Es kommt auch nicht alle Tage vor, dass ein kleines Nebenprojekt mal eben ein einziges Album veröffentlicht und dann jahrelang mehr und mehr Fans sich (vergeblich) eine Fortsetzung herbeisehnen. Die zahlreichen Anhänger von The Postal Service bekommen nun zumindest etwas Linderung.

Ben Gibbard, Frontmann der Indielieblinge Death Cab For Cutie, wollte 2003 einmal zeigen, dass er auch etwas von elektronischer Musik versteht. Dazu schickte er sich mit Jimmy Tamborello, als Dntel bereits für Frickeleien bekannt, Songs und Sounds durch die Weiten US-Amerikas hin und her. Heraus kam ein kleines Meisterwerk mit zehn wunderschönen Perlen des Electropop. Songs wie „Such Great Heights“, „Nothing Better“ oder „Brand New Colony“ wuchsen über die Jahre immer mehr Menschen ans Herz (und auch die Verkaufszahlen wuchsen mit, mittlerweile zählt man da schon in Millionen).


The Postal Service – Such Great Heights von manu50500

Eine neue Platte gibt es zwar weiterhin nicht, aber für die Fans in Nordamerika eine ausgiebige Tour, wir Europäer müssen uns bislang mit fünf Terminen (18.05. Manchester, 19.+20.05. London, 21.05. Paris, 23.05. Barcelona) begnügen. Doch die große Nachricht ist: Zum Zehnjährigen ist „Give Up“ in einer feinen Jubiläumsausgabe erschienen. Mit neuem Material!

Also: Das Originalalbum wurde remastered, für Freunde fein justierten elektronischen Sounds ist allein das schon ein Fest. Aber das Bonusmaterial hat darüber hinaus einiges zu bieten. Zunächst einmal die neuen Songs – „Turn Around“ klingt perfekt nach The Postal Service, während „A Tattered Line Of String“ fast an die Pet Shop Boys denken lässt. Die weiteren 13 Stücke umfassen (auch in remasterter Form) alles, was es sonst noch zum Thema The Postal Service gab – drei B-Seiten, das Phil-Collins-Cover „Against All Odds“, einen Benefiz-Song, fünf Remixe, ein Livestück und die beiden sehr bekannten Postal-Service-Coverversionen von The Shins und Iron & Wine.

Alles in allem ein wunderschönes Sorglospaket – und vielleicht wollen die beiden einfach deshalb kein weiteres Album veröffentlichen, weil sie mit „Give Up“ alles perfekt hinbekommen und alles gesagt haben? Wer weiß, so lange empfehlen wir dieses Meisterwerk jedenfalls wieder und wieder.

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Kommentar

  1. 5.5.2013 - 1:25 Uhr

    :-)

    wirklich ein tolles album. und diese neuaufgelegte version lässt keine wünsche übrig. wer die stimme mag, sollte auch mal bei death cab for cutie reinhören. das 2011er album “codes & keys” ist sehr zu empfehlen (wie eigentlich alles von dcfc). und wem das nicht elektronisch genug ist, nimmt die remix cd “keys & codes”….incl. remix von ulrich schnauss. ….wer war das nochmal??? :-)