NightInLimbo_ArtworkZwei Kölner landen mit ihrem (lange erwarteten) Debütalbum keineswegs im Limbo, sondern vielmehr im beschwingten Electropop-Himmel.

Schon 2013 war es, als Azhar Syed und Julian Stetter erstmals allgemein Beachtung fanden. Indem sie nämlich als Vimes ihren Track „Celestial“ veröffentlichten. Okay, das war nicht ihr allererster Track, aber eben der, mit dem sie vielen auffielen, vermutlich auch Hot Chip, die sie gleich mal zum Support baten. Schmissiger Electropop, eingängig, tanzbar, uplifting, wie man so sagt – oder halt: Gute Laune bereitend. Hier Beweisstück A:

Das eigentlich schon zuvor erschienene „House Of Deer“ machte aber mit seiner Überlänge und einer eher introspektiven Ader auch früh klar, dass diese Band mehr im Sinn hat als „nur“ fluffige Drei-Minuten-Hits (die man aber auch erst mal schreiben muss). Beweisstück B bitte:

Tja, und dann durften die beiden, unterstützt von Produzent Jochen Naaf (u.a. Hundreds), in aller Ruhe an ihrem Debüt arbeiten. Dank dafür an die Sympathen von Humming Records, es hat sich nämlich gelohnt. Die 13 Tracks bieten eine stilistische Vielfalt, von eingängigem Electropop über clublastigere Stücke mit gelegentlichen House-Einschlag bis hin zu experimentelleren und eher instrumental gehaltenen Phasen.

Da gibt es dann eben die Songs, die sofort ins Ohr gehen, wie das eröffnende „Harpooned“, das schmelzende „Clks“ oder das kühl schimmernde „Ential“. Da fühlt man sich gerne mal an erwähnte Hot Chip oder auch Zoot Woman erinnert. Als Beweisstück C hätten wir hierfür den Klangschmeichler „Mind“ im Angebot:

Doch die Stücke sind nie zu einfach geraten, und bei den längeren darf die Elektronik dann auch gerne mal Umwege fahren und lässt dann wie in „Rudal“ oder „Kyra“ auch mal Namen wie Moderat (auf deren neues Album ihr euch auch schon freuen dürft, meine Herren, ist dit ’ne Wucht!) in den Raum perlen. Mit dem brillanten „Tuem“ findet sich unter diesen Tracks auch eines der größten Highlights des Albums.

Freuen wir uns also über ein hervorragendes Debüt, das auf seiner Spielzeit von mehr als einer Stunde kaum Schwächen zeigt und uns einen hoffentlich nicht so schnell verglühenden neuen Stern am Electropop-Firmament beschert.

Die depechemode.de-Wertung:
9 / 10

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P.S. Und hier noch die Tourdaten:
11.03.16. Köln, Gebäude 9 * Record Release Show *
12.03.16. Stuttgart, 1210
14.03.16. München, Milla
15.03.16. Mainz, Schon Schön
17.03.16. Nürnberg, Stereo
18.03.16. Dresden, Paula
19.03.16. Berlin, Musik & Frieden
23.03.16. Hamburg, Häkken
24.03.16. Hannover, Lux
30.03.16. Düsseldorf, FFT
16.04.16. Kassel, Schlachthof

www.vimesmusic.com
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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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