querbeatsEs ist mal wieder an der Zeit in die elektronische Wundertüte zu greifen, um eine handvoll ausgewählter CDs in unseren Querbeats vorzustellen. Dabei treffen dieses Mal angesagte Club Tunes auf eine weitere Hommage an die 8-Bit Ära und italienischem Underground Dolce Vita, eine verheißungsvolle Mischung also…

Retro und kein Ende. Zur Zeit trifft man immer wieder auf die alten, brummenden Analogsynthesizer, die nicht nur bei Chart Hits für den nötigen 80er Jahre Flair sorgen sollen.
Zuletzt huldigten mind.in.a.box mit ihrem Album R.E.T.R.O. den frühen Computerjahren, in dem sie Soundtracks alter Spieleklassiker liebevoll neu arrangierten.
Eisenfunk widmen ihr neues Album ebenfalls dieser Zeit, gehen auf „8-Bit“ aber wesentlich rabiater zur Sache. Krachende Basslines und pumpende Rhythmen vermischen sich bei Songs wie „Duck and Cover„, „Hymn“ oder „Conquer“ mit analogen 8-Bit Klängen. Grundsätzlich eine nette Idee nur wirken Tracks wie „Medieval Bit“ oder „Korobeinki“ durch ihre Bierzelt- und Schunkelmelodien völlig deplatziert.
Nicht weniger glücklich sind auch „Eisenfunk Quattro GTI“ und „Egoshooter“ gewählt. Bei beiden Songs scheinen die Eisenjungs einen Tick zu weit in Richtung Combichrist geschielt zu haben, was ja grundsätzlich okay ist, aber in diesem Fall überhaupt nicht zum Rest des Albums passt.
Zu besonderen Ehren kommt dann noch der Spieleklassiker „Pong„, dem auf dem Album ein gleichnamiger Track gewidmet ist. Neben der Albumversion finden sich noch vier Remixes auf der CD, die sich allerdings alle sehr ähnlich sind.
Insgesamt ist „8-Bit“ eine (für Eisenfunk) durchwachsene CD mit zum Teil mittelmäßigen Songs geworden, die hier und da zwar clubtauglich produziert wurden, dafür aber das gewisse Etwas vermissen lassen.

„Eisenfunk – 8-Bit“ bestellen bei:

bei poponaut bestellen!

bestellen bei amazon

www.myspace.com/eisenfunk


Italien und Futurepop? Ja, gibt es! Pulcher Femina hat um die Jahrtausendwende mit den ersten drei Alben international für Aufsehen sorgen können. Dann wurde es allerdings ruhig um den Italiener. Zwar gab es immer mal wieder ein Lebenszeichen, doch ein neues Album schien bisher in weiter Ferne. Acht Jahre nach dem letzten Longplayer ist nun „Darkness Prevails“ erschienen. Viel verändert hat sich in dieser langen Zeit allerdings nichts am Sound.
Nette 4/4 Tackter prägen das musikalische Bild der CD und lassen kaum Ecken und Kanten zu. Glatt und solide ist Roberto bei den Songs zu Werke geschritten, wobei seine Stimme den einzelnen Titeln eine gewisse Tiefe verleiht, wie man sie sonst eher von Bands wie z.B. Pride and Fall kennt.
Neben clubtauglichen Songs wie „Light Deprivation„, „Face The Fear“ oder „Tragic Hero„, finden sich in „Last Time“ und „Love You To Death“ auch romantische Momente.
Große Innovationen bleiben auf „Darkness Prevails“ zwar aus, dafür liefert Pulcher Femina aber grundsoliden Future-/Electropop ab. Die Fans werden es dem Italiener danken.

„Pulcher Femina – Darkness Prevails“ bestellen bei:

bei poponaut bestellen!

bestellen bei amazon

www.myspace.com/pulcherfemina


Wer sind denn nun eigentlich die angesagten Acts in den internationalen Clubs? Die Antwort findet man unter anderem auf „In The Club 2010.1„. Die Tripple-CD kleckert nicht, sonder protzt mit stolzen 60 Tracks, die direkt aus den Clubs ins heimische Wohnzimmer gebeamt werden. Große Namen sind es auch, die sich hier wiederfinden. Allen voran Everybody’s Darling Paul Kalkbrenner, Laurent Wolf und Steve Angello, die alle drei gleich 2x zu hören sind, sorgen für den richtigen Sound. Auch sonst gesellen sich große Namen und Djs wie z.B. Fedde Le Grand, Chicane, Sono oder Sebastian Ingrosso dazu. Und die Rechnung geht sehr wohl auf, zumindest was CD 1 und CD 3 angeht. Potente, zum Teil exklusive Songs wie „Kiss My Agony„, „Hey Hey„, „In The Air“ oder „Let Me Be Real“ schmücken hier die Trackliste und versüssen das Hörvergnügen ungemein!
Wermutstropfen bleibt allerdings CD 2, die zwar große Hits auffährt aber an Belanglosigkeit kaum zu überbieten ist. In diesem Fall wäre weniger eindeutig mehr gewesen.
Sieht man mal von diesem Umstand ab, kann man „In The Club 2010.1“ uneingeschränkt empfehlen – zumindest für diejenigen, die sich gerne einen ungeschminkten und chartsbereinigten Blick von der derzeitige Dance- und Clubszene machen wollen.

„In the Club 2010.1“ bestellen bei:

bestellen bei amazon

Zur Startseite

Der Kommentarbereich ist zurzeit geschlossen.