dass mir der olle Hippie Daniel Miller damals die erste 7″ im Rough Trade angedreht hat, obwohl ich nur The Normal kaufen wollte – bin ich ihm immernoch Dankbar!

  2. @Elysium

    Ist ja ok mit dem running gag. Wie gesagt, der Mann hat seine Verdienste, aber wie soll man seinen Output, den bestenfalls die absoluten Hardcorefans sich angehört haben, ernsthaft bewerten. Auf der anderen Seite wird hier oftmals gnandenlos ein Großteil der DM-Sachen und ein noch größerer Teil der Solosachen sofort zerrissen. Dann besser nichts machen und in der Retrospektive durch einen immer neuen nostalgischen Anstrich zu einem Superproduzenten wachsen. Ich befürchte nur, dass der gute Alan sich in seine Frust- und Schmollecke verkrochen hat und nichts mehr machen wird. Ein bisschen Geld wird er hoffentlich noch haben. Habe nie verstanden, dass er die Entwicklungen und starken Veränderungen der Plattenindustrie nicht erkennen wollte oder sie besser für sich genutzt hat. Sein absolutes Nischenprodukt war am Ende für die Plattenindustrie uninteressant .Warum hat er dann nicht für andere Musiker produziert ? Vermutlich, weil er sich eben selbst nicht in dieser Rolle gesehen hat . ZU ULTRA: Kenne das Interview . Das war glaub mit Alan Bangs. Das war aber eher ne süffisante Bemerkung von Gahan. Warum sollte ein Produzent oder gar -team diese Sounds nutzen, wenn sie was eigenständiges kreieren wollen? Macht für mich wenig Sinn…Kann mich noch gut erinnern, dass Gahan & Gore zu den Ultra-Aufnahmen schon von anfänglichen Problemen bei der neuen Rollenverteilung gesprochen haben, die dann aber durch Simenon und dessen Team kompensiert worden ist. Wilder war raus. Warum sollen die dann noch seine „Synties polieren“?

    • Sein absolutes Nischenprodukt war am Ende für die Plattenindustrie uninteressant .Warum hat er dann nicht für andere Musiker produziert ?

      Ich weiß ja nicht wie Künstler oder im dem Fall Musiker ihre eigene Musik einschätzen, ob es Alan klar war das trotz großer Depeche Mode Fanbase sein Musikprojekt mit Recoil nicht automatisch ein Selbstläufer ist und sich seine Platten gut verkaufen. Dazu war seine Musik einfach zu weit weg von dem was Depeche Mode macht und wenn man es bei anderen Musikern anschaut ein Phil Collins zb. hat sich von seinen Soloalben musikalisch nicht so abgesetzt von seiner Band Genesis, ebenso ein Mick Jagger solo von den Stones und bei vielen anderen Soloprojekten von Künstlern/Musikern ist es genauso.

      Warum er dann nicht Produzententechnisch aktiv war als er merkte dass das Recoil Projekt nicht sehr erfolgreich ist, einerseits hatte er es wohl finanziell die ersten 15 Jahre nach seinem Ausstieg nicht nötig, und später dann nach 2010 war für ihn der Zug wohl auch abgefahren, siehe Verkauf seines Hauses/Grundstück, Verkauf von Musikinstrumenten, Studioequipment, Depeche Mode Devotionalien. Ob er aktuell überhaupt noch irgendwelche Keyboards/Synthesizer besitzt?

      Und so wie du vermutest wollte er gar nicht groß als Produzent für andere Bands/Musiker tätig sein, er sah darin nicht seine Erfüllung. Und ich vermute auch die Studioerfahrungen die er bei DM machte, das er oft alleine dasaß während die anderen Bandmitglieder einen trinken gingen
      und das seine Arbeit im Studio oft nicht gewürdigt wurde (das war ja der Hauptgrund warum er ging) das alles wollte er sich nicht nochmal geben.

    • Alan`s Einfluss auf die Qualität der DM Songs kann man gar nicht hoch genug bewerten! Hört euch alle nochmal „Selected“ an! Da steckt Atmosphäre, Liebe zum Detail, Leben drin! Das stünde DM wieder richtig gut. Das Alan kein Producer ist und sein soll, dürfte klar sein. Aber er fühlt Songs! Er kann sie in ein spannendes „Gewand“ stecken. Man Martin, Dave und Fletch…ruft ihn an und rauft euch zusammen!

