Vier Jahre sind seit dem letzten Terminal Choice Album ins Land gezogen. Untätig war Mastermind Chris Pohl in dieser Zeit mitnichten, vielmehr entpuppte er sich als Arbeitsmaschine, die beständig mit Blutengel und zuletzt auch mit Miss Construction Nachschub für die Clubs produzierte. Unter dem Synth-Rock Mantel von Terminal Choice folgt nun also der nächste Streich, der auf den Titel Übermacht hört.

Der Fokus ist auch auf dem neuen Album klar auf die Clubs gerichtet. Entsprechend stampfend geht es auch gleich zu Beginn los. Terminal Choice jagen bei „We Are Back“ krachende Gitarren und pumpende Basslines durch die Boxen und garnieren ihr Soundgewitter mit einem klebrigen, inhaltlich aber eher plumpen Refrain. Aber wozu auch nachdenken auf der Tanzfläche, denn dort dürfte „We Are Back“ wunderbar funktionieren.
Clubkompatibel bleibt es auch beim großen Rest des Albums. Ob „Bad Trippin‘„, „Bitch Like You“ oder dem eher plakativen „Fight The System„, es dominieren die straighten Beats, die direkt ins Bein gehen und die dunklen Tanztempel zum Beben bringen werden.

Dann wären da noch Songs à la „Myspace Hero“ und „Kommerz„, die sich auf zynische Art und Weise mit Casting Shows und den Social Networks auseinandersetzen, wenn auch recht oberflächlich. Musikalisch sind es auch gerade diese beiden Titel, die durch ein eingängiges Songwriting überzeugen können. Allgegenwärtig sind auch hier die Gitarren, die den Songs ein kantigeres und energetischeres Gesicht verpassen.

„1-2-3-4 bin endlich weg von dir“ tönt es beim Refrain von „Keine Macht“ und lässt direkt Erinnerungen an Oomph! wach werden. Gut kopiert ist eben halb gewonnen, wenn auch das Original weitaus mehr Substanz hatte.

Der limitierten Digipack Version liegt noch eine Bonus CD bei, auf der es neben drei Mixen von „We Are Back“ auch zwei weitere neue Songs zu hören gibt. „To America“ schliesst sich dabei nahtlos an den Rest des Albums an. Die große Überraschung liefern Terminal Choice dann aber mit der Katy Perry Coverversion von „I Kissed A Girl„. Mit der gewohnt rockigen Attitüde liefern Chris Pohl und seine Mannen hier ein gelungenes Remake ab.

Terminal Choice kehren mit „Übermacht“ ein Stück weit zurück zu ihren elektronischen Wurzeln, lassen vor allem aber bei den Texten die Qualitäten von „Menschenbrecher“ vermissen. Mit Spitzen nach oben und unten hinterlässt „Übermacht“ insgesamt ein recht durchwachsenen Eindruck.

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Kommentar

  1. Christian
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    6.4.2010 - 9:18 Uhr

    meine fresse ist das peinlich… ich glaub der wird nie erwachsen…