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Heute widmen wir uns mal wieder dem guten alten Sampler. Ob Songzusammenstellung, Mixplatte oder Historisches, da gibt es viele Möglichkeiten. Wir hätten da Raritäten aus den frühen 80ern, gleich zwei Veröffentlichungen aus dem Hause Kitsuné und etwas aus dem Hause Modeselektor im Angebot.


Diverse – Welcome To The Robots, Vol. 1


Fangen wir heute mal mit einer kleinen Geschichtslektion an. Die neue Compilation-Reihe „Welcome To The Robots“ widmet sich in ihrer ersten Ausgabe den „Electro Pioneers“ und ist somit ein echtes Fundstück für Raritäten aus der ersten Hälfte der 80er Jahre.

Raphael Krickow, sonst mit den Disco Boys aktiv, hat in seinem Vinyl-Archiv gegraben und stellt uns nun auf zwei Scheiben einen Mix vor, wie er damals, zwischen 1981 und 1985 im Club gelaufen sein konnte. Als der DJ-Mix noch eine Sache des musikalischen Untergrundes war und seltene Pressungen nicht für Ebay, sondern für die Clubs angefertigt wurden.

So hört man wirklich seltene Stücke (geschickt miteinander vermischt) und muss trotzdem auf elektrohistorisch wichtige Namen nicht verzichten. Allen voran stehen hier sicherlich Yello (mit „Bostich“), aber auch Boytronic, Section 25, Logic System, Mito („Droid“ ist immer noch ein echter Hit) oder Scritti Politti dürften den Kenner wissend nicken lassen. Von Kraftwerk-Anleihen geht es über New Wave bis hin zu Italo Disco. Sehr empfehlenswert, um Entwicklungen dieser Art Musik nachzuvollziehen – und sehr hörenswert sowieso.
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Diverse – Kitsuné America


Die Pariser von Kitsuné haben uns ja schon manchen Trend beschert und eine ganze Menge frischer Künstler entdeckt. Nun widmen sie sich erstmals dem amerikanischen Nachwuchs. Und beweisen wieder einmal ihr Händchen für Eingängiges im mittlerweile kaum noch überschaubaren Feld des Electropop.

Die wenigsten der 14 Acts hier kannte man bisher, bei einigen dürfte sich das aber sicher bald ändern. Gleich St. Lucia und Dwntwn starten mit elektronischen Ohrwürmern. Die Beiträge von Childish Gambino und Frances Rose schreien geradezu nach den Charts, Gigamesh oder White Shadow bringen House und Rave ins Spiel, Oliver poppige Discosounds und Giraffage zum Schluss alles Mögliche.

Eine irgendwie typisch amerikanische Note fehlt allerdings – das könnten hier auch Newcomer aus Frankreich, England oder Timbuktu sein. Aber eben hochtalentierte Newcomer mit infektiöser Popmusik – und das zählt letztendlich.


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Diverse – Gildas & Jerry Kitsuné Soleil Mix


Jetzt im späten Hochsommer hätten wir da noch etwas auf oder in der Strandtasche. Die Herren DJs und Labelbetreiber Loaec und Bouthier haben einen extrem schicken Mix zusammengenietet, zu dem man in den Sonnenuntergang tanzen oder entspannt die Schirmchen auf dem Cocktail umdrehen kann.

Der Mix ist fast komplett von Synthesizern dominiert und vereint einige Namen, die in der jüngeren (oder auch älteren) Vergangenheit von sich reden gemacht haben, hier oft in Form eines Remixes – und unter den Remixern finden sich auch einige Größen. So hören wir die fröhlichen Citizens! ebenso wieder wie Metronomy, Charlotte Gainsbourg, Adamski (ja, den gibt’s noch), The Rapture (Remix von Cut Copy), Friendly Fires (Remix von Tensnake) und als krönenden Abschluss M83 in der Bearbeitung von Trentemøller.

Man trifft aber außerdem auch noch auf Neuentdeckungen wie Jupiter, Moonlight Matters, Rüfüs oder Hey Today!. Eine rundum sonnige Sache ist das hier. Prost!


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Diverse – Modeselektor proudly presents Modeselektion Vol. 02


Und zum Schluss wären da noch die Herren Bronsert und Szary alias Modeselektor, die auf dem hauseigenen Label Monkeytown Records ihre zweite Modeselektion zusammengestellt haben.

Wer den Sound von Modeselektor kennt, wird nicht überrascht sein. Hochmoderne Elektronik, verdrehte Beats, eigenwillige Sounds zwischen hirnverdrehend und partytauglich. Trotzdem gibt es Veränderungen zu Vol. 01. Es geht dunkler und vor allem in der Mitte experimenteller zu. Während der Auftakt mit tollen Tracks von Egyptrix, Monolake und Addison Groove noch fett in tiefen, tanzbaren Bässen watet, wird es wenig später, beginnend mit Clark und Mouse On Mars, deutlich frickeliger.

Zwischen diesen Polen bewegt sich das dann durchgehend (mal sehr flüssig, mal eher nicht, aber das soll wohl so sein), und mit Beiträgen von Phon.o, Siriusmo, Jan Driver und natürlich Modeselektor selbst finden sich noch einige Highlights.


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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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