    • Das Grauen ist definitiv zurückgekehrt. Schrecklich diese Songs…

  3. Interessantes Thema...

    Ultra war für mich ein bockstarkes Album. Toller Sound passend zur damaligen Situation der Band. Dazu fand ich die Singleauswahl sehr gelungen inkl. der Videos. Für mich bis heute eines der 5. besten Alben. Dass Ultra in Teilen eine „Resteverwertung“ inkl. der Sounds gewesen sein soll, halte ich -vorsichtig ausgedrückt- für frei erfunden. Welches Interesse sollte ein Tim Simenon gehabt haben, dass er die Sounds Wilders „nutzen durfte oder sollte“ ? Ganz ehrlich, ich habe großen Respekt vor Wilder und seinen Beitrag für die Entwicklung und der Erfolg der Band, aber er wird auch in Teilen größerer gemacht als er jemals gewesen ist. Sein Output nach DM ist überschaubar und seine Klasse als Produzent hat er mit wenigen Aushnahmen nie wirklich bewiesen. Er hat ja selbst mal in einem Interview erwähnt, dass er die kassischen Fähigkeiten, die ein Produzent haben muss, eigentlich nicht so hat. Ja, er war ein großer Soundtüftler, aber nicht der Megaproduzent. Sorry, bezweifel auch stark, dass die Arbeitsweise Wilders, der übrigens gefühlt 10 Jahre nix mehr gemacht, zu der von DM heute passen würde. Gahan hat sich emanzipiert und insgesamt hat die Band sich extrem geöffnet bei der Vorproduktion und was der Input von externen Personen angeht. Diese bandinterne aber auch die persönlichen Entwicklungen der letzten 26 Jahre kannst Du nicht einfach wegwischen. Wie sollte es denn in best case aussehen? Wilder packt die Songs in einen „Best of Sound“ aus den Jahren 86 bis 92? Ganz ehrlich, ich fand bislang alle Abschnitte und Phasen des Lebens interessant, aber wir leben doch im hier und jetzt. Und das ist doch gut so. Dieser nostalgische Fluchtgedanke in eine vergangene Zeit ist ja ok und verständlich, aber bringt mir musikalisch wenig. Vielleicht eine realistischere Lösung wie Flood. Auch Rick Rubin war für mich schon beim letzten Album eine interessante Möglichkeit. Beide haben mit so vielen unterschiedlichen Bands und Musikern aus zig Genres zusammengearbeitet. Für mich realistischer und auch deutlich fruchtbarer als auf den guten Wilder zu warten. Ok, das Schaffen der Band und auch die Soloarbeiten der letzten 25 Jahren werden hier ja gerne mal in alle Einzelteile zerpflückt, aber sie machen wenigstens Musik. Wilder macht nix und wird trotzdem wird von einigen hier mit einem dauerhaften Heiligenschein versehen. Das finde ich schon ein bisserl schräg…

    • Zu Alan, die Rufe nach ihm sind halt mittlerweile ein kultiger Running Gag.
      Mich würde aber schon mal interessieren was der gute überhaupt macht, wie sieht sein Tagesablauf aus, mit was beschäftigt er sich, hockt der denn ganzen Tag vor der Glotze oder was? Musikalisch hat er ja seit seiner Versteigerungsaktion 2011 bzw. dem letzten Recoil Album subHuman von 2007 nicht mehr allzu viel gemacht, mal abgesehen diesen einen Song mit Dede 2016. Was zur Hölle macht er den ganzen lieben Tag?

      Wäre schon mal interessant wenn ihn ein Interviewer mal gezielt danach fragen würde.

      Zum Ultra Album, es war im Nachblick ein sehr gelungenes Album in einer schwierigen Zeit (Daves Drogensucht), mich erinnert zb. der rockige Song Barrel Of A Gun durchaus an I Feel You vom vorherigen Album oder Home mit denn Streicher-Arrangement an One Caress. Auch der Sound von Ultra war zum SOFAD Album nicht so grundverschieden, die Gitarren wurden etwas reduzierter eingesetzt, ein großer Bruch zu den zwei Alben fand erst mit Exciter statt.

