Vier Wochen hat sich Christopher von Deylen alias Schiller im Sommer 2009 auf das deutsche Forschungsschiff ‚Polarstern‘ begeben, um die Weiten der Arktis zu erkunden und sich dabei von der Schönheit der Landschaft und dem ewigen Eis inspirieren zu lassen. Eine emotionale Reise mit großen Impressionen, die in über 30 neuen Songs reflektiert wird und das sechste Studioalbum „Atemlos“ maßgeblich mit geprägt hat.

Mit seinem unverwechselbaren Sounddesign, aus dem er Pophymnen wie „Dream of You“, „Leben… I Feel You“ oder „You“ geschnitzt sind, begeisterte Schiller nicht nur auf CD seine Fans.
Soundvisionär‚, ‚Klangphilosoph‚ oder ‚Meister des Global Pop‚ sind nur einige Begriffe, mit denen er zuletzt von der Fachpresse geadelt wurde. Stars wie Xavier Naidoo, Thomas D., Kim Sanders oder Peter Heppner haben in der Vergangenheit die eingängigen Melodien mit ihren Stimmen vergoldet und auch auf dem sechsten Album, das auf den Namen „Atemlos“ hört, gibt es wieder interessante, musikalische Kooperationen.

Es scheint fast so, als seien die abgelegenen Orte dieser Welt ein musikalischer ‚Jungbrunnen‘, aus dem Christopher seine kreative Kraft schöpft. Beim letzten Album war es eine Weltreise mit dem Auto die ihn inspirierte und in ferne Länder brachte.
Dieses Mal verschlug es ihn in die arktischen See. Vier Wochen auf dem deutschen Forschungsschiff ‚Polarstern‘. Vier Wochen, in denen er den Stress der Zivilisation gegen die einsamen Weiten eintauschte.

Das Ergebnis ist ein Album voller Tiefe, Gefühl und auch ein Stück weit Sehnsucht. Musikalisch bewegt sich Schiller dabei zielsicher im Fahrwasser seiner Vorgängeralben. Keine großen Experimente, dafür aber wieder eine präzise und glatte Produktion mit den bekannt gekonnten Soundscapes, für die er bereits den ECHO einheimste.

„Guten Abend… Herzlich willkommen in der neuen Welt von Schiller…“, tönt es zu Beginn des Albums. Beinahe historisch ist dieses Intro und doch wieder passend wie die Faust auf’s Auge. Düster und bedrohlich geht es weiter mit „Tiefblau„, das den Hörer direkt auf die arktische See schickt, irgendwo zwischen Eis und Nebel. Selten hat Schiller so tiefgründig geklungen wie hier.
Die Impressionen der arktischen See bleiben auch beim Rest des Albums allgegenwärtig. Neben markanten Instrumentals wie „Atemlos„, „Polarstern“ oder „Leidenschaft„, die immer wieder das Gefühl einer Schiffsreise vermitteln können, sind es aber auch die großen poppigen Momente die das Album nachhaltig prägen.

Da wäre beispielsweise das großartige „Playing With Madness„, das von Mia Bergström gesungen wird. Elegant umgarnt Mia hier den Hörer mit ihrer glasklaren Stimme, die von einer verträumten Instrumentierung und einem mit Hall versetzten Piano getragen wird. Auch die Vorabsingle „Try“ punktet mit seiner eingängigen Art. Markanter ist hingegen das balladeske „Let It Rise„, das von Midge Ure gesungen wird, ausgefallen. Hier wird der Popappeal gegen ein wesentlich gefühlvolleres Timbre eingetauscht.

Die luxuriöse ‚Super Deluxe Edition‘ hält eine weitere CD bereit, die man durchaus auch als zweites, vollwertiges Album ansehen kann. Neben sphärischen Instrumentals wie „La Mer“ oder „Hochland„, gibt es hier auch ein Wiederhören mit Kim Sanders, die dem vorzüglichen „Under My Skin“ ihre Stimme leiht. Genialen Pop liefert Schiller auch mit „I Will Follow You“ ab, das von Henree gesungen.

Sämtlichen Versionen des Albums liegt noch eine DVD bei, auf der es neben zwei weiteren neuen Songs („Luft“ und „Wasser“), auch eine 5.1 Version ausgesuchter Albumtracks zu hören gibt. Ein visuelles Erlebnis ist auch der achtminütige Dokumentarfilm von Christopher von Deylen über seine Reise mit der ‚Polarstern‘.

Aufbewahrt sind die vergoldeten(!) CDs und die DVD der ‚Super Deluxe Edition‘ in einem dicken Hardcover-Buch samt Schuber, die beide im dezenten Albumdesign gehalten sind. Im Hardcover-Buch gibt es neben den Songtexten, vielen Fotos und einem Prolog auch ein umfangreiches Tagebuch zur Expedition mit der ‚Polarstern‘ zu lesen.

Atemlos“ fällt insgesamt zwar etwas ruhiger aus als seine Vorgänger, bietet aber dennoch großartige Songs und Momente voller Emotionen. Auch auf seinem sechsten Album besinnt sich Schiller auf seine Stärken und liefert ein rundes, hochwertiges Album ab, das sich musikalisch wie auch optisch nahtlos in die Diskografie einreihen kann. Tipp!

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http://musik.schillerserver.de
www.atemlos.tv

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Kommentare

  1. 22.3.2010 - 20:39 Uhr

    Gerade Amazon-Bewertungen als Vergleich heranzuziehen… hm…

    Die Rezension gibt hier übrigens immer nur die individuelle Meinung des Autoren wieder, und so soll es auch sein – wenn’s beruhigt, unsere andere Teamhälfte findet die neue Schiller auch doof.

  2. hyp
    1
    22.3.2010 - 12:05 Uhr

    Die „Rezensionen“ in dieser Rubrik sind durch die Bank dermassen unbrauchbar, weil kritiklos wie aus einer Hochglanz-Werbe-Broschüre. Man kommt sich da echt veräppelt vor. Auch unter Schiller-Fans gilt das Album als ein schwächeres, siehe auch die Bewertungen auf Amazon.