House aus Neapel, das hat man auch nicht so oft. Doch DJ/Produzent Stefano Miele von ebenda macht es möglich. Ein klassisches Plattencover, ein weises, altes Sprichwort und eine stimmungsvolle, lässige Tanzplatte, die Durst auf den Sommer verbreitet.

Wer unsere Reviews der Alben von Signore Mieles Kollegen Claude Von Stroke oder Jesse Rose beachtet hat (oder deren Musik kennt und mag), sollte auch hier unbedingt mal reinhören. Der Italiener hat überhaupt keine Hemmungen, seine extrem clubfreundlichen Tracks auf recht kunterbunten Samples aufzubauen. Das geht mitunter (“I Was Drunk”, “Bulgarian Chicks”, “Black Cat, White Cat” – Grüße an Herrn Kusturica!) sogar in (balkan-)folkloristische Bereiche oder verwendet gewagte Instrumente wie die Strafe der 80er, aka das Saxofon (“Black Mama”).

Dazu legt er die Bässe ganz tief in den Kofferraum – wie in “China Gum” oder dem Vorzeigedancetrack “Dance Me” – und ab geht die flotte Sause. Auch die gute alte Popmelodie kommt nicht zu kurz, man höre das reizende “Once Upon A Time In Naples”. Klar, nicht jeder Track ragt aus dem House-Alltag heraus (gerade in der zweiten Hälfte), aber in den meisten Fällen ist das hier schon überdurchschnittlich gut. Und am Schluss zollt man den alten Detroit-Helden noch ordnungsgemäß “Tribute”.

Eine Clubplatte, die Spaß macht und eigentlich in den Sommer gehört. Aber vielleicht verhilft sie ja auch jetzt zu warmen Empfindungen.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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