querbeatsEs ist an der Zeit die Synthesizer sprechen zu lassen! Mit dabei sind dieses Mal die sympathischen Schweden von Dual Density, das amerikanische Duo Girls On Film und Heimatærde. Ein wohlige Mischung also, die einige Höhepunkte in Sachen Electropop bereithält.

Schweden, das Land der Elche und Leichtbaumöbel gilt seit jeher als Exporteur zuckersüßer Popmusik. Auch in Sachen elektronischer Musik hat uns das nordische Volk mit Bands wie S.P.O.C.K., Covenant, Elegant Machinery oder Ashbury Heights in der Vergangenheit beglückt.
Gute Vorzeichen also für Dual Density, die bereits im Sommer dieses Jahres mit ihrem Debütalbum „Soul Ecstasy“ verspielten Synthiepop nach Deutschland brachten.
Das Trio bietet auf seinem ersten Silberling 13 eingängige Perlen, die durch die charmante Stimme von Sängerin Tess getragen werden. Interessante Midtempotracks, wie „Soul Ecstasy„, „Simplicity„, „Touch Of Immortality“ und „Play With Me“ prägen dabei den Sound der Platte. Im Vordergrund stehen neben einem tanzbaren Rhythmus auch die liebevoll arrangierten Sounds. Zusätzliche Abwechslung verschafft die gefühlvolle Balladen „Fake„.
Als Bonus wurden noch vier Remixes von Bands wie !distain, Vision Talk und Parralox mit auf den Silberling gepresst.
Dual Density ist hier ein gefälliges Synthiepop-Album gelungen, das diesen Begriff wortwörtlich reflektiert und lebt. Tolle Songs, tolle Produktion und tolle Remixes. Für Fans genannter Musikrichtung einfach ein Pflichtkauf.

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Girls On Film – war da nicht mal was? Genau! Duran Duran feierten mit diesem Song 1981 ihren ersten Top 10 Hit in den UK. Vielleicht ein Grund, weshalb sich das amerikanische Damendoppel diesen Namen ausgesucht hat, denn musikalisch bewegen sich Rio und Kazhmir durchaus in eine ähnliche Richtung. Mit ihrer „Mental Image EP“ servieren sie einen ersten musikalischen Einblick in ihr Schaffen. Erschienen ist diese EP erstmals im Jahr 2008. Mit einer Neuveröffentlichung haben Girls On Film nun den Sprung nach Europa vollzogen.
5 Songs und 4 Remixes warten auf den Hörer und zerren ihn deutlich in die musikalischen 80er. Neben Synthesizern kommen in dosierter Form auch konventionelle Instrumente zum Einsatz, was der gesamten EP einen deutlich organischeren Klang verleiht.
Mit „Pitiless Friend“ geht es gleich zu Beginn zurück in die frühen 80er. Musikalisch werden hier gewisse Parallelen zu Duran Duran deutlich hörbar.
Mit „Medicated Mind“ und „Devil’s Lies“ zeigt sich das Duo allerdings von einer deutlich eigenständigeren Seite. Ohrwurmqualitäten beweist dabei insbesondere „Devil’s Lies„, der sich schnell festsetzen kann.
Bei den Remixes wurden eher unbekannte Zeitgenossen wie Jemex und Macutchi an den Mischer gelassen. Die Ergebnisse fallen im direkten Vergleich deutlich experimenteller aus.
Girls On Film liefern hier eine durchaus beachtenswerte EP ab. Interessanter dürften allerdings kommende Veröffentlichungen werden, insofern das vorhandene Potential genutzt wird.

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Heimatærde scheinen ihren mittelalterlichen Musikschlachtzug beendet zu haben und in der Neuzeit angekommen zu sein. Mit dem zweiten Vorboten „Malitia Angelica“ zum aktuellen Album „Unwesen„, überraschte die Band durch ungewohnt elektronische Clubsounds.
Die Single hält drei Versionen von „Malitia Angelica“ sowie die B-Seite „Nichts Ist Unvergänglich“ bereit.
Es ist schon erstaunlich, wie weit sich die Band bei dieser Single vom eigentlichen Sound entfernt hat. Sicherlich dürfte hierbei auch das Mitwirken von Mono Inc. Member Martin einen nicht unerheblichen Anteil dran haben. Die leicht melancholisch produzierte Single punktet durch einen unheimlich eingängigen Refrain, der sich direkt im Kopf festsetzen kann. Melodiös, tanzbar und verfeinert mit einem Schuss Futurepop, gibt es hier eine exzellente Clubhymne zu hören. Bei den Mixes geht es stilistisch von bedächtigen Momenten hin zur komprimierten Club Version.
Nichts Ist Unvergänglich“ kehrt vom Sound wieder etwas mehr zum Ursprung zurück. Zwar dominieren auch hier pumpende Bässe, doch werden diese mit einer deutlich präsenten Gitarre konterkariert.
Nachdem schon die erste Single „Dark Dance“ deutlich elektronischer ausgefallen ist, treiben es Heimatærde mit „Malitia Angelica“ auf einen angenehm elektronischen Höhepunkt, der auch in den Clubs seinen festen Platz finden wird. Tipp!

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