Die Septic-Reihe aus dem Hause Dependent Records erfreut sich auch elf Jahre nach dem Erscheinen des ersten Teils großer Beliebtheit. Ein gutes Zeichen, denn in Zeiten von ständiger Verfügbarkeit neuer Musik im Internet und der generellen Schnelllebigkeit im Musikbusiness sind Konstanten
wichtig. Eine dieser Konstanten feiert dieser Tage seinen neunten Geburtstag und schafft es scheinbar spielend die Essenz frischer und unverbrauchter Bands mit etablierten Größen der elektronischen Clubkultur zu vereinen.

Wie gewohnt präsentiert uns Stefan Herwig auf „Septic IX“ wieder eine handverlesene Selektion an Tracks und Remixes, die bisher unveröffentlicht waren oder zumindest noch nicht auf CD erschienen sind.
Kraftvoll und extrem stark wird der Sampler dabei von dem New Yorker Quartett Mindless Self Indulgence eröffnet. Mit „Never Wanted To Dance“ liefert die Band nicht nur einen der Hinhörer des Samplers ab, sondern auch einen 1A Clubburner! Stampfende Beats, schräge Synthiesounds, sequentielle Gitarrenriffs und der recht eigenwillige (Sprech-)Gesang erschaffen hier einen Track, der irgendwo zwischen Electro und Punk seinen Platz markiert. Veredelt wurde die Version übrigens von Combichrist Mastermind Andy LaPlegua, was, wenn man das Original kennt, überdeutlich zu hören ist.

Mit Gary Zon alias „Dismantled“ geht es genauso energetisch weiter. Vergessen scheinen frühere Ankündigungen, dass Dismantled zu Grabe getragen wird und mit „The Whore Inside Me“ im ‚Clicks! Remix‘ liefert Gary gleich ein überzeugendes Klangbeispiel, wieso er in den letzten Jahren immer wieder Lorbeeren für seine Alben in der Fachpresse einheimste. Pulsierend, rau und auf seine Art extrem eingängig vibrieren die Beats hier durch die Boxen.
Ähnlich verhält es sich auch mit No.Not.Never, bei denen Gary Zon als Produzent in Erscheinung tritt. Mit dem Cover des Paula Abdul Tracks „Cold Hearted“ schlägt Gary zusammen mit Sängerin TZA dennoch deutlich poppigere Töne an.
Poppig, aber nicht weniger tanzbar bleibt es auch mit Edge Of Dawn, die mit „Stage Fright“ im bisher unveröffentlichten ‚Steril Remix‘ frisches Tanzfutter beisteuern und damit einen ihrer stärksten Songs vom aktuellen Album „Anything That Gets You Through The Night“ präsentieren.

Die reinrassigen Clubbomben liefern dieses Mal jedoch Rotersand, die mit „First Time“ im ‚Club Re-Work Mix‘ einen Volltreffer gelandet haben und Portion Control, die mit „Amnesia (Beta.01)“ frische EBM Sounds durch die Boxen prügeln.
Ein weiteres, großartiges Highlight ist die Coverversion des R.E.M. Songs „Losing My Religion“ von CELL 7. So sehr dieser Song durch die konventionellen Radiosender todgespielt wurde, so erfrischend neu und fabulös tönt er in dieser kongenialen, elektronischen Version. Ganz großes Kino!
Abgerundet wird der Sampler mit potenten Beiträgen alter Bekannter wie Front Line Assembly, Decoded Feedback oder Fractured.

Die Mischung macht es und so schafft es „Septic IX“ auch dieses Mal wieder große Namen mit jungen und vor allem innovativen Bands zu kreuzen. Das Ergebnis ist ein weiterer, durch und durch erfrischender Cocktail spannender elektronischer Hits, dessen Zutaten fernab der ausgetretenen musikalischen Pfade gesammelt wurden. Kauftipp!

„Septic IX“ bestellen bei:

bei poponaut bestellen!

PS: auf der unten genannten Seite könnt ihr in den Sampler reinhören!

www.dependent.de

Zur Startseite

Der Kommentarbereich ist zurzeit geschlossen.