      Und ja damals gab es ein Interview wo die Band irgendwas gefragt wurde zu Alan und die Band/Dave antwortete grinsend er habe einige alte Keyboards zurückgelassen. Von daher nicht ganz unmöglich das dort noch einige ungenutzte Sounds von ihm drauf waren und die dann auch verwurstet wurden.

  4. @rewo, @nadine

    Hi,
    ich glaube nicht, dass Alan zu DM zurück kehrt, das kann man noch sooft schreiben, die Ära mit Wilder ist vorbei. Und ob er Kreativität und einen Output wie vor mehr als 25 Jahren wieder in DM einbringen könnte ( nur fiktiv) … auch daran hab ich so meine Zweifel. Vielleicht wären einige Songs und Melodien „verspielter“ aber sonst ? Ich bin vielmehr auf die Linie mit @Elysium.. die Jungs können das, wie in PtA bewiesen. Weg von diesem Elektrofrickelblues und Gospelhäufchen, zurück zu den (europäischen) Basics, geradliniger eingängiger Sound, Symbiose elektronischer Musikinstrumente ( sei’s Gitarre und/oder Keybord) , treibende Beats und Textpassagen die hängenbleiben im Kopf. Kein müdes Dream on, kein vor sich hintröpfelndes Heaven, oder irgendso eine gähnende weltverbesserungs- Ballade a la going backwards. Mehr Sachen wie “better days“, oder Lilian, oder Alone. Und das sind ja auch neuere Sachen. Hoffe , dass Flood beim nächsten Construction wieder mit eingebunden wird und bin da zuversichtlich. Gleichwohl gehe ich jedoch davon aus , dass es das letzte Album von Dm ( und kleinere Tour) sein wird, wie Dave mal vor Jahren sagte, als Tattergreis will er sich nicht mehr auf der großen Bühne sehen. However, seien wir gespannt und erfreuen uns weiterhin an ihren bisherigen Songs. Stay depeched.

    • Etwas Außergewöhnliches hält mich seit Jahren gefangen.
      Die Musik von Depeche Mode.

  5. Wen man ehrlich ist seit den letzten drei Alben befinden sich Depeche Mode doch in einer gähnend langweiligen Endlos-Repeat-Schleife. Einfallsloser Elektrofrickelblues, uninspiriert und kraftlos, allenfalls blitzen hie und da noch einzelne Songs auf, die Alben als ganzes überzeugen eher nicht. Und ich denke ein kommendes Album wird nicht besser werden.
    (Natürlich gibt es immer Fanboys oder Girls die alles beklatschen wo Depeche Mode draufsteht…)

    Ultra war gut aber zum Teil auch Resteverwertung aus der Devotion-Zeit, Exciter war der erste Unfall, Playing The Angel dagegen ragt noch heraus, die finde ich wirklich gut, aber ab Sounds of the Universe bis Spirit bzw. die daraus ausgekoppelten Singles… die sind doch nur ein lauer Furz in der Bandgeschichte an die sich außerhalb der Fan-Filterblase niemand erinnern wird.

    Mir persönlich würde es schon reichen wen sie nochmal was grob in Richtung Playing The Angel erschaffen ohne sich natürlich selbst zu kopieren.

  6. @ Name*

    Hi,

    mit der abschließenden kurzen Phrase meinte ich natürlich einen Producer , der dies zusammenbringt. Ähnlich wie @ meldereiter mE Flood oder Gareth J.
    Die von Dir/Ihnen aufgeführten Stars und Band sind einige ( auch bedauerlicherweise) unerwartet verstorben, ob und wieviel Einfluss die auf die heutige Musikindustrie hätten ist spekulativ , genauso der Musikgeschmack der Jugend ( Zukunft) als eine homogene Masse als (sry) „ Totschlagargument“. Kenne jede Menge Jugendliche ( bin selbst Vater) die Queen, Bob Marley oder Alternativ Rockbands hören. Zustimmen muss ich in der Entwicklung der Musikbranche, würde hier jedoch die kommentarzeilen sprengen. Und wie bereits erwähnt, es ging um das sich selbst neu erfinden, habe nur darauf hingewiesen, dass ein toller Song nicht davon abhängig sein sollte. Gewiss, die große Zeit der „Fan“ Zuwächse sind für DM lange vorbei (gilt aber auch für „Neueres“), in der Diskussion ging es aber um die weitere Richtung bei kommenden Alben ( mE mehr dominierter Elektro Sound, geradlinige Melodien, weg von Geschrammel und Verschlimmbessern) von Dm und nicht um „music for the masses” stay depeched

