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Bunt, bunter, Querbeats! Wir bleiben dieses Mal zwar wieder schwer elektronisch, blicken dabei aber auch in verschiedene Richtungen.
Von Dance, Synthiepop bis hin zu ‚undergroundigen Tönen‘ ist wieder einiges an Musik dabei, was von uns genauer unter die Lupe genommen wird.

Den Anfang macht dieses Mal eine Band aus dem idyllischen Brandenburg. Head-Less existieren in der aktuellen Konstellation bereits seit 2001 und haben in der Vergangenheit unter anderem als Support für Melotron, Colony 5, Covenant, Mesh, Front 242 und VNV Nation gespielt.
Mit „Imperfect:[mensch]“ hat das Trio kürzlich einen neuen Longplayer auf den Markt gebracht, der sich musikalisch überwiegend an den Wurzeln vergangener Releases festhält, aber auch den einen oder anderen neuen Gehversuch offenbart.
Positiv zu Buche schlägt übrigens, dass Head-Less sich tatsächlich noch die Mühe gemacht haben, eine spezielle Promo CD zu verschicken, was in der heutigen Zeit eigentlich gar nicht mehr vorkommt.
Doch kommen wir auf das Produkt zu sprechen. Musikalisch bewegen sich die Jungs nach wie vor im Bereich der düsteren elektronischen Akkorde. Die beiden Songs „The Deep Inside“ und „Forgiving“ bieten zwar eingängige Melodien und heben sich auch musikalisch vom Rest ab, können aber dennoch nicht über die sonst recht durchschnittlichen Songs hinwegtäuschen. Vieles wirkt altbacken und 1000x gehört. Innovative Sounds bzw. Songs sucht man hier vergeblich. Absoluter Tiefpunkt ist die Ballade „Als Ich Fortging„, die zwar recht interessant instrumentiert ist, jedoch durch die Gesangsleistung zerstört wird. Schade!

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Seit beinahe zwei Dekaden kommt man an André Tanneberger alias ATB nicht vorbei. In konstanter Regelmäßigkeit versorgt der DJ und Produzent die feierwütigen Clubgänger mit frischen Sounds. Sein neuester Streich hört auf den Namen „Distant Earth“ und schaffte jüngst den Sprung in die deutschen Top 10.
Mit gewohnter Perfektion ist André Tanneberger auch auf seinem achten Studioalbum zu Werke geschritten. Jeder Beat, jeder Break und jede Melodie fügt sich harmonisch in den einzelnen Song und schlussendlich auch in das Gesamtwerk ein. Das Ergebnis ist ein homogenes, wenn auch nicht unbedingt bahnbrechendes ( Dance ) Album.
Nichtsdestotrotz sind es Songs wie „All I Need Is You„, „Apollo Road“ oder das wunderschöne „Where You Are„, die die Qualität von ATB Produktionen deutlich hervorheben. Dabei ist „Distant Earth“ keine reine Dance-Platte, auf der es ausschließlich Clubhymnen hagelt! Insbesondere im Mittelteil finden sich einige wirklich gelungene Songs, die sich eher durch ihre balladesken Töne auszeichnen und die dem Album dadurch ein breiteres Profil verleihen.

Auf dem zweiten Silberling zeigt sich ATB dann von seiner gänzlich ‚clubbefreiten Seite‘ und liefert 11 chillige Songs und Remixes ab, die man so nicht unbedingt erwartet hätte. Abgerundet wird die „Limited Edition“ mit zwei Club Mixes der Tracks „Apollo Road“ und „Move On„, die den sphärischen Schwebezustand der zweiten CD mit knarzigen Synthies und wummernden Bässen wegblasen.
ATB liefert auf „Distant Earth“ enorm viel Material und Abwechslung zu gleich. Tipp!

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Für musikalische Abwechslung war auch auf dem Amphi Festival 2011 gesorgt, wenn auch in einer etwas anderen Szene. Wie schon in den vergangenen zwei Jahren, gibt es auch dieses Jahr wieder den begleitenden Sampler zum Festival. Satte 18 Tracks von internationalen Szenegrößen wie Die Krupps ( „Als Wären Wir Für Immer“ ), Suicide Commando ( „Death Cures All Pain“ ), Nitzer Ebb ( „Kiss Kiss Bang Bang“ ), Covenant ( „Get On“ ) und Hocico ( „Tiempos De Furia“ ) schmücken dabei die Tracklist der CD. Auch sonst springen viele bekannte Namen ins Auge und hinterlassen auch nach dem Hören der CD den Eindruck, dass man sich mit dem dritten Sampler besonders viel Mühe gegeben hat.
Von Synthiepop über EBM bis hin zu Mittelalterrock gibt es einen breiten Querschnitt der etwas farbloseren Szene zu hören.
Summa summarum ist der „Amphi Festival 2011“ Sampler eine gelungene Zusammenstellung der aktueller Bands geworden. Obendrein gibt es noch eine nette Erinnerung an das diesjährige Festival!

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