sometree_yonder Sometree haben sich über die Jahre eine treue Fanbase erspielt. Sometree waren in diesem Jahr als Support von Snow Patrol in großen Hallen unterwegs. Sometree müssten also jetzt den kommerziellen Durchbruch schaffen. Sometree scheren sich keinen Deut darum.

Yonder“ ist das sechste Album der in Hannover gestarteten und (wie so viele) irgendwann in Berlin gelandeten Band um Bernd Bauerochse, Sebastian Lindner, Alex Pavlidis und Björn Bauermeister. Man startete mit beiden Beinen im lauten (Post-)Rock der Mittneunziger, tourte, entwickelte sich, tourte, wurde immer komplexer, nahm Klavier und Bläser hinzu, tourte, wurde mit Mogwai und Radiohead verglichen und tourte.

Nach dem nerven- und zeitaufwändig produzierten Vorgänger „Bending The Willow“ wollte man es dieses Mal entspannter angehen lassen, traf sich irgendwann vorsatzlos im tiefsten Brandenburg, Freund und Produzent Tobias Siebert kam vorbei und dann ging es los.

Gerade mal acht Songs verteilen sich auf die etwa 36 Minuten von „Yonder“, acht zartgliedrige Gespinste zwischen kontrollierten Gitarrenausbrüchen, vertrackten Rhythmen, eleganten Streicherarrangements und markanten Bläsersätzen. Dabei merkt man der Band an, dass sie zuletzt auch für Filme und Hörbücher komponiert hat. Atmosphäre steht im Vordergrund, die Songs selbst schweben mitunter fast vorbei, bleiben lange Zeit kaum greifbar, man muss sie sich erarbeiten.

Was nicht für das große Highlight, gleich zu Beginn, gilt: „Sink Or Swim“ ist eine kompositorische Großtat, mit einer wundervollen Melodie und gänsehautbereitenden Streichern. Gleich danach ist noch „Moduin“ zu nennen, eine siebenminütige Klavierballade, bei der Konstantin Gropper von Get Well Soon die Backing Vocals beisteuert.

Insgesamt ist „Yonder“ ein gelungenes Album, das Sometree gewiss nicht ins Stadion bringen wird, das aber – wenn man sich die Zeit für die Entdeckung nimmt – mit intensiven Hörerlebnissen belohnt.

(Addison)

P.S. Live sind Sometree vom 23.10. bis 07.11. ausgiebig zu bewundern! 16 Städte in 16 Tagen!

sometree – sink or swim from sometree on Vimeo.

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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