  7. Besser als gedacht, haut mich aber nicht um

    Ich bin seit 1983 Depeche Mode Fan. Bin es noch immer. Ich habe mich verändert, DM haben sich verändert. DM haben das über lange Zeit auf eine progressive und innovative Art gemacht und haben dabei nicht ihren Signature Sound verloren. Das ist jetzt anders. Daves Gesang hat sich verändert (altersbedingt, aber auch weil er denkt, ein guter Bluessänger zu sein!), ist aber immer noch ein Erkennungsmerkmal. Die Veränderungen im Sound kann man als Innovation bezeichnen. Es scheint für mich aber so zu sein, dass Innovation nicht immer gut ist. Das letzte Album, was mir insgesamt als Album gut gefallen hat, war Ultra. Als Album hat PTA relativ gut funktioniert, ansonsten gab es bestenfalls vereinzelte Songs, die okay waren. Nicht falsch verstehen: ich will hier nicht die „früher (mit Alan) war alles besser)-Karte spielen, aber der Signature Sound, für den DM bekannt sind war eine Zusammenarbeit von Martin, Alan und Dave. In der Reihenfolge! Wenn man sich die Konzerte der letzten 20 Jahre ansieht, dann sind die Alben seit 2001 kaum vertreten. Es gibt immer einige Songs vom jeweils aktuellen Album, das ist ja auch klar. Aber die Mehrzahl ist von 1993 und davor. Und das hat sicherlich seine Gründe. Ich finde es gut, wenn Dave eigene Sachen macht und seinen Musikgeschmack dort ausleben kann. Bei Martin genauso. Das Problem ist aber, dass sie das zu sehr auch bei Depeche Mode machen, was aus ihrer Sicht natürlich absolut legitim ist, mir aber persönlich nicht gefällt. DM sind für mich eine Band die mit Harmonien gespielt hat, wie kaum eine andere Band, eine Band die tolle Texte, gerne auch zum Mitsingen, geschaffen hat und die es damals geschafft hat viele kleine, einzelne Dinge zusammenzubringen und damit oft sehr komplexe Songs geschaffen hat. Das vermisse ich. Ich warte auf das neue Album, in der Hoffnung, dass sie einen Producer/Engineer finden, der weiß, was DM ausgemacht hat und der sich gegen Martin und Dave durchsetzen kann. Wird schwer genug, wenn man sieht, dass selbst die Zusammenarbeit mit Flood und Gareth das von mir erhoffte Wunder nicht bewirken konnte. Warum war „Ultra“ meiner Meinung nach gut? 3 Gründe: mutiger Producer, tolle Kollaborationen mit anderen Musikern und ein Produzent, der ein erklärter fan der Band ist.

    • Da schließe ich mich an. Hast du echt TOP beschrieben.
      Die Hoffnung für das neue DM Album mit schönen Elektrosounds stirbt zuletzt ;-)

    • Ultra

      Auch wenn das keiner hören mag, Ultra war auch deshalb noch gut, weil Alan jede Menge Sounds zurückgelassen hat die genutzt werden konnten. Mit Ultra war dieser Vorrat leider erschöpft. So kann man das Album in gewisser Weise als letztes wahres DM Album bezeichnen.

    • absolut !
      Ultra und dann wurde es dünn…
      wie schon so oft geschrieben

    • Zitat: Ultra war auch deshalb noch gut, weil Alan jede Menge Sounds zurückgelassen hat.

      Das ist auch meine Vermutung, in irgendeinem Interview machte sich Dave damals sogar lustig darüber das Alan einige alte Keyboards zurückgelassen hätte. Eigentlich hätte er ihm Dankbar sein können, sonst wäre vielleicht Ultra schon ein Rohrkrepierer geworden.

    • Nachtrag zu mir selbst

      4. Grund für das gute „ULTRA“: sehr gutes Ausgangsmaterial

  8. @ the New A.

