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Die kanadisch-deutsche Calgary-Nürnberg-Mischung Wrongkong beehrt uns mit ihrem dritten Album und setzt konsequent – und somit dem Albumtitel Folge leistend – ihre ganz eigene Vision von elektronischem Pop in die Tat um.

Cyrena Dunbar, Sängerin und Tänzerin aus Kanada, und ihre vier Jungs um Tommy Yamaha (ehemals Strike Boys) haben uns ja bereits vor einem reichlichen Jahr mit ihrem zweiten Werk „So Electric“ beeindruckt. Jedoch nicht nur uns. Auch Kulturpreisverteiler in Nürnberg und Autohersteller in den USA wollten die Band auszeichnen bzw. ihre Songs verwenden. Da erwartet man vom neuen Album dann doch einiges.

Und man wird keinesfalls enttäuscht. Auf „Kill The Should And Make A Do“ bleiben sie ihrem Stil treu und entwickeln ihn eine Stufe weiter. Das heißt, Popsongs mit einem eigenen Dreh. Der kommt vielleicht daher, dass die Stücke im Ursprung in der Kombination Klavier, Bass, Schlagzeug entstehen und anschließend dann mit dem entsprechenden Soundbild ausgekleidet werden.

So ziehen sich immer wieder elegante Pianolinien durch die Tracks und setzt die Rhythmusfraktion des öfteren ihre eigenen Zeichen. Mit der ausdrucksstarken Stimme Dunbars und reichlich Elektronik obendrauf kann dann nicht mehr viel schiefgehen. Zumal die Stücke es oft schaffen, plötzlich in eine andere Richtung abzubiegen. „Escape“ zum Beispiel lässt mit einer tollen Synthiemelodie Euphorie anklingen, bricht aber im Refrain schon zu neuen Ufern auf.

Die erste Single „See It Coming“ zündet mit House und Disco, während die aktuelle Auskopplung „Did You Say Dream On“ eher melancholisch daherkommt, dann aber das Tempo anzieht. Das fast schon funkige „Overline“ ist ein weiteres Highlight, und das intensive „Running Away“ brennt sich direkt ins Herz des Hörers. Mit „The People“ zeigen sie am Schluss sogar noch Gossip, dass sie locker deren Klasse halten können.

Wrongkong sind drauf und dran, sich, was modernen Electropop angeht, den Status einer kleinen Institution zu erkämpfen. Was absolut verdient ist!

P.S. Wrongkong sind aktuell auf Tour (und bei Festivals aktiv) zwischen Erlangen und Glasgow. Zum Beispiel hier: 29.04. Rostock, 23.05. Jena, 31.05. Leipzig, 15.06. Bayreuth, 22.06. Neumarkt, 07.07. Erlangen, 21.07. Ingolstadt, 06.08. Glasgow, 31.08. Fischbachtal

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www.wrongkong.com
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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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