querbeats Heute gibt es so gut wie nur Tanzbares in die Beine und auf die Ohren. Sehr viel House von minimaler bis bummsiger (hoho), aber stets clubtauglicher Qualität, etwas breitangelegter, großflächiger Quark und schließlich erste Spuren einer langerwarteten und -ersehnten Rückkehr.

playing_around Fidget House nennt man das neuerdings, Zappelhouse also. Die Kunst, klassischen, geradlinigen House mit modernen Minimalsounds zu verschneiden. Das junge Label Made to Play liefert ganz in diesem Stil hier seine zweite Kompilation ab, die die letztjährigen Highlights des eigenen Programms auf zwei CDs zusammenfasst. Dabei hat Labelneuzugang Zombie Disco Squad auf CD 1 einen sehr flotten und tanzbaren DJ-Mix produziert, während auf CD 2 Chef Jesse Rose selbst die Stücke zusammengestellt hat. Dabei werden diverse rhythmische Highlights von Acts wie Jan Driver, Idiotproof, Oliver $ oder den oben Genannten angeboten. Kann am Stück zwar ermüden, dürfte für DJs aber eine Freude und stete Quelle darstellen.

ministry_8 Vom House-Geheimtipp zum Chartsmodell. Vom sympathischen Szeneclub in die vollautomatisierte Großraumdisco. Hier wird geklotzt und nicht gekleckert. Auf zwei randvollen Scheiben karrt man alles heran, was Rang und Namen hat. Und obendrauf packt man noch eine DVD mit einem Berg passender, meist sehr ansehnlicher Videos. Fantastisch… wenn man es mag. Man könnte sich natürlich auch wundern, dass integere Künstler wie Moby, Mousse T. oder Calvin Harris ihre Stücke in z.T. exklusiver Form auf gemeinsame Datenträger mit zahlreichen flachen Oberflächengestalten wie David Guetta oder Cascada packen lassen. Aber so lange die Menge dazu friedlich feiert, soll es halt so sein.

lcd_bayou Zum Schluss noch etwas sehr Erfreuliches: James Murphy und sein LCD Soundsystem stehen vor Vollendung des neuen Albums! Der Nachfolger des grandiosen „Sound Of Silver“ wird voraussichtlich am 16. April 2010 (Menno, so lange warten!) erscheinen. Die Wartezeit vertröstet ein wenig die neue Single „Bye Bye Bayou“, die als Vinyl oder Download erhältlich ist und eine gewohnt brillant umgesetzte Coverversion eines Alan-Vega-Klassikers darstellt. Und Obacht: Dies ist eine sogenannte One-Off-Single, die also nicht auf dem Album enthalten sein wird!

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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