Neue Anekdote

elias-mattAm 7. März 1988 spielten Depeche Mode in der Werner-Seelenbinder-Halle in Ost-Berlin ihr einziges und zugleich legendäres DDR-Konzert. Möglicherweise wäre der Auftritt anders verlaufen, wenn nicht ein Fan mit einem Lötkolben Alan Wilder zu Hilfe gekommen wäre.

Das behauptet jedenfalls Elias Matt, Musiker und eben besagter Depeche Mode-Fan, der vor 26 Jahren in „ostdeutscher Manier“ ein technisches Problem des Keyboarders behoben haben will. Dabei war Elias auch noch auf irregulärem Weg in die Halle gelang: Über den Zaun nämlich.

Die ganze Geschichte erfahrt ihr in dem nachfolgendem Video. Ob sich die Dinge so zugetragen haben, wissen wir nicht. Alles Satire? Vielleicht war jemand von Euch damals vor Ort.

 Sven Plaggemeier
Sven ist Gründer und Betreiber von depechemode.de. In seinem Hauptberuf arbeitet er zurzeit als Online-Projektmanager, Social Median und Online-Redakteur. Du kannst Sven bei Facebook, Xing und LinkedIn treffen.

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97
Kommentare

  1. Berensen
    50
    29.5.2014 - 16:32 Uhr

    Bin voll dafür, das Elias Matt als Depeche Mode Junkie hier auf DM.de die kommende Live-DVD ankündigt! Kann doch excellent referieren=#

  2. sisterofnight
    49
    27.5.2014 - 21:40 Uhr

    @ malachi

    …. was… ? ??
    intimsphäre von dave???
    …. wie geht denn so was… ???
    wars du im backstagebereich… oder auch auf den vip… herrentoiletten…?
    fans… haben doch ohne backstagekarte oder vip-karte … keenen zutritt… im backstagebereich…

    • Malachi
      49.1
      28.5.2014 - 19:25 Uhr

      Nun Du weißt ja, dass es nicht stimmt,
      trotzdem war Action angesagt.

      Meine Freundin wollte unbedingt ganz nach vorne.
      Dabei wurde ihr schwarz vor Augen, die Leute und Ordner holten sie raus, ich wollte sie aber nicht alleine lassen, worauf ich die Leute um mich herum bat mich hoch zu heben, damit ich von den Ordnern auch raus gezogen werden konnte. Wir landeten links neben der Bühne in einem Bereich, wo meine Freundin erstmal ein Wasser gekriegt hat, sie erholte sich schnell. Wir konnten das Konzert also fortsetzen.

      Wir sind dann zurück gegangen, dabei ging ich nochmal zur Toilette, was soll ich sagen, die ganze Toilette sah aus, als wäre der Teufel persönlich darin gewesen, alles voller Kotze, Urin und zum Teil auch Kot. Ein Typ kniete vor dem Pissoir und hing mit seinem Kopf drinnen und war bewußtlos.
      Ich erledigte mein Geschäft, nachdem ich geprüft hatte, ob der Typ nicht tot war. Draußen sagte ich einem Ordner bescheid, das jemand seine Hilfe brauchte.

      Danach gingen meine Freundin und ich wieder in den Innenraum, wir standen links neben dem Übertragungs-Turm. Wir konnten trotzdem alles sehen und hatten sogar Platz ein wenig zu Tanzen.
      Es war ein toller Abend.

      Es war mein erstes Depeche Konzert!
      LG
      Malachi

  3. Malachi
    48
    27.5.2014 - 15:49 Uhr

    1993 bei der devotional Tour beim Gig in der Frankfurter Festhalle hatte Dave Gahan sich verlaufen und ging auf einer der normalen Toiletten zum Pinkeln, weil er damals ein wenig orientierungslos war, witzigerweise stand er direkt neber mir, weil ich kurz vor dem Konzert auch immer nochmal muss.

    Da er keine freien Hände hatte, weil er ständig Autogramme geben musste, hielt ich seinen Pullermann und schüttelte ihn am Ende auch ab.
    Er bedankte sich höflich und suchte danach wieder den Backstage Bereich.
    Dies war mein wichtiger Beitrag zum unerschwerten Auftritt Depeche Mode´s bei einem wichtigen Konzert. ( Immerhin hatte man es aufgezeichnet, Teile davon sind ja dann auch auf dem Video und später DVD gelandet. )

    Greetings der Lügenbaron

  4. Ein Fall für Two
    47
    26.5.2014 - 21:32 Uhr
  5. schuelbe
    46
    26.5.2014 - 16:28 Uhr

    …war leider auch nichr ROT genug um dahin zu dürfen…okay, war damals erst 16, aber eben kein aktiver FDJ`ler, wollte auch nicht länger zur Fahne usw, usw, also stand das gar nicht für mich zur Debatte, leider!

