subs_subculture The Prodigy sind wieder da! Ach ja, wisst ihr schon. Und ihr neues Album ist leider ganz gut geworden. Leider? Nun ja, sonst hätte man sagen können: „Egal, es gibt ja noch The Subs. Die sind jetzt die besseren Prodigy.“ Die Pointe fällt nun weg, trotzdem kann man die ravenden Belgier durchaus empfehlen.

Belgien, hm? Für schräge Musik durchaus bekannt, im elektronischen Bereich aber eher selten präsent. Der Name The Subs klingt auch eher nach Punk, doch hier regiert klar der strombetriebene Rave like it’s 1995. Die Herrschaften nennen sich cool Papillon, Tonic und L’Entrepreneur, heißen ansonsten aber Jeroen De Pessemier, Wiebe Loccufier und Stefan Bracke. Im Heimatland schon mit kleinen Charterfolgen gesegnet und europaweit festivalbewährt, wollen sie nun überall die Clubs und Schlafzimmer erobern.

Den ersten Hit landeten sie eher zufällig mit „Kiss My Trance“, einer ursprünglich spaßig-spielerischen Annäherung an die alte Tante Trance. Doch die DJs fuhren gewaltig auf das knallige Stück Electro ab, große Namen wie Laurent Garnier, Boys Noize, T.Raumschmiere oder gar der Meister des Großraumwumms Tiesto verwendeten das Stück.

Weitere Club-Singles stehen nun Schlange: Allen voran das wirklich mitreißende „Music Is The New Religion“ (mit einem Sample des House-Klassikers „The House Of God“), aber auch „Papillon“ oder „Fuck That Shit“ machen keine Gefangenen und fordern den ganzen Stroboskopeinsatz. Beim nervigen „My Punk“ überspannen sie den Bogen dann aber etwas und die Coverversion von „Breathe“ (Prodigy, natürlich) ist auch nicht eben einfallsreich geraten.

Apropos Ideen: Das hier ist nur zum (vermutlich gern alkohol- oder andersbefeuerten) Feiern gedacht, Feingeister oder Innovationsanhänger brauchen sich keine Mühe zu geben. Einzig auf dem wirklich sehr gelungen dahingleitenden „Albatros“ wird den Maschinen Luft zum Atmen gegönnt.

Ansonsten ist „Subculture“ eigentlich kein Album, sondern eine Ansammlung von (Rave-)Party-Singles, ergänzt durch ein wenig Füllstoff. Für die Clubs ein klares Jawoll, fürs Wohn- und Schlafzimmer eher ein Nein.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentar

  1. Lisa F.
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    26.3.2009 - 23:36 Uhr

    irgendwie ähneln sich gerade die ganzen cover in der farbgestaltung .. dm, pet shop boys und prodigy ;-)