Schweden, da wo die Sonne entweder ohne Pause oder gar nicht scheint. Da kann man wohl trotz der tollen Landschaft im Winter schon mal düster drauf kommen (schließlich ist ja auch der Alkohol viel zu teuer da). Die Herren auf Torpedo zelebrieren auf ihrem zweiten Album jedenfalls die Apokalypse mit dynamischem Elektropop.

Dass die Fünf zum Teil aus früheren Bandmitgliedern von Tiger Lou bestehen, führt musikalisch eher in die Irre (ist aber vielleicht ein Hinweis auf die guten Livequalitäten), dass bei der Produktion von „WE“ (und auch beim Songwriting von drei Stücken) Christoffer Berg mithalf, der u.a. schon für Massive Attack, Moby, The Knife und Fever Ray tätig wurde, passt schon besser. Denn es gibt hier äußerst kraftvoll aufgenommene Elektronik, die bei aller Weltuntergangsstimmung keineswegs immer bedrückend klingt, sondern auch äußerst eingängige Momente nicht scheut.

Dazu muss man nur einmal die Vorabsingle „Waiting For The Fall“ hören und das dazugehörige Video anschauen (s.u.). Das Ende ist nah, aber es klingt toll, nicht zuletzt durch den melodiösen und immer wieder mehrstimmig verstärkten Gesang. Was bei Torpedo zudem sehr markant ist, sind die stets präsenten (echten) Drums – auch Gitarren werden verwendet, ordnen sich aber mannschaftsdienlich unter – und der immer wieder auftauchende Kraut-Einfluss, der bereits den Opener „Dystopia“ durchweht.

Man kann aber auch clubtaugliche Tracks schreiben, wie die massive Steigerung zum Ende von „Islands In Eternity“ hin beweist, das mit seinen melodischen Synthielinien ohnehin schnell im Ohr hängen bleibt. Sogar ein bisschen U2-Ähnlichkeit bekommt man unfallfrei hin, wie „Synchronized Heartbeats“ zeigt. Als weitere Highlights wären beispielsweise „Hovering Vultures“ (dominante Drums) und „Spent It All“ (stark gesungen) zu erwähnen.

WE“, also WIR, werden untergehen, das war ja nicht nur den Maya und Edgar Allan Poe klar. Aber vorher können wir noch jede Menge gelungener Musik wie der von Torpedo lauschen, das macht es erträglicher.

(Addison)

P.S. Torpedo live: 27.05. Magdeburg, 28.05. Osnabrück, 30.05. Stuttgart, 31.05. München, 01.06. Frankfurt, 02.06. Hamburg, 03.06. Berlin.



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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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