The OrbSeit 20 Jahren gibt es The Orb. Ihre größten Erfolge feierte die Band um Duncan Paterson in den frühen 90er Jahren, wo sie als Speerspitze der damals aufkeimenden Ravebewegung und als gefragte Remixer galten, die den Weg für Bands wie The Prodigy oder The Chemical Brothers ebneten. Nachdem das Gründungsmitglied Jimmy Cauty die Band verließ, um mit The KLF für Aufsehen zu sorgen, holte sich Duncan Paterson mit Martin „Youth“ Glover (u.a. Remixe für Depeche Mode, Erasure, INXS u.a.) das Gründungsmitglied von Killing Joke mit ins Boot. Nach diversen Charterfolgen trennten sich jedoch die Wege dieser fruchtbaren Konstellation bereits Mitte der 90er Jahre… bis jetzt!

Mit „The Dream“ gibt es quasi eine Art Comeback der „alten“ The Orb Besetzung! Youth und Duncan haben auf dem aktuellen Album ihre Stärken wiedervereint und präsentieren mit „The Dream“ eine echte Reise zurück in die Anfangstage des Ambient-House. Chillige Klänge versetzt mit dem typischen Knistern einer guten alten LP erschaffen zusammen mit den genialen Gastsängerinnen eine Atmosphäre, die den Hörer sofort gefangen nehmen kann. Songs wie „A Beautiful Day“, „The Truth Is…“, oder „High Noon“ beweisen eindrucksvoll, dass The Orb zu Recht als Wegbereiter des Ambient-House bzw. Psychedelic-House gelten.

Und dann überraschen uns die beiden Briten zwischendurch mit aktuellem Chartstoff á la Seeed („Mother Nature“), bloß dass der Sound wesentlich präsenter, intelligenter und einfach durchgestylter wirkt. Mit „Lost&Found“ schließt sich dann noch ein vom Reggae beeinflusster Song an, der die Experimentierfreudigkeit ein weiteres Mal unterstreichen kann.

Die insgesamt 15 Tracks starke CD besticht allerdings durch mehr als die eigentlichen Songs. Vielmehr wirkt es durch die vielen Zwischenspiele, als haben Duncan Paterson und Martin Glover hier einen Film vertont, der irgendwo zwischen Verzweiflung, Hoffnung und Intrigen zu liegen scheint.

The Orb melden sich nach eher durchschnittlichen Alben mit einem echten Sahnestück zurück, dass sich stark an den ersten Alben orientiert und mit etwas Zeitverzögerung als die Fortsetzung von „U. F. Orb“, dem letzten gemeinsamen Album von Youth und Paterson, angesehen werden kann.

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www.theorb.com

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