    Aber laßt euch gesagt sein, ihr roten FDJ´-Sekretäre, Parteisekretäre u was noch alles so ROT war, ich habe das verpaßte Konzert zig mal nachgeholt u es war jedes mal geil u vor allem ohne politische Zensur!!!

    Sorry, mußte jetzt mal raus!

    • T.M.F.K.A.D.B.
      46.1
      28.5.2014 - 12:45 Uhr

      „FDJ-Bestattungskonzert“ ließ sich vermutlich im Frühjahr 88 auch noch nicht auf die Tickets drucken, sonst hätte Mielke gleich die „Geheime Kommandosache Schwarzer Schwarm“ befohlen.

      Die Songs der Music for the Masses-Show konterkarierten das DDR-System ja auch. Trug Martin Gore nicht zu der Zeit ab und an dieses grau-grüne Uniform-Sakko, das an die Grenzposten erinnerte??

      Das Preßlufthammer-Sample bei Master and Servant war schon mal ein akustischer Vorgeschmack auf das, was im Herbst 89 mit dem „Schutzwall“ passieren sollte. Hol‘ den Vorschlaghammer raus!

      Schön ist nicht die Kunst, schön sind die Künstler!

      Wenn Depeche damals mehrere DDR-Konzerte gegeben hätten, wären sie vermutlich von den Propaganda-Apparatschiks im Putin-Style verheizt worden. Nur ein einziges Konzert zu geben, ist dann schon ein Statement, das nicht so schnell verhallt.

  6. Teddy
    45
    25.5.2014 - 22:47 Uhr

    Leider hatte ich keine Chance irgendwie an Karten zu kommen. Den Zeitungsartikel der „Jungen Welt“ habe ich bis heute aufgehoben. Wahnsinn. !!!!!

  7. Heiko Glaw
    44
    25.5.2014 - 20:09 Uhr

    seid bereit ....immer bereit

    ….und ich erst ,ich war dabei und hatte doch glatt die Strom Rechnung bezahlt… und nur von den Einnahmen von Altpapier und Gläsern…Macht man eben so als Stolzer FDJ-ler…

    • T.M.F.K.A.D.B.
      44.1
      25.5.2014 - 21:51 Uhr

      Das mit dem Slogan „FDJ-Geburtstagskonzert“ wird total überbewertet. Oft von Westdeutschen, die sich mit den Gepflogenheiten zu Ostzeiten kaum auskennen.
      Solche Parolen pappten in der DDR an so ziemlich jeder Konzertbühne. Die haben damals keine Sau interessiert. Ob damit Nicaragua, der FDJ oder Fidel Castros Großmutter gedacht werden sollte, war dem größten Teil der Jugendlichen total egal, wenn sie dafür/trotzdessen ein unvergessliches Konzert erleben durften.

      SANDOW Schweigen und Parolen (Ostwave/Postpunk)
      http://www.youtube.com/watch?v=57bv0WbUUyc
      DIE VISION Love by wire (Ostwave)
      http://www.youtube.com/watch?v=IbXLnf4rFqw

  8. Ledernacken
    43
    25.5.2014 - 0:20 Uhr

    Und ich war wirklich drin! Ohne Karte!

