stubborn_heart

Im Bereich der modernen (Tiefen-)Bassmusik hätten wir da kurz vor Jahresausgang noch ein echtes Schmankerl für euch. Ob „Think Hurts meets Skrillex“ zutrifft, wie der Guardian schrieb, lassen wir mal offen (okay, natürlich trifft das nicht zu). Aber gefühlvolle elektronische Popmusik mit Elementen von Dubstep ist es eben schon. Und unser aktueller CD-Tipp außerdem.

Stubborn Heart, das sind Luca Santucci und Ben Fitzgerald aus Oxford und London. 2011 ließen die beiden eine erste Hörprobe als White-Label-12“ herumgehen, später folgte die EP „Need Someone“ (der Titelsong liefert auf dem Album das große Finale), die dann schon ein deutliches Zeichen setzte. Der intensive, melancholische Gesang Santuccis trifft auf tiefe Basssounds und abgehackte Beats. Kein Wunder, dass Namen wie James Blake (oder Woon), SBTRKT und Jamie XX fielen – und die sind dann, wenn schon Vergleiche gezogen werden müssen, sicher dichter dran als Skrillex.


(Mit bestem Dank mal wieder an die GEMA, die uns daran hindert, das Video zu zeigen!)

Denn mit Haudraufmucke hat das hier so gar nichts zu schaffen. Tiefe Bässe grummeln neblig durch den Raum, verschleppte Beats laden eher zum genaueren Zuhören als zum Abtanzen ein – und dazu kommt eben der Fast-schon-Soul-Gesang von Luca Santucci. So wirkt „Penetrate“ am Anfang keineswegs penetrant, sondern eher düster verlockend. Auch die Glockensounds und das tiefe Stampfen von „Better Than This“ umschmeicheln das Ohr (Kopfhörer empfohlen!) wärmstens.

Immer wieder schält sich zwischen den Soundgebilden und Brummsounds eine Melodie hervor. Mal getragen wie im andächtigen „Interpol“ – nicht die einzige Stelle übrigens, an der durchaus auch Massive Attack in den Sinn kommen könnten -, mal flotter wie auf dem aktuell ausgekoppelten „Starting Block“. Mancher Song zündet sofort (das warme „To Catch A Spark“ fällt sicherlich darunter), mancher braucht ein paar Durchläufe.

Was aber sein Gutes hat, denn wenn man „Stubborn Heart“ mehr und mehr Durchläufe gönnt, verliebt man sich auch immer stärker in diese intensive Platte. Das Herz mag manchmal stur sein, aber es weiß eben doch, was es will.

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www.stubbornheart.com
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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentare

  1. 31.12.2012 - 16:34 Uhr

    Das war, äh, der Weihnachtsstress. Natürlich die GEMA, danke, PJ!

  2. PJ
    1
    31.12.2012 - 14:22 Uhr

    GEZ?

    Danke an die GEZ? Danke doch der GEMA. Aber Pest und Cholera darf schonmal verwechselt werden ;-)