staubkind-zu-weitEmotionale deutschsprachige Rockmusik … kann das gut gehen, ohne in Kitsch abzudriften? Dass es geht, beweist die Band Staubkind seit ihrem Debütalbum „Traumfänger“ aufs Eindrucksvollste. Auch auf ihrem zweiten Longplayer, „Zu Weit“, thematisiert die Gruppe um Sänger, Gitarrist und Mastermind Louis Manke die ganz großen Gefühle in ergreifenden Mini-Dramen … jedoch ohne diese in Pathos zu ertränken.

Louis formuliert seine Texte in klaren, schnörkellosen Worten, die zielgenau die emotionale Ader treffen, und verpackt sie in melancholische, aber dennoch höchst eingängige Rocksongs, mit Melodien, die beim ersten Anhören sofort hängen bleiben.
Auch mit wohl dosierten Härteschüben geizen Staubkind nicht, und fahren ein sattes Gitarrenbrett, wenn es der Song erfordert, um gleich im nächsten Moment mit einer filigranen Akustikballade unter die Haut zu gehen.
Das geschickt eingeflochtene Wechselspiel zwischen unschuldigen Heavenly Voices und Louis Stimme sorgt dabei für mehr als nur einen Gänsehautmoment.
Mit „Zu Weit“ knüpfen Staubkind nahtlos dort an, wo sie auf „Traumfänger“ aufgehört haben: die Musik ist ehrlich, emotional und direkt … düster angehauchte Ohrwürmer, die ordentlich rocken und direkt ins Herz treffen. Hier das Tracklisting des Albums:

Tackliste:

01. Intro
02. Abschied
03. Erinnerung
04. Zu weit
05. Gestern
06. November
07. Wenn du schläfst
08. Halt mich
09. Wunderschön
10. Letzter Tag
11. Vergiss nicht
12. Königin
13. Als ich fortging
14. Viel mehr Akustik 2007

Zur Startseite

Der Kommentarbereich ist zurzeit geschlossen.