    Also um eins vornweg zu nehmen: wer über besagtem Zaun an den Gleisen drüber war, der fühlte sich vielleicht schon als Gast in der Halle. Leider war dem aber absolut nicht so! Wenn ich mich noch so recht erinnere, waren mindestens drei, möglicherweise auch vier Kontrollen zu durchlaufen. Die Erste hatte ich ja mit einigen unbekannten Mitstreitern an den Gleisen gemeistert. Doch dann der Schock: bevor man weiter an die Halle kam, die nächste Ticketkontrolle. Gefolgt vom Eingang direkt an der Halle, und dann in der Halle zum Innenraum. Mein bis heute unvorstellbares Glück war, das sich vor jedem Kontrollpunkt eine Menschentraube von ca. 30-40 Personen bildete, die dermassen viel Druck auf die Absperrungen aufbaute, dass sofort nach dem Öffnen die ersten 10-15 Personen ohne Kontrolle durchströmten!!! Nach jeder, mit äußerst viel Glück geschafften Kontrolle, dachte ich, ich hab es geschafft. Jedoch nur um an der nächsten Kontrollstation wieder meine Konzertträume zerplatzen zu sehen. Aber als ich irgendwann in den Innenraum stand, fühlte ich mich, als wär ich als erster Mensch auf einem fremden Planeten gelandet. Unvorstellbar war für mich, dass in ein paar Stunden meine großen Helden und Idole ein Konzert geben würden, und ich bin dabei! Und nach endlos langer Wartezeit, und einer grottenschlechten Vorband mit dem Namen “ Mixedpickles“ erklangen die ersten Töne von „Pimpf“! Jeden Moment dachte ich, gleich fällt der Strom aus oder ähnliches. Die können jetzt nicht gleich hier erscheinen. Aber sie kamen. Und wie! Die Bässe von Behind the wheel hämmerten, und, ach was soll ich sagen…..! Ich war in Trance! Es war wie in einem Traum. Als das Konzert beendet war, saßen wir auf dem Hallenboden, schauten uns an, und überlegten, ob das alles eben wirklich gelaufen sei!
    Wie ihr seht, lohnt es sich immer, in auch scheinbar ausweglosen Situationen für seine Ziele zu kämpfen!!

    • 25.5.2014 - 8:38 Uhr

      Danke für deinen Bericht und das mit den grottenschlechten Vorbands ist bei Depeche Mode wohl schon Tradition (bis auf wenige Ausnahmen wie Front242, Fad Gadget oder bei der letzten Delta Machine Tour die Bands Feathers u. Chvrches die aber beide leider nicht in Deutschland auftraten).

    • T.M.F.K.A.D.B.
      43.2
      25.5.2014 - 10:47 Uhr

      Wobei mich brennend interessieren würde, wie sich die „Mixed Pickles“ damals gefühlt haben müssen.

      Ein paar Monate später spielten „The Wedding Present“ aus UK in der Seelenbinder-Halle (2.Juli 1988). Damals supporteten „Feeling B“ [u.a. mit Flake, Paul Landers], die damals wohl bekannteste DDR-Indieband.
      Von den Mixed Pickles gab es in der DDR eine Quartett-7“EP (4 Songs). Zur 1.Liga der sogenannten „anderen Bands“ zählten die Mixed Pickles nicht gerade.
      Die Nachricht: „Depeche kommen in die DDR!“ klang im März 1988 ja schon komplett wahnsinnig; dann bekommst du als kleine DDR-Wave/Postpunk-Band das Angebot, auch noch als Vorband von Depeche Mode zu spielen !?????
      Jede Ostband wußte doch damals, daß Du als Westband-Support den größten Applaus bekommst, wenn Du dich nach dem Betreten der Bühne sofort erhängen würdest. Dein Set wollte doch damals vor einer Band aus dem Westen niemand hören – und dann kommen auch noch Depeche Mode…

      Was mich auch wundert: Warum haben sie als Support nich einfach eine DDR-Synthpopband wie LOTOS genommen?? Deren Hit „Twisted Life“ klang doch soundmäßig schon nach Camouflage.

      http://www.parocktikum.de/wiki/index.php/Mixed_Pickles
      http://www.musicload.de/lotos/twisted-life/musik/single/12236762_4

    • T.M.F.K.A.D.B.
      43.3
      25.5.2014 - 11:07 Uhr

      @exitmusic

      16.08.1986, VALBY IDRAETSPARK, KOPENHAGEN
      BLACK CELEBRATION-TOUR (letztes Konzert)

      Warm-Up:
      Talk Talk
      New Order

      http://www.svenner.com/08-dates/pics/1986-08-16.jpg

    • 25.5.2014 - 11:21 Uhr

      Hm… wen man Mixed Pickles bei Google sucht wird einem erst mal dieses hier präsentiert, die wahrscheinlich kleinste Soulband der Welt. Scheint aber ne ganz andere Gruppe zu sein mit demselben Namen…

      http://www.mixedpickles.info/5-0-Demos.html

    • 25.5.2014 - 11:24 Uhr

      Oh Graus und diese Rentner Opa-Jazz Band hat auch den Namen Mixed Pickles, falls die damals bei DM Vorgruppe waren könnte ich verstehen warum die DM-Fans entsetzt waren. :-P

      http://www.youtube.com/watch?v=U3YMSRAPodk

    • 25.5.2014 - 11:31 Uhr

      @T.M.F.K.A.D.B. Talk Talk u. New Order sind natürlich Top, glaub auch Orchestral Manoeuvres in the Dark waren zur 101 Tour in den USA bei einigen Konzerten mal Vorgruppe.