    Hi
    und vorab thx für Dein Feedback. So weit liegen wir mit unseren Ansichten i.S. DM, SoulS. und Dave ja nicht auseinander. Hoffen wir mal keine 20 weitere Jahre auf eine HammerLP der Jungs zu warten : ) , auch mir läuft die Zeit davon .. der letzte große Wurf war für mich PTA, da stimmte irgendwie alles. Songs der Nachfolgealben nur punktuell, Spirit insgesamt enttäuschend. Da ich eher auf die europäische Musik fixiert bin, interessieren mich soulsavers nur am Rande. Gospel is nich mein Ding und Blues- und Folkrock… da bevorzuge ich eher Nick Cave… dafür sind mir SS wiederum „to easy“. Wobei mir auch von denen einige Songs recht gut gefallen, jedoch als re-mix Versionen mit etwas mehr Speed und Elektro Bassline. In „sich neu erfinden“ muss ich Dir jedoch widersprechen, hat für mich so ein Madonna Syndrom , die meint sich ständig neu erfinden zu müssen. Hör Dir doch einfach mal die neuen Sachen von Billy, TfF oder Stranglers an, unverkennbar und doch „ erfrischend neu“. Es geht mE also , wie ich bereits schon schrieb… back to the Basics, etwas mehr Mut nen guten Schuss Selbstsicherheit, dann lässt man auch den sich „verkünsteln“ Quark weg. Bis dahin und stay depeched.

    • Sorry, doch das ist ein wenig naiv. Die 3 sind alte Leute, sehen alt aus, turnen keine jungen Menschen (Zukunft) mehr an, haben auch im Kopf keine kreative Phase mehr, wie man es als junger Mensch noch hat. Die ganze Zeit, Welt, Musikwelt funktioniert heute völlig anders. Some Great Reward oder Violator würden heute, wenn überhaupt, mal für 1 Woche in der Top 20 (Download-Charts) sein. Die Singles wären irgendwo kurzfristig auf Platz 30 bis 100 in den Download-Charts … wenn überhaupt.

      Depeche Mode haben doch eine geile aufregende Zeit gehabt – von 1981 bis 1985 (erster großer Abschnitt) und von 1986 bis 1990 (zweiter großer Abschnitt. Und dann war es noch einmal sehr kreativ (1993) und auch 1997 (Ultra), gab es ein tolles Comeback und eben dann später PTA (haben sie durchaus ein wenig überrascht).

      Wie gesagt, das ganze um uns und Mode herum hat sich verändert. Die Musikwelt ebenso wie das Zeitgeschehen. Die Musik-Welt besteht seit wenigstens 20 Jahren aus Würmern. Duran Duran, U2, Spandau Ballet, Madonna, Michael Jackson, Prince, OMD, Ultravox, INXS, David Bowie, ABC, Level 42, Tears For Fears, Pet Shop Boys, Human League, Visage, Heaven 17 usw. usw. (ich könnte noch 200 große Bands aufzählen. Die gibt es nicht mehr, oder sie sind alt und unkreativ. … sie schwimmen nicht mehr gemeinsam mit Mode in einem Becken.

      Genießen wir die alten Zeiten (80er), es wird nicht besser, eher schlechter!

  9. @ The New A.

    Hi,

    da mein Kommentar aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen nicht freigegeben wurde daher nochmals. Sorry… nein , ich und mit Sicherheit weitere Regel-Besucher dieser WebSide sind mit Sicherheit nicht der Ansicht, bei künftigen Alben auf das Elektronische zu verzichten. Ich meine gerade das ist doch das Elementare von Dm. Im Gegensatz zu vielen anderen Bands und Projekten im electronic Beat Bereich haben die Jungs bereits in ihrer frühen Periode etwas außergewöhnliches erreicht. Dem Synthie Sound Tiefe und Seele zu geben ( Man höre sich mal andere Sachen an.. seelenloses BumBum mit digitalen schrillen Synthesizer). Ich brauch als langjähriger DM Fan auch keine Neuauflage von SoFaD mit noch mehr Getrommel , noch mehr Gitarre ohne Synthesizer. Wenn ich Lust auf Rock:Pop mit Gitarre habe leg ich Platten von the Smiths , Echo and the Bunnyman oder Muse oder smashing Pumpkins auf. Was bedauerlicherweise nach PTA verloren ging ( bis auf wenige Songs aber ganz besonders bei Spirit) ist das Kreative, das „wow“ , die Geradlinigkeit in ihren Songs und Klangkulisse. Weniger gekünstelt, wie das geht hört man mE bei New Order…treibende beats, Melodien die eingängig sind und toller Sound , ungeachtet der Dominanz von Synthesizer oder Gitarre im jeweiligen Song. Vielleicht auch weniger Blues Elemente, mehr BritPop ohne gleich zu psb 2 zu mutieren. Und was ihre älteren Lieder betrifft, gerade in den letzten Touren haben die Jungs doch bewiesen, dass man diese weiterhin frisch und mitreißend ( mit Synthie) vor Publikum spielen kann. Auch der weiterhin smarte look von dave ist doch genau das elixier für die electronic Beat und auch DarkWave szene ( da erblasst manch jüngerer DJ). Hey… und wenn mal was neues, warum nicht mal etwas Sound a la roxy music. However, stay depeched .

