Es kommt wirklich nicht oft vor, dass sich die Musikpresse bei einer Band so einig ist wie bei Sizarr. Mit ihrem Debütalbum Psycho Boy Happy scheinen die drei Jungs aus Landau den Geschmack vieler Musikfreunde und -kritiker getroffen zu haben.
Dabei bedienen sich Sizarr nicht ausgetretener Pfade, sondern erzeugen aus den unterschiedlichsten Genres einen ganz eigenen Sound, der genauso authentisch wie eingängig ist.

Die Geschichte von den drei Jungs aus Landau ist verhältnismäßig schnell erzählt, denn das Trio begann erst im Jahr 2009 damit gemeinsam Musik zu machen. Auch wenn Fabian, Phillip und Marc seinerzeit noch die Schulbank drücken mussten, erschufen sie erste Songs, die die Aufmerksamkeit von Musikern wie Bloc Party-Frontmann Kele Okereke erhielten. Bereits im selben Jahr spielten Sizarr auf dem Melt!-Festival. Es folgten weitere Festivals sowie diverse Konzerte im Vorprogramm anderer Künstler, was die Aufmerksamkeit der Fachpresse zunehmend auf die Band lenkte.

Nachdem Sizarr im Juni mit der „Boarding Times EP“ einen ersten Vorgeschmack auf das aktuelle Album veröffentlicht haben, erschien vergangenen Freitag nun das langerwartete Debüt „Psycho Boy Happy„. Darauf präsentiert sich die Band, obwohl alle Mitglieder gerade erst das Abi hinter sich gebracht haben, erstaunlich reif und tiefgründig.

Eröffnet wird „Psycho Boy Happy“ von „Run Dry„, einer unglaublich intensiven Ballade, die von Bläsern intoniert wird, um danach die markante Stimme von Sänger Fabian in den Mittelpunkt zu rücken. Die polyrhythmischen Soundstrukturen von „Boarding Times“ durchschneiden anschließend die melancholische Atmosphäre, um direkt danach in die wunderbar groovende Popnummer „Blade“ überzuleiten. Es folgen „Tagedieb„, das deutliche mehr Indie als Pop ist, das großartige „Cat Mountaineer“ und das bittersüße „Icy Martini„.

Auch der zweite Teil des Albums hält mit „Word Up„, einem der ersten Tracks der Band, „Purple Fried“ und „Mulo“ erstklassige Meisterwerke bereit, die einerseits schwermütig daherkommen, andererseits durch ihre Ecken und Kanten ein enormes Ohrwurmpotential erhalten.

Man hört dem Debütalbum von Sizarr deutlich an, dass hier die musikalischen Visionen des Trios umgesetzt wurden, wobei die jugendliche Kreativität klar zum Tragen kommt, denn „Psycho Boy Happy“ hält sich an keine musikalischen Grenzen, sondern strotz vor Offenheit und Esprit. Ganz großes Kino!

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Kommentar

  1. FraWu
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    19.9.2012 - 17:59 Uhr

    Ziemlich langweilig….. Aber vor allem ist der Gesang nervig. Die Stimme jault in allen Tracks vor sich hin und lässt den kleinsten Schimmer nach einer halbwegs eingängigen Melodie ersticken.