In Folge Zwei unserer losen Kampfreihe wird schon wieder eher friedliche Musik in den Ring getrieben. Wobei, der Schotte an sich ist ja nach sieben Pints gerne mal bei der faustsportlichen Betätigung aktiv, gerade wenn es gegen die englischen Erzfeinde geht. Vorteil also für die vier Errors gegen die Zwei von Isan?

Kurze Vorstellung zunächst. Errors kommen aus Glasgow, existieren seit 2004 und wollen ihre ganz eigene Version instrumentaler Dancemusic verwirklichen. Es gab schon Touren als Support von so unterschiedlichen Acts wie Underworld, Franz Ferdinand, Gary Numan und Mogwai, und “Come Down With Me” ist ihr zweites Album.

Auf der anderen Seite: Isan. Robin Saville und Antony Ryan sind schon länger aktiv im Bereich langsam fließender, ebenfalls instrumentaler Intelligent Dance Music. Dem Besucher unserer Seiten mögen sie vor allem durch ihre schöne Version von “Goodnight Lovers” bekannt sein, doch “Glow in The Dark Safari Set” ist immerhin auch schon ihr sechstes Album.

Ring frei! Isan haben sich zu einer für sie typischen Umschmeichelungstaktik entschlossen. “Channel Ten” klingklöngelt angenehm vor sich hin, danach kommt schon das erste von zwei kurzen Interludes, worauf das lange und sehr entspannende “Merman Sound” folgt. Sehr zurückhaltend, aber ganz angenehm. Dagegen haben sich Errors entschieden, gleich im Opener “Bridge Or Cloud” nach kurzem Abtasten echtes Schlagzeug und einen rhythmischen Beat zu den analogen Klängen zu gesellen und im Anschluss mit “A Rumour In Africa” eine echte Single hinterherzuschieben, mit Melodie und allem Drum und Dran. Die Schotten gehen damit durch Power-Vorteile in Führung.

Mitte des Duells. Isan haben sich mittlerweile eingependelt. Alles ist im Fluss, man groovt lässig vor sich hin (“Grisette”, “64 Fire Damage”) – da greift ein Zahnrädchen ins andere. Die Errors haben nun auch etwas Tempo herausgenommen und sich auf das Tempo des Gegners eingelassen. Isan holen hier leicht auf.

Endspurt. Isan zeigen keine Konditionsschwäche, ziehen ihren Stil konsequent bis zum knisternden “Eastside” durch. Ein harmonisches, fein knurpsendes Album, das zwar kaum große Spannungsmomente bietet, aber seine Anhänger gewiss nicht enttäuschen wird. Die Errors haben dagegen zwar ein paar schwächere Stellen, setzen aber dafür auch mehr Höhepunkte. Gegen Ende kommt man bei “Jolomo” und dem fast schon rockigen Finale “Beards” nochmal in Fahrt und kann sich damit in einem fairen Kampf einen knappen Punktsieg sichern.

(Addison)

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 Addison
Addison heißt eigentlich Thomas Bästlein und schreibt seit Anfang 2007 für depechemode.de. Hauptberuflich arbeitet er im öffentlichen Dienst. Du kannst Thomas online bei Facebook treffen.

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Kommentar

  1. testcase
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    20.6.2010 - 21:29 Uhr

    ISAN sind ein totaler Geheimtipp – bringen mich jedesmal zum Grinsen!!
    Elektonisches Glücksgefühl hehe :)
    Mein Lieblingsalbum: „Clockwork Menagerie“.
    Allerdings eben was für electronica fans, fällt nicht direkt in die „Depeche Mode“ Zielgruppe.