Mit ihren letzten Alben schwankten James und Jas alias Simian Mobile Disco irgendwo zwischen NuRave, Techno und hitverdächtiger Popmusik. Auf ihrem vierten Album „Unpatterns“ schlagen Simian Mobile Disco wieder einen musikalischen Haken und präsentieren eine von den Vorgängern beeinflusste aber dennoch eigenständige Platte.

Es sind die vielen Soundspielereien, die zusammen mit den eingängigen Melodien das musikalische Setup auf „Unpatterns“ bilden. Gab es auf dem zweiten Album „Temporary Pleasure“ noch eine Reihe von Gastsängern (u.a. Alexis Taylor von Hot Chip), reduzieren Simian Mobile Disco auf ihrem neuesten Silberling den Gesang auf ein Minimum – hier ein paar Samples, dort kurze Gesangsparts. Es dominieren auf „Unpatterns“ eindeutig die Instrumentals, was nicht weiter schlimm ist, denn Songs wie „Cerulean„, „A Species Out Of Control“ oder „Interference“ überzeugen auf ihre ganz eigene Art und benötigen daher auch keine Vocals. Irgendwo zwischen Minimal, Pop, Techno und House platziert das britische Duo seine neuen Songs, überrascht aber zwischendurch bei The Dream Of The Fisherman’s Wife“ mit Breakbeat-Spielereien.

Für die Clubs haben Simian Mobile Disco mit „Put Your Hands Together“ eine Hymne im Gepäck, die mit ihrer houselastigen Attitüde und den repetitiven Kommandopsalm „Put Your Hands Together“ geradezu nach einem Einsatz in den Clubs schreit. Chillig und fast schon poppig flirrt dagegen „I Waited For You“ durch die Boxen und präsentiert SMD wieder von einer gänzlich anderen Seite.

Simian Mobile Disco liefern mit „Unpatterns“ ein abwechslungsreiches und solides Album ab, das sich durchaus an früheren Werken orientiert aber dennoch genug Platz für neue Elemente und Sounds bietet.

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