    • T.M.F.K.A.D.B.
      43.7
      26.5.2014 - 18:39 Uhr

      @exitmusic
      Da hast Du deine Suchmaschine aber mit falschen Schlagwörtern gefüttert…

      Das hier ist die Vorband vom Depeche Mode-Konzert am 7.3.1988
      MIXED PICKLES (ddr/ wave)
      http://www.ostmusik.de/deutschland/amateure/mixedpickles/1.htm
      http://www.musicload.de/mixed-pickles/lied-an-eine-ergraute-lehrerin/musik/single/3583818_4

      Wie gesagt, es hätte damals 1988-89 in der DDR coolere Bands gegeben, um dM zu supporten z.B.

      DIE VISION („love by wire“, „stories of old“)
      DIE ART („Sie sagte“, „Eternall Fall“, „I love you (Marian)“
      JADE („Sky“, „Money“)

      meinetwegen auch
      SANDOW („Born in the GDR“, „Schweigen und Parolen“) oder
      FEELING B („Mix mir einen Drink“, „Ohne Bewußtsein – das muß kein Verlust sein“)


      Im Rose Bowl (18.06.1988) gab es vor Depeche folgende Bands als Warm-Up:

      Thomas Dolby
      Wire
      Orchestral Manoeuvres in the Dark

  9. T.M.F.K.A.D.B.
    42
    24.5.2014 - 12:40 Uhr

    Hab mal in meinen dM-Devotionalien gekramt…

    Depeche Mode-Concert for the Masses, Ost-Berlin, 07.März 1988
    SCHLAGZEILEN DER DDR-PRESSE

    „Musikrausch – wie weiland bei den Beatles“ (Neues Deutschland, 09.03.1988)
    „Den Traum mal ganz aus der Nähe erleben“ (Junge Welt, 10.03.1988)
    „Wichtig sind unsere Gefühle“ (Junge Welt, Depeche Mode-Interview, 10.03.1988)
    „Sie stiegen aus den Postern“ (Melodie und Rhythmus, 03.1988)
    „Tolle Bühneneffekte“ (Tribüne, 09.03.1988)
    „Feuerwerk für Fans“ (NBI, 26.03.1988)
    „Stars und Fans gaben sich ein Fest“ (Berliner Zeitung, 09.03.1988)
    „Depeche Mode in Berlin“ (Trommel, 26.03.1988)
    „Eine Pulle Haarspray – Depeche Mode in Berlin“ (Junge Welt, Fan-Konzertbericht, 03.1988)
    „Glosse – Depeche Mode“ (Unterhaltungskunst, 03.1988)

    DDR-Presse: Who was who?
    http://de.wikipedia.org/wiki/Tageszeitungen_der_DDR
    http://de.wikipedia.org/wiki/Melodie_und_Rhythmus
    http://de.wikipedia.org/wiki/Trommel_%28Zeitschrift%29
    http://de.wikipedia.org/wiki/Neue_Berliner_Illustrierte

    Interview mit Alan und Dave im DDR-Fernsehen
    http://www.youtube.com/watch?v=qIcKYIQOMU0

    • zaehlwerk (Stefan Bee)
      42.1
      24.5.2014 - 15:10 Uhr

      Trommel, geil aber man ist das lange her :D

    • T.M.F.K.A.D.B.
      42.2
      24.5.2014 - 15:38 Uhr

      Ach so, in West-Deutschland gab es wenigstens 3 Presse-Artikel über das Konzert.
      DIE SCHLAGZEILEN:
      „Depeche Mode rockt Ost-Berliner in Trance“ (Berliner Morgenpost, 08.03.1988)
      „Schnelle Mode vital“ (BZ am Abend, 08.03.1988)
      „Wilde Szenen in Ost-Berlin“ (Hamburger Abendblatt, 09.03.1988)

    • T.M.F.K.A.D.B.
      42.3
      25.5.2014 - 9:34 Uhr

      Alle Presseartikel rund um das Konzert sind hier noch mal nachlesbar
      https://www.facebook.com/media/set/?set=a.285916484810624.62531.154723824596558

      Das Interview von Alan & Dave mit dem DDR-Fernsehen gibt es in voller Länge hier
      http://www.youtube.com/watch?v=4jb3VQzDkJo

  10. J.
    41
    24.5.2014 - 6:19 Uhr

    …call the „Depeche-Hotline“ :-) :-) :-)

    http://www.youtube.com/watch?v=deRDsF_4DSA

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