Hannover genießt nicht unbedingt den Ruf ein Schmelztiegel für innovative Musik zu sein. Umso erstaunlicher ist es auch, dass eine Band wie Transmitter, die seit geraumer Zeit von sich Reden macht, aus der Welfenstadt an der Leine stammt. Das Quartett war zuletzt zusammen mit Northern Lite auf ausgedehnter Deutschlandtournee. Mit „Overloader“ präsentieren die Hannoveraner nun ihr drittes Studioalbum, das mit messerscharfen Beats und innovativen Songs punkten kann.

Es ist schon eine explosive Mischung, die Transmitter auf ihren Alben bieten. Die einzelnen Songs bewegen sich irgendwo zwischen Electro, BigBeat, Crossover Dance, Rock und Pop. Wirklich greifbar werden die Kompositionen durch diese offene Kategorisierung zwar nicht, versprechen aber eine enorme musikalische Bandbreite, die man auf vielen Alben vergeblich sucht. Wer die Band samt MC Jeff Ogle schon mal live erleben konnte, wird darüber hinaus sofort zustimmen, dass die Jungs mit ihren energetischen Gigs umgehend das Augenmerk auf sich ziehen können.

Das letzte Album „I See Red“ liegt nunmehr drei Jahre zurück. Drei Jahre, in denen Transmitter mit Größen wie den Beatsteaks, 2Raumwohnung, Seed, Deichkind oder Junkie XL aufgetreten sind. Drei Jahre, in denen das Quartett an „Overloader“ geschraubt hat, um das Maximum aus den Songs zu kitzeln.
Das Ergebnis ist absolut brillant und sprüht nur so vor Energie und Innovation.
Dabei geht es mit „Voices“ zunächst verhältnismäßig sperrig los. Bei „Fall To The Floor“ leben die Jungs dann ein erstes Mal deutlich ihre rockigere Seite aus und kombinieren dabei saftige Gitarrenriffs mit dezenten Break Beats.
Eine gewisse Affinität zu The Prodigy wird dagegen bei „The Gift“ und „The Trick“ deutlich hörbar, was in erster Linie durch die ähnlich gepitchten Synthies und der wuchtig-experimentellen Produktion erreicht wird.

Zwischen fetten Brettern wie „Kick And Rush“ und „Pull The Trigger“ finden sich dann sogar verhältnismäßig poppige Song wieder. Da wäre zum einen das chillige „Never Mess„, das sich durch eine sanfte Produktion deutlich vom Rest des Albums abheben und durch seine eingängige Art im Ohr festsetzen kann. Zum anderen gibt es mit dem knarzigen „Broken Beat Down“ einen nicht minder poppigen Track auf die Ohren, bei dem der stampfende 4/4 Takt mit sphärischen Flächensounds kombiniert wird. Killer!

Vielleicht ist es so, dass Hannover endlich wieder einen musikalischen Leckerbissen hervorgebracht hat. Fakt ist jedenfalls, dass Transmitter mit „Overloader“ ein absolut innovatives Album abliefern, das einfach nur rockt! TIPP!

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www.myspace.com/transmittermusic

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Kommentare

  1. Andy Kaiser
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    12.11.2010 - 19:04 Uhr

    wie geil ist denn das Lice Video von denen ? EIn wenig Prodigy in dem SOng ist auch drin ;) Geile Sache