Eigentlich muss man zu Rotersand nicht mehr wirklich viele Worte verlieren. Seit ihrer Gründung im Jahr 2002, hat die Band mit ihren Singles und Alben stets ganz weit vorne in den Alternative Charts mitgemischt und mit Clubhits wie ‚Merging Oceans‘, ‚Exterminate Annihilate Destroy‘ und ‚Lost‘ die Szene nachhaltig mitgeprägt. Die „Waiting To Be Born EP“ markiert 13 Monate nach der Veröffentlichung ihres aktuellen Albums „Random Is Resistance“ nun einen weiteren Höhepunkt.

Die streng limitierte Veröffentlichung bietet satte 9 Songs, wovon drei exklusiv nur auf diesem Silberling zu haben sind.
Im Fokus der EP steht dabei natürlich der Titeltrack „Waiting To Be Born„, der nochmals komplett überarbeitet wurde und im Vergleich zur Albumversion deutlich dynamischer und druckvoller tönt. War das Original schon ein prädestinierter Clubstampfer, überflügelt die „Rework“ Version das Original nochmals mit seinen frischen Sounds. Lediglich die 9 Minuten „Full Version“ setzt dem Reigen noch das sprichwörtliche i-Tüpfelchen auf, was an den deutlich verspielteren Sounds liegt. Ein weiterer Klassiker aus dem Hause Rotersand, der auch in Zukunft die Clubgänger verzücken wird!

Und was geht sonst?

Einiges, zumindest wenn man sich die drei neuen Songs zu Gemüte führt. Da wäre zum einen die Coverversion von Peter Murphys „A Strange Kind Of Love„, einem echten Highlight auf dieser EP, bei dem in der musikalischen Umsetzung zwischen dem Original und dieser Version zwar Welten liegen, dafür aber das Ergebnis stimmt.
Rotersand transferieren diesen Klassiker des früheren Sängers von ‚Bauhaus‘ in ein modernes, wie auch clubtaugliches Soundgewand. Erstaunlich ist dabei allerdings auch, wie dicht Rascal mit seiner Stimme dem Original kommt.
Zum anderen wären da die bisher unveröffentlichten Songs „All These Moments“ und „Wasted Wings„, die durchaus auch einen ersten Ausblick auf ein kommendes Album geben. Während „Wasted Wings“ in die Kategorie schwermütige Ballade fällt, überrascht „All These Moments“ mit klassischen Trancestrukturen, wie sie einst von z.B. Jam & Spoon verwendet wurden. Ein insgesamt positiver Eindruck, der Lust auf mehr macht!

Deutlich kantiger geht es hingegen bei den Remixes zur Sache, was allerdings auch hin und wieder zum skippen verleitet.
Während die zuckenden Beats bei „War On Error (Ivardensphere Remix)“ für ordentlich Dampf sorgen, gehen die schrägen Synthiesounds bei „A Number And A Name (Stripped Down)“ schnell auf die Nerven und lassen den Finger auf die ‚Next-Taste‘ flüchten. Hier wäre weniger definitiv mehr gewesen!
Entschädigt wird man allerdings direkt mit dem durch und durch gelungenen ‚[:SITD:] Remix‘ von „First Time„, der nur so vor epochalen Soundwänden strotzt. Großes Kino!

Sieht man mal vom genannten Ausreißer ab, liefern Rotersand mit der „Waiting To Be Born EP“ erneut eine hochwertige und vor allem ausgesprochen hörenswerte EP ab, die sich definitiv nicht hinter der „I Cry EP“ verstecken muss.

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www.rotersand.net

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