race_furniture

Nach Man Without Country beeindrucken uns in kurzer Zeit zum zweiten Mal ein paar Jungs aus dem wunderschönen Wales mit einem tollen Popalbum. Freunde von Musik der Housemartins oder von Morrissey sollten hier mal reinhören.

„Furniture“ ist bereits das zweite Album als Race Horses (vorher hieß die ursprünglich aus dem Küstenörtchen Aberystwyth stammende, mittlerweile aber Cardiff ansässige Band noch Radio Luxembourg). Jenes Debüt „Goodbye Falkenburg“ nahm man noch als Trio auf und verwendete darauf zum Teil gar die märchenhafte walisische Muttersprache. Nun wurden ein paar Möbel gerückt, Meylir, Dylan und Gwion wurden durch Mali und Dan verstärkt und singen als Quintett nun complete in English.

Der Sound ist dadurch kräftiger, zwingender geworden. Gitarren, viel Piano und so einige Keyboards bestimmen den Sound, ebenso wie der einnehmende, gern auch mehrstimmige Gesang. Die elf Songs sprengen nur inhaltlich das Popformat, denn dort geht es durchaus um Ernsthaftes. Doch die streckenweise düsteren Texte werden von dermaßen fröhlicher Musik konterkariert, wie es wohl nur im Pop-Mutterreich möglich ist.

Da werden umwerfende Ohrwürmer wie „Mates“ in nur knapp über zwei Minuten im Ohr verankert, mit „Nobody’s Son“ typische 80er-Radiohörgewohnheiten aufgefrischt und man erinnert sich bald, dass die Housemartins eine viel zu kurze Karriere hatten und Morrissey früher ein großartiger Songwriter und kein grummeliger Verwirrter war. „Sisters“ klingt beispielsweise direkt wie bei ihm aus dem Notenschrank entwendet.

Ja, und dann versteckt sich auf diesem Album mit dem unwiderstehlichen Wavepopper „My Year Abroad“ noch ein Song, den wir nachträglich für die Songs des Jahres 2012 anmelden möchten! Kurzum, diese Rennpferde bieten eine reichliche halbe Stunde an, die man mit glänzendem Pop kaum besser verbringen kann.

Jetzt Race Horses – Furniture bei Amazon bestellen/herunterladen

www.racehorsesmusic.com
www.facebook.com/Racehorsesmusic

 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

Zur Startseite

Der Kommentarbereich ist zurzeit geschlossen.