Einen Ritt auf der Kante zwischen kräftiger Gitarrenmusik und nicht weniger stark dosierter Synthesizerpower gefällig? Dann könnte man beim (internationalen) Debüt dieses britischen Fünfers fündig werden.

Misha, Emma, Mark, Lexx und Phil heißen die Fünf, haben bereits 2006 ein selbstproduziertes Debütalbum in Eigenregie veröffentlicht, daher ist „The Ride“ nicht direkt der Anfang. Damals durfte man sich auch schon im Vorprogramm von The Fall probieren, was allerdings kein Hinweis darauf war, in welche Richtung man sich schließlich entwickeln würde.

Denn hier liegt kein Postpunk, kein Indie, kein verdrehter Electro vor, sondern geradlinige Musik, die vorwiegend für düster vernebelte Tanzflächen geeignet ist, mit Breitwandgitarren und mächtigen Synthiewänden, verstärkt durch die ausdrucksstarke Stimme von Frontfrau Misha.

Wobei durchaus Abwechslung geboten ist: Während der Opener „Tattooed“ mit schwerem Rock im Midtempo voranwalzt, punktet die Single „I Am Not The Enemy“ mit gefühlvoll-melodischen Passagen und Streicherhintergründen, und gleich im Anschluss hat man mit dem über siebenminütigen „She’s Not Me“ einen sehr tanzbaren elektronischen Clubtrack auf der Pfanne. In den rockigeren Momenten kann das Album sicher bei Fans aus der Oomph!-Ecke Interesse wecken, in den elektronischeren Phasen könnten einem z.B. Theatre Of Tragedy (als diese ihre elektronischere Phase hatten) in den Sinn kommen.

Resist werden mit „The Ride“ sicherlich keine Innovationspreise abräumen, haben aber gute Chancen, in verschiedenen Fangruppen Interesse zu wecken.

(Addison)

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www.myspace.com/resistmusicuk

 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentar

  1. Andy
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    26.4.2010 - 19:31 Uhr

    Klingt gar nicht so übel.

    Resist sollte man sich merken.

    Gruß
    Andy