whomadewho_brighter

Wir könnten es jetzt kurz machen: Bislang bestes Electropop-Album des Jahres 2012! Aber ein bisschen ausführlicher wollt ihr es schon, oder? Also gut. Die dänischen Derwische liefern mit ihrem dritten Fulltime-Studio-Album ihr bisher eingängigstes Werk und auch ihr Meisterstück ab. Bitte wippen/springen/schwitzen Sie mit!

Das aus Kopenhagen stammende Trio erschien mit seinem nach sich selbst betitelten Debüt 2005 auf der Bildfläche, und der extrem tanzbare Mix aus Disco, Funk, Rock und mehr schlug sofort ein, insbesondere wenn man Tomas Hoffding, Jeppe Kjellberg und Tomas Barford einmal live erleben durfte. Mit den „Green Versions“ des Debüts variierte man das Konzept, mit dem Nachfolger „The Plot“ erweiterte man das Soundspektrum, und im vergangenen Jahr brachte man mit dem Labelwechsel zu den guten Leuten von Kompakt erst einmal das Minialbum „Knee Deep“ heraus, mit etwas verspielteren und experimentelleren Tracks und dem Versprechen, die richtigen Popknaller würden noch folgen.

Und dieses Versprechen wird mit „Brighter“ mühelos eingehalten. Das ist nämlich mal wieder einer dieser seltenen Fälle von „Uiuiui, welche Single sollen wir da bloß zuerst veröffentlichen?“. Nicht etwa, weil keine Singles drauf wären, sondern eben, weil diese 11 Songs fast alle dafür tauglich wären. Gleich zu Beginn bohrt sich das melodiöse „Inside World“ unwiderstehlich ins Ohr (auf der Maxi davon gibt es übrigens u.a. einen Digitalism Remix). Mit „Running Man“ läuft (haha) die Tanzmaschine gleich voll weiter, wobei sich hier schon zeigt, dass zwischen all dem Pop auch immer ein paar clevere Details die nötigen Kanten in den Sound hacken.

Auch „Greyhound“ mit seinen leicht melancholischen Spuren hält die Klasse, und bei „The Sun“ kommen die Bühnenrocker wieder durch und erinnern daran, dass WhoMadeWho nicht ganz zu Unrecht des öfteren mit den Queens Of The Stone Age verglichen werden. Fett! Danach darf man erstmal einen Track lang durchpusten, bevor Hoffdings Falsett, herrliche Retrosynthies und tiefe Bässe auf „The Divorce“ die Füße wieder zur Bewegung bitten.

Apropos Bass: Der ist auf „Never Had The Time“, einem weiteren Höhepunkt des Albums, aber mal so richtig Trumpf. Clever wird danach eine Fast-schon-Kuschelrunde eingeschoben, das bittersüße „Head On My Pillow“ punktet neben klaren Sounds mit einem wunderschönen Refrain. Damit nähern wir uns auch langsam „The End“ (wo die Percussions nochmal ordentlich wirbeln dürfen), dem allerdings mit dem Pop-Kleinod „Below The Cherry Moon“ (gibt es hier zum freien Download) noch ein reizender Epilog folgt. „Brighter – ein großartiges Album und eines der Highlights des Jahres bisher!

P.S. WhoMadeWho live (ein Erlebnis!): 14.03. Berlin, 15.03. Erlangen, 16.03. Stuttgart, 17.03. München, 18.03. Hamburg, 19.03. Leipzig, 20.03. Frankfurt, 21.03. Köln

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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