thunderheist So sind sie, diese modernen Zeiten. MySpace-Account, gemeinsame Freunde, MP3-Austausch. So kann man sich kennen lernen. So ging es Frontfrau Isis und Soundschrauber Grahm Zilla, beide aus Toronto. Und nun sind sie unterwegs, um anderen den Donner zu stehlen.

Sie kommt eher aus dem Soul, Jazz, R’n’B, er hatte mehr mit Rock, Hip Hop und Electro am Hut. Doch nachdem er ihr ein paar seiner Tracks zugeschickt und sie ihre Vocals beigesteuert hatte, fand man Gefallen am gemeinsamen Sound und die kanadische Clubszene stürzte sich begeistert darauf.

Was ist er nun, der Thunderheist-Sound? Nun, zu dicken Bässen, geradlinigen Beats und Electroklängen gibt Isis ihre starke und wandlungsfähige Stimme. Mal rappt sie cool, mal lässt sie den Soul vibrieren, diese Dame kann es sowohl mit Peaches als auch mit Kelis aufnehmen.

Gerade zu Beginn der Platte hagelt es hitverdächtiges Material, das zu Zeiten von Lady Gaga auch die Charts stürmen könnte: „Sweet 16“ paart Sprechgesang und Disco, „Nothing 2 Step 2“ ist ein satter Electropop-Knaller und „Jerk It“ (das es in den Soundtrack des oscarnominierten „The Wrestler“ geschafft hat) bringt die Bassboxen an ihre Grenzen.

Diese Energie zieht sich nicht durch das ganze Album, auch könnte die eine oder andere Abwechslung nicht schaden. Trotzdem freuen sich die Clubs über kraftvolles Futter und auch nach der Albummitte finden sich noch Perlen wie das moroderinfizierte Popschnittchen „Space Cowboy“ oder die Stereokanalspielchen auf „The Party After“.

Ein sehr dynamisches Debüt zweier talentierter Kanadier, das gut in die Zeit passt und beste Zukunftsaussichten hat.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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