    • Teils, teils

      Ich gebe Dir in manchen Punkten recht, aber bin der Meinung das sie was die elektronische Musik betrifft ihren Zenit bereits vor langer Zeit überschritten haben und mir persönlich die Kreativität von der Du schreibst absolut fehlt. Wenn ich von SOFAD u.a. Alben schreibe wünsche ich mir auch keine Neuauflagen sondern viel mehr Alben in dem Stil und mit der Kreativität von damals. Was die Elektronik betrifft gibt es mittlerweile viele viel bessere Alternativen. Von daher wäre es mir lieber sie erfinden sich nochmal völlig neu statt krampfhaft zu versuchen den Sound vergangener Tage zu kopieren, dass kann und wird nicht funktionieren, schlicht und ergreifend weil sie nicht mehr die Band von damals sind.

    • PS.

      Ich drücke mich vielleicht auch nicht genau genug aus. Na klar wäre es der Wahnsinn wenn sie nochmal ein richtig gutes elektronisches Album rausbringen würden, aber darauf warte ich ja nun schon seit 20 Jahren und auch ich werde ja nicht jünger. Derzeit sind für mich die Sachen die Dave mit den SS macht einfach stimmiger als das was er die letzten drei Alben mit DM gemacht hat und das völlig ohne Bewertung der Qualität und des Anspruchs und nein wenn Dave heutzutage alte DM Klassiker zum besten gibt flasht mich das in keinster Weise so wie es das mal getan hat.

    • Hallo @Dorian G. danke für deinen Beitrag, ich sehe das genauso Depeche Mode wäre nicht Depeche Mode ohne jegliche Elektronik bzw. ohne Keyboards/Synthesizer, auch wenn sie genau genommen seit SOFAD keine reine Synthieband mehr sind. Als Gitarrenband bräuchte ich sie nicht, dafür gibt es genügend andere normale Rockbands oder Heavy Metal Bands usw.

      Generell lehne ich Gitarren nicht ab sofern es zum Song passt zb . bei I Feel You, aber ich würde es auch begrüßen ein neues Album mit mehr guten Synthisounds zu haben als mit übersteuerten Schrammelgitarren ala Sound of the Universe.

      An @The New A. Zitat: Was die Elektronik betrifft gibt es mittlerweile viele viel bessere Alternativen.

      Was sind denn deine Alternativen rein Interessehalber mal gefragt?

  10. Lieber Dave, bitte singe DM Songs….!….Das hier klingt grauenvoll, passt weder zu deiner Stimmlage noch musikalisch zu Dir….

    • So unterschiedlich

      können Geschmäcker sein. Ich finde das gerade solche Songs zu Daves Stimme passen und nicht mehr die DM Sachen. Das mag vor 30 Jahren anders gewesen sein, aber jetzt ist es so. Songs wie Dangerous könnte er heute gar nicht mehr so singen wie 1990, dafür wäre aber ein SOFAD Remake heute mit seiner erweiterten Stimmlage der Hammer bzw. noch geiler als damals. Was mich betrifft hört das Auge mit und die DM Songs der 80er und 90er passen nicht nur stimmlich sondern auch optisch zum Dave von damals, heute würde das gar nicht mehr richtig wirken. Es ist ja auch ein Unterschied ob der Mart von damals TTYS geträllert hat, oder ob er es heute tut. Mir würde es echt gefallen wenn DM bei einem zukünftigen Album mal gänzlich auf Elektronik verzichten würden. Ihre alten Sachen können sie eh nicht mehr toppen, von daher ist die Enttäuschung immer vorprogrammiert, von daher einfach ganz neue Wege gehen.

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