total_14Es wären mal wieder ein paar schöne – und recht unterschiedliche – Sampler zu besprechen. Im Angebot: Amerikanische Entdeckungen, Berliner Mix-Compilations, Jenaer Jubiläen und Kölner Qualitätsware.

kitsune_america_3Vom Label Kitsuné haben wir ja schon des öfteren berichtet. Von Paris aus als Trendsetter in Sachen Musik und Mode unterwegs, vor allem Mitte bis Ende der Nuller Jahre mit einer Menge Volltreffer und Entdeckungen. Zuletzt traf man allerdings nicht mehr so ganz genau den Geschmack der Hipster. Wie lautet das Ergebnis dieses Mal?

Mit der Samplerreihe „Kitsuné America“ hat man die Trüffelsuche auch jenseits unseres Kontinents ausgeweitet und ist da mittlerweile auch schon bei Ausgabe Nummer 3 angekommen. Unter den 14 Tracks befinden sich, wie man das kennt, überwiegend Stücke bislang eher unbekannter Acts, von denen aber einige mit einem bevorstehenden Durchbruch rechnen können.

Zum Beispiel My Body aus Portland, die mit instrumentalem Synthiepop überzeugen. Navvi mit ihren dunkel schlurfenden Klängen. Oder Lane 8 (früher: San Francisco, heute: Berlin) und Jerome LOL mit entspannt tanzbaren Sounds. Kelela passt perfekt in den aktuellen Trend, modernen R’n’B bzw. Soul mit schicker Elektronik zu verbinden, und von Brenmar oder Issue dürfte demnächst noch zu hören sein. Zu den bekannteren Namen zählen Son Lux und Heartsrevolution, die hier ebenfalls mit gelungenen Stücken vertreten sind. Ein paar Ausfälle sind natürlich dabei, aber eben auch ein paar Namen, die man sich merken sollte.

P.S. Und den folgenden Minimix gibt’s als freien Download:




lexy_k-paul_komisch3Lexy & K-Paul, die bunten Tanzmusikhunde aus Berlin, bleiben sich treu und schieben zwischen ihre Studioalben, DJ- und sonstigen Aktivitäten immer mal wieder eine Folge ihrer Mix-Alben namens „Komisch elektronisch“, mittlerweile sind wir bei „Part 3“ angelangt. Und wie schon beim Vorgänger zeigt die Aufteilung in eine Lexy- und eine K-Paul-Hälfte, dass die beiden bestens zusammenpassen, aber auch einen jeweils eigenen Stil besitzen.

Fangen wir mit CD (oder Platte) Nummer 1 an, die von Alexander Gerlach, also Lexy, kompiliert wurde. Wie schon beim letzten Mal wählt er den direkteren Zugang, geradlinig, elektronisch und satt clubtauglich. Vom starken Auftakt mit Tracks von Gunjah & Nicone und Freakme über Stücke von Alexander Robotnick oder Italoboyz bis hin zu z.T. exklusiven Lexy & K-Paul-Tracks passt das alles in einen eleganten Flow.

K(ai)-Paul hatte schon bei Part 2 den Blick etwas weiter gefasst und landet auch hier den Teil mit den größeren Überraschungsmomenten. Was nicht nur wirklich komische Künstler- und Tracknamen wie Fuchs & Horn mit „Fischerritze“ oder Rumburak (Wer erinnert sich?) angeht, sondern auch eigenwillig und letztlich geschickt gewählte Stücke. Insbesondere zwischen Track 2 und 6 reiht er einen Knaller an den anderen, inklusive des fetten Lexy & K-Paul-Remixes des Fünf-Sterne-Deluxe-Hits „Die Leude“ und des K-Paul-Remixes von Marterias „Kids“. Tipp!





fat_six_10Von Jena aus die Welt erobern! Ob sich das neben dem FC Carl Zeiss (dem das letztmals leider vor über 30 Jahren gelang) auch die Macher der Partyreihe Freude am Tanzen gedacht haben? Jedenfalls hat sich diese zum erfolgreichen Label gemausert, das jetzt den putzigen 16. Geburtstag mit einem schicken Sampler namens „FAT SIX 10 Compilation“ feiert.

Für diese haben die auf diesem Label beheimateten Künstler sich nicht lumpen lassen und allesamt brandneue Tracks beigesteuert. Gleich zu Beginn gibt es ein Highlight mit der Zusammenarbeit von Douglas Greed und Mooryc, unter dem Namen Eating Snow. Greed darf danach gleich nochmal solo ran, wird hochklassig von Matthias Kaden abgelöst und dann bewegt man sich allmählich in (Deep)House-Gefilde, unter denen u.a. Metaboman & Large M auffallen.

Bei Kadebostan & Laola schlagen die Bässe besonders tief zu, während Jesper Ryom mehr auf die melodische Ader zielt. Mit Feindrehstar wird es überraschend richtig funky, fast rockig, bevor Mooryc noch einmal seine vielseitige Begabung unterstreicht und es zum Schluss erst nochmal rumst (Berk Offset) und dann entspannt ausläuft (No Accident in Paradise). Glückwunsch zum 16., ein Schlückchen Sekt (Rotkäppchen!) sei da erlaubt!

P.S. Zum Jubiläum gibt es diverse Partys mit Auftritten ausgewählter Labelacts: 13.09. Aschaffenburg, 03.10. Wolkramshausen, 31.10. Stuttgart, 08.11. Köln, 14.11. Berlin, 12.12. Saalbach/Hinterglemm, 20.12. Gebesee




total_14Das Kompakt-Label hatte seiner bewährten und sonst jährlich erscheinenden „Total“-Samplerreihe ein Jahr Pause gegönnt. Was aber kein Anlass zur Sorge war (es hing eher mit dem letztjährigen Labeljubiläum zusammen), wie die satten 25 Tracks auf der frisch gepressten „Total 14“-Ausgabe eindrucksvoll beweisen.

Hier muss der Kenner nämlich mit der Zunge schnalzen, bei dem, was sich da an Rang und Namen versammelt und die besten Stücke der letzten beiden Jahre sowie zahlreiche neue Tracks herausgerückt hat: GusGus, Michael Mayer, Gui Boratto, Terranova, Saschienne, Coma, Kölsch, Justus Köhncke, Thomas Fehlmann, Jürgen Paape, The Field, Maceo Plex, Superpitcher, Voigt & Voigt, The Modernist, Blond:ish und mehr. Wow!

Mit solchen Künstlern deckt man natürlich nahezu die gesamte Bandbreite der elektronischen Musik ab, weswegen wir hier nur eine Handvoll der zahlreichen Höhepunkte extra herauspicken wollen: Coma mit ihren schicken 80er Popsounds, Gui Boratto feat. Come And Hell mit wunderschönem Electropop, echte Dancefloorfeger von Terranova, Saschienne oder Blond:ish, Atmosphärisches von Voigt & Voigt oder The Field, gewohnt Hochklassiges von GusGus u.v.m.. Einer der Sampler des Jahres, schon jetzt!






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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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1
Kommentar

  1. nonetheless
    1
    1.9.2014 - 13:21 Uhr

    DANKE

    für die news!
    weiter so, vielleicht auch mal mit dem blick gen osten ..
    bye