querbeats Hier ist wieder der vielseitige, bunt bepflanzte, elektronische Gemüsegarten. Heute geht es von Norwegen über Belgien nach Deutschland oder von Chillhausen über Rummsbummsdorf nach Oldschoolistan. Reisen Sie mit uns, hören Sie selbst oder schauen Sie wenigstens mal rein!

lindstrom_thomasZwei Norweger vereinen zum zweiten Mal auf albumlänge ihre Kompetenzen. Hans-Peter Lindstrøm und Thomas Moen Hermansen, Produzenten elektronischer Musik und Remixer, frönen erneut ihrer Liebe zur entspannten Ecke der Tanzfläche.

Über eine Dauer von fast 75 Minuten breiten sie gemächlich acht Stücke aus, die allerdings die Tracknummern 01, 25, 42, 58, 68, 78, 85 und 92 tragen und so den CD-Player bis zur Nummer 99 hochzählen lassen. Währenddessen fließen die Stücke größtenteils im Downbeat-Tempo dahin.

Dabei werden verschiedenste Stile angedeutet, die meist der Disco nahe sind, mal der kosmischen, mal der balearischen, aber immer chillig. Schlagzeug und verspielte Synthesizer sind immer dabei, das Ganze wirkt oft wie spontan improvisiert. Sehr beruhigend, ganz angenehm, aber natürlich auch gut als gepflegte Hintergrundberieselung zu bezeichnen.

shameboyBelgisches Electro-Duo live vor mehreren Tausend durchdrehenden Festivalgängern beim Rock Werchter 2008. Funktioniert.

Jimmy Dewit und Luuk Cox sind in ihrem Heimatland schon eine Größe. In den Sets internationaler DJs wie Timo Maas und Tiga ebenfalls. Nun wollen sie auch jenseits von Flamen und Wallonen bekannt werden und haben ein luxuriöses CD/DVD-Päckchen geschnürt. Darauf der erwähnte Auftritt, bei dem man staunt, wie die Massen zu instrumentaler Electro-Musik abgehen und sogar, äh, mitsingen.

Man muss den Shameboys bestätigen, sie bringen die Menge zum Kochen. Und Stücke wie „Rechoque“ oder „Strobot“ sind echt gute Electro-Rave-Bretter. Klar, musikalisch versetzt das keine Berge, aber nach Ansicht der Live-DVD (die noch mit Videos ergänzt wurde) kann man sich zumindest vornehmen, die Jungs bei zukünftigen Live-Auftritten mal zu besichtigen.

fuse_rotherBelgiens Techno-Mekka Fuse hat schon eine illustre Schar an Künstlern zum Auflegen gebracht und ihre Mixe in der Reihe „Fuse presents“ veröffentlicht. Nach Namen wie Dave Clarke, Hell oder Steve Bug darf nun Anthony Rother ran.

Der Deutsche veröffentlicht seit fast 20 Jahren, u.a. auf Labels wie Kanzleramt oder Elektrolux. Er setzte sich auf meist minimalistische Weise mit allen Arten von Computersounds auseinander und kennt sich mit allem zwischen Kraftwerk und Sven Väth aus.

Auf diesem Set nun vermengt er u.a. Tracks vom frühen, noch als Studio 1 aktiven, Wolfgang Voigt, Fetish & Me oder Mad Mike (Underground Resistance) zu einem für ihn recht typischen, überwiegend retro-technoiden Set. Für entsprechende Clubs